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Medienberichte: Sergio Ramos von Real Madrid soll zweimal gegen Doping-Regeln verstoßen haben

Hat er oder hat nicht? Real-Verteidiger Sergio Ramos soll laut Medienberichten in zwei Fällen gegen Doping-Regeln verstoßen haben. Konsequenzen braucht der Superstar aber wohl nicht zu fürchten.

Sergio Ramos von Real Madrid

Sergio Ramos von Real Madrid

Getty Images

Sergio Ramos ist einer der größten Stars des Weltfußball. Der Innenverteidiger von Real Madrid ist Welt- und Europameister und hat vier Mal die Champions League gewonnen. Hinzu kommen Meistertitel und Pokalerfolge - der Mann ist ein Denkmal. Nun ist der 32-Jährige wieder in die Schlagzeilen geraten, nachdem er durch seine Fouls im Champions-League-Finale 2018 schon gegen ein Rüpel-Image ankämpfen musste. Diesmal wiegen die Vorwürfe schlimmer, weil es um Doping geht: In zwei Fällen soll der spanische Nationalspieler auffällig geworden sein. Das berichten der "Spiegel" und der NDR, die Dokumente der Football-Leaks ausgewertet haben.

Im ersten Fall wurden nach dem Champions-League-Finale 2017 in Cardiff in der Dopingprobe des Spielers Spuren von Dexamethason festgestellt. Der Wirkstoff ist nicht grundsätzlich verboten, muss aber vom Mannschaftsarzt angegeben werden. Zu Ramos' Glück übernahm der Real-Arzt die Verantwortung. Er räumte ein, Ramos am Tag vor dem Spiel zwei Spritzen Dexamethason in Knie und Schulter verabreicht zu haben. In dem Dopingprotokoll von Ramos hatte der Arzt eine Behandlung mit dem Wirkstoff Betamethason vermerkt. Dieses Präparat wirkt ähnlich wie Dexamethason, das ein cortisonhaltiges Medikament ist. Es wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend. Es kann aber auch Euphorie hervorrufen sowie Wahrnehmung und Aufmerksamkeit steigern. 

Sergio Ramos verstieß beim Test gegen Doping-Richtlinien

Schwerer wiegt ein Fall aus dem April dieses Jahres, in den die spanische Anti-Doping-Agentur AEPSAD involviert ist. Laut "Spiegel "und NDR soll sich Ramos vor einem Dopingtest nach einem Liga-Spiel beim FC Malaga geduscht haben - das ist verboten. Der Kontrolleur soll mit Ramos und dem Mannschaftsarzt aneinander geraten sein, um zu verhindern, dass der Spieler duscht. Bei einen Verstoß gegen die Doping-Richtlinien drohen normalerweise schwere Strafen, Ramos hätte bis zu vier Jahre gesperrt werden können, auch dem Verein und dem Arzt drohten nach den strengen, spanischen Gesetzen Sanktionen.

Passiert ist nichts. Merkwürdig an dem Fall ist, dass die spanische Anti-Doping-Agentur fünf Monate brauchte, um den Klub offiziell über den Vorfall zu informieren, also im September. Laut "Spiegel" ließen Ramos wie Real Madrid eine Anfrage des europäischen Rechenetzwerkes EIC (zu dem der "Spiegel" und der NDR gehören) unbeantwortet. Die AEPSAD erklärte auf Anfrage, dass "das Verfahren keine Anhaltspunkte dafür geliefert hat, dass eine Anti-Doping-Regel verletzt wurde".

Garcia Sergio Ramos nach dem Foul an Mohamed Salah
tis

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