Sonntagspiele "Wölfe" können es doch noch


Mit dem 2:0 gegen Gladbach hat der VfL Wolfsburg erstmals seit neun Spielen wieder gewonnen und sich von den Abstiegsrängen entfernt. Im zweiten Sonntagspiel zwischen Hannover und dem "Club" hielten zwei Serien.

Der VfL Wolfsburg hat beim Heimdebüt des neuen Trainers Klaus Augenthaler seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Mit dem 2:0 (1:0) gelang den Niedersachsen gegen Borussia Mönchengladbach nach neun Spielen wieder der erste Sieg. Die Stürmer Diego Klimowicz (41. Minute) und Mike Hanke (64.) erzielten bei Augenthalers erstem Auftritt am Sonntag in der VW-Arena die Tore zum ersten Erfolg seit dreieinhalb Monaten. Vor 17.936 Zuschauern enttäuschten die Gladbacher und verpassten den Sprung auf einen Uefa-Cup-Platz. Wolfsburg liegt mit 21 Zählern nun fünf Punkte vor den Abstiegsrängen.

"Das war eine tolle Leistung der ganzen Mannschaft. So kann es weitergehen, so muss es weitergehen", sagte Hanke, der erstmals in einem Heimspiel ein Tor für den VfL erzielen konnte. "Wir waren am Anfang zu ängstlich, aber das ist klar bei der Ausgangsituation", sagte der gelassen auf den Erfolg reagierende Augenthaler. "Man hat keinen Spaß, wenn man verliert. Wir sollten auf der Heimfahrt im Bus nochmal über dieses Spiel nachdenken", sagte der unter der Woche von Hertha BSC verpflichtete Neu-Gladbacher Nando Rafael. "Wir hatten uns viel mehr vorgenommen. Die Stürmer haben den Unterschied gemacht. Die Wolfsburger waren einfach beweglicher", bemerkte sein Trainer Horst Köppel.

Hanke in guter Verfassung

Augenthaler baute seine Mannschaft im Vergleich zum 2:3 vor acht Tagen bei Borussia Dortmund auf drei Positionen um. Der Weltmeister von 1990 konnte in der Innenverteidigung wieder auf seine Stammkräfte Facundo Quiroga und Kevin Hofland bauen, die eine gute Partie lieferten und der zuletzt schwachen Defensive Sicherheit gaben. Im Mittelfeld bekam Winter-Zugang Tom van der Leegte in einem neuen 4-4-2-System seine erste Bewährungschance. Köppel setzte Marcell Jansen links in der Vierer-Abwehrkette statt wie zuletzt im Mittelfeld ein.

Die erste Chance bot sich Mönchengladbach. Nach feinem Zuspiel von Oliver Neuville scheiterte Peer Kluge (2.) an VfL-Schlussmann Simon Jentzsch. Dann übernahmen aber die Hausherren die Initiative und erspielten sich eine deutliche Dominanz im Mittelfeld. Der gut aufgelegte Hanke setzte einen Kopfball über das Tor (10.). Gladbachs Verteidiger Zé Antonio konnte den zum Einschuss bereiten Klimowicz gerade noch den Ball vom Fuß spitzeln (22.). Hofland verfehlte aus 12 Metern das Tor (27.).

Keine Sieger in der AWD-Arena

Als die Überlegenheit der Wolfsburger gerade nachließ, schlug Klimowicz doch noch vor der Halbzeitpause zu. Einen Pass von Hanke nahm der Stürmer gekonnt auf und ließ Gladbachs Schlussmann Kasey Keller keine Chance. Der 31-Jährige untermauerte mit seinem elften Saisontreffer wieder einmal seine Bedeutung für Wolfsburg. Im zweiten Abschnitt versäumten es die Wolfsburger zunächst, ihr Offensiv-Spiel fortzusetzen. Mönchengladbach bekam mehr Räume im Mittelfeld, konnte daraus aber keinen Nutzen ziehen. Torchancen blieben gegen die wieder erstarkte Wolfsburger Hintermannschaft aus. Auch im Angriff waren die Niedersachsen konsequenter als ihre Gäste. Hanke machte mit einem sehenswerten Drop-Kick aus der Drehung nach Kopfball-Pass von Hofland den Sieg perfekt.

Im zweiten Sonntagspiel trennten sich Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg schiedlich-friedlich mit 1:1 (0:0) und verteidigten damit ihre Serien. Dank Jiri Stajner (74. Minute), der vor 31.102 Zuschauern in Hannover die Führung des "Clubs" durch Robert Vittek (56.) ausglich, blieben die Niedersachsen auch im siebten Spiel unter Peter Neururer ungeschlagen. Nürnberg ist dagegen mit Coach Hans Meyer auf des Gegners Platz weiter unbesiegt.

DPA DPA

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