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Rückrunde: Drei Dutzend Ausfälle zum Start

Die zahlenmäßig stärkste Mannschaft vor dem Rückrunden-Start in der Fußball-Bundesliga bildet einmal mehr die Fraktion der Verletzten.

Die zahlenmäßig stärkste Mannschaft vor dem Rückrunden-Start in der Fußball-Bundesliga bildet einmal mehr die Fraktion der Verletzten. Mit knapp drei Dutzend Profis gibt es zwar am kommenden Wochenende weitaus weniger Ausfälle als vor Saisonbeginn (50). Doch mit Weltmeister Lucio (Bayer Leverkusen), Roque Santa Cruz, Hasan Salihamidzic (beide Bayern München), Bernardo Romeo (Hamburger SV) und Diego Klimowicz (VfL Wolfsburg) fehlen den Clubs einige hochkarätige Akteure zum Wiederbeginn.

Comebacks

Drei große Namen, die monatelang pausieren mussten, stehen derweil unmittelbar oder kurz vor dem Comeback: Nationalspieler Jens Nowotny (Bayer Leverkusen) und Sebastian Deisler (Bayern München) sowie der Mönchengladbacher Arie van Lent haben nach schweren Verletzungen allerdings noch teilweise großen Trainingsrückstand.

Wer holt sich die Meisterschale?

Knappe Verbereitung

Die meisten Sorgen hat nach wie vor Borussia Mönchengladbachs Trainer Hans Meyer, dem im schlimmsten Fall acht Spieler nicht zur Verfügung stehen. Mit Markus Hausweiler, Markus Münch, Ivo Ulich und van Lent könnten aber vier der angeschlagenen Profis immerhin den Sprung in den Kader für das Spiel beim FC Bayern München schaffen. Das ist aber nur ein kleiner Trost für den geplagten Borussen-Coach: "Die Vorbereitung war möglicherweise zu knapp, um unsere Verletzten so fit zu bekommen, dass wir sagen können: Bayern, haltet euch fest."

Lazarett-Leverkusen

Auch Champions-League-Teilnehmer Leverkusen fehlen zum Auftakt fünf bis sieben Spieler. Neben Lucio, der nach einem Mittelfußbruch noch mindestens sechs Wochen ausfällt, und Zoltan Sebescen (Knieprobleme) muss Trainer Klaus Toppmöller am Sonntag gegen Energie Cottbus auch die drei Gelb-gesperrten Bernd Schneider, Yildiray Bastürk und Boris Zivkovic ersetzen. Angeschlagen sind derzeit noch Dimitar Berbatow und der Brasilianer Juan. Dafür ist der Kapitän endlich wieder an Bord: Nowotny hielt nach überstandenem Kreuzbandriss am Sonntag im Testspiel gegen Aachen 80 Minuten durch. "Das war ein Härtetest für ihn. Im Trainingslager hat das Knie noch gezwickt. Ich hoffe, dass er es bis Sonntag schafft", meinte der Bayer-Coach zuversichtlich.

Während Meister Borussia Dortmund dem ersten Spiel bei Hertha BSC relativ sorgenfrei entgegenblickt, bangt Tabellenführer Bayern München neben den Ausfällen von Salihamidzic, Santa Cruz und Deisler auch noch um den Einsatz von Jens Jeremies (Kapselriss). Auch Pokalsieger FC Schalke 04 hat seine Sorgenkinder wieder an Bord und muss nur auf Junioren-Nationalspieler Mike Hanke verzichten. Auf sein Saisondebüt hofft in den nächsten Wochen auch der Pole Tomasz Waldoch, der sich nach einem Haarriss in der Wade auf einem guten Weg und im Training befindet.

Kaum Sorgen in Stuttgart

Ohne große Verletzungssorgen startet wie zu Saisonbeginn der VfB Stuttgart in die zweite Halbserie. Trainer Felix Magath, der bekannt ist für seine Kräfte zehrende Vorbereitung, führt dies aber nicht in erster Linie auf seine Trainingsarbeit zurück. "Wir hatten in dieser Saison bislang einfach großes Glück", meinte der VfB-Coach. Dennoch fehlen den Schwaben mit Marcelo Bordon und Heiko Gerber zwei Profis am kommenden Samstag: Beide sahen am 17. Spieltag die fünfte Gelbe Karte.

Morten Ritter / DPA

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