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+++ Ticker +++

Anschlag auf BVB-Bus: Das Spiel läuft - Gänsehautstimmung im Stadion

Die Hintergründe der Explosionen am Dortmunder Mannschaftsbus bleiben rätselhaft. Die Polizei ist inzwischen sicher, dass es ein gezielter Anschlag war. Unterdessen wurde das neu angesetzte Spiel pünktlich angepfiffen. Die Ereignisse des Tages im Ticker.

BVB Spiel läuft

Fans auf der Tribüne des Signal-Iduna-Parks in Dortmund beim Spiel gegen Monaco

Die Ermittlungen nach den drei Explosionen am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund vor dem Champions-League-Spiel gegen AS Monaco laufen auf Hochtouren. Die Polizei geht von einem gezielten Anschlag aus. Trotz des Schocks soll die Partie schon am heutigen Abend um 18.45 Uhr nachgeholt werden. Die aktuellen Ereignisse im stern-Ticker:

+++ 18.47 Uhr: Das Spiel läuft +++

Das Spiel wurde pünktlich angepfiffen. Die BVB-Fans haben die Spieler mit einer spektakulären Choreografie begrüßt. Im Stadion herrscht Gänsehautstimmung.


+++ 18.11 Uhr: Schalker "haben zu kämpfen" mit dem Anschlag +++

Der Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund macht auch den Spielern von Schalke 04 zu schaffen. "Das hat alle schockiert. Da haben wir mit zu kämpfen", erklärte Trainer Markus Weinzierl vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League bei Ajax Amsterdam am Donnerstag (21.05 Uhr/Sport1 und Sky): "Man konnte sich nicht vorstellen, dass so etwas überhaupt passiert. Nun ist es passiert, vor unserer Haustür. Nun hoffen wir, dass es eine einmalige Sache war. Und hoffen, dass wir uns auf das Spiel konzentrieren können." Stürmer Klaas-Jan Huntelaar sagte: "Das war natürlich schlimm, wir sind alle sehr erschrocken. Angst habe ich nicht, aber es kann natürlich überall passieren." Für die Schalker sei es aber zumindest einfacher als für die Dortmunder Kollegen: "Wir haben nicht das erlebt, was die Dortmunder erlebt haben. Für sie ist es sicher schwerer."

+++ 17.31 Uhr: Die Mannschaft fährt vor - im Ersatzbus +++

Die starken Sicherheitsvorkehrungen vor dem Spiel werden auch bei der Einfahrt des Gäste-Busses in den Signal Iduna Park deutlich. Der Bus wird unter Begleitung von vier Polizeifahrzeugen vor die Tribüne geleitet. Vor dem Bus sind zwei Ordner zu Fuß im Einsatz.

+++ 16.31 Uhr: ARD sendet Brennpunkt zum BVB - während des Spiels +++

Das Erste sendet einen "Brennpunkt" zum Anschlag auf den BVB - während des Champions-League-Spiels gegen Monaco. In der Sondersendung ab 20.15 Uhr fassen die Journalisten die wichtigsten Ereignisse des Tages zusammen und sprechen mit Reportern in Dortmund über die Stimmung. Terrorismusexperte Mascolo wird über Hintergründe und jüngste Erkenntnisse sprechen.

+++ 16.26 Uhr: Marc Bartra meldet sich zu Wort +++


+++ 16.20 Uhr: Erste Fans warten vor Dortmunder Stadion - Großeinsatz der Polizei +++

Bereits mehrere Stunden vor dem Anpfiff sind die ersten Fans beider Mannschaften zum Signal Iduna Park gekommen. Viele Anhänger des Teams aus Monaco warten bereits am Nachmittag vor den Stadiontoren auf die Öffnung der Tribünen. Rund um das Stadion sind zahlreiche Polizisten im Einsatz. Die Tribünen und die Umgebung des Stadions seien mit Sprengstoffhunden kontrolliert worden, sagt ein Polizeisprecher. Es sei bislang aber nichts Verdächtiges gefunden worden. Zur Zahl der eingesetzten Beamten macht er keine Angaben. "Wir sprechen von einem Großeinsatz", sagt er. "Was wir zur Verfügung haben, haben wir auch hier." Bislang sei die Situation entspannt. 


+++ 15.39 Uhr: Maas: "Feige Verbrecher" dürfen Fußball nicht missbrauchen +++

Justizminister Heiko Maas lobt die Fans des BVB. "Sie haben vorbildlich reagiert, zusammengehalten und damit eine klare Botschaft gesendet: Wir lassen es nicht zu, dass der Fußball von feigen Verbrechern missbraucht wird", sagt der SPD-Politiker. Die Spieler stünden am Abend gegen AS Monaco vor dem "vielleicht schwersten Spiel ihres Lebens", umso größer sei sein Respekt. Dem verletzten Polizisten und dem ebenfalls verletzten Dortmund-Spieler Marc Bartra wünscht Maas schnellstmögliche Genesung. Die Täter müssen mit aller Konsequenz zur Rechenschaft gezogen werden, fordert der Justizminister.

+++ 15.31 Uhr: NRW will Sicherheitsmaßnahmen bei Veranstaltungen neu prüfen +++

Nach dem Angriff will NRW die Sicherheitsmaßnahmen aller öffentlichen Veranstaltungen im Land neu prüfen. Solange der Hintergrund der Tat und die Zahl möglicher Täter nicht klar seien, werde man "jede Art von Veranstaltung in Nordrhein-Westfalen natürlich neu überprüfen müssen", sagt NRW-Innenminister Jäger. Es gehe dabei aber nicht darum, dass Veranstaltungen abgesagt würden.

+++ 15.21 Uhr: Bartra hat seine Operation gut überstanden +++

Der verletzte Bartra ist auf dem Wege der Besserung. "Er hat die Operation gut überstanden", sagt BVB-Präsident Reinhard Rauball. Bartra hatte sich einen Bruch der Speiche sowie Fremdkörper-Einsprengungen am rechten Handgelenk zugezogen und wurde unmittelbar nach dem Vorfall operiert. In der laufenden Saison dürfte der 26-Jährige aber voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen.

+++ 15.17 Uhr: Merkel verurteilt Anschlag auf Dortmund-Bus und lobt Solidarität +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel lobt die Reaktionen nach dem Anschlag. "Es gab gestern angesichts der Ereignisse eine großartige Solidarität aller. Der Fans aus Deutschland, aus Dortmund, aber auch aus Monaco", sagt sie. Das sei ein "klares Signal" gegen jede Art von Gewalt. "Wir sind uns einig, dass es sich hier um eine widerwärtige Tat handelt", sagt Merkel. Mit Blick auf das Champions-League-Spiel des BVB gegen AS Monaco am Abend sagt die Kanzlerin: "Unsere Gedanken sind heute bei den Spielern, die das Spiel nachholen werden, beim BVB, bei den Fans. Und wir hoffen, dass es ein friedliches und gutes Spiel werden kann."

+++ 14.27 Uhr: Ex-Dortmunder Frings: Spielansetzung für Mittwoch "Frechheit" +++

Torsten Frings kritisiert als früherer Profi von Borussia Dortmund scharf, dass der BVB nach dem Anschlag bereits heute Abend  wieder antreten muss. "Eine absolute Frechheit, dass die heute wieder spielen müssen", sagt der Trainer des Bundesliga-Konkurenten SV Darmstadt 98 der "Bild"-Zeitung. "Ich hätte nicht gern gespielt", sagt der Ex-Nationalspieler zudem nach Clubangaben.


+++ 14.07 Uhr: Bundesanwaltschaft: Verdächtiger Islamist vorläufig festgenommen +++

Die Bundesanwaltschaft hat zwei Verdächtige aus der islamistischen Szene ins Visier genommen. Einer der Männer sei vorläufig festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Behörde. Über die Eröffnung eines Haftbefehls sei noch nicht entschieden. Es sei von einem terroristischen Hintergrund der Tat auszugehen, sagte die Sprecherin weiter. Die genaue Motivlage sei noch unklar. Ein islamistischer Hintergrund des Anschlags sei "möglich". Drei in Tatortnähe gefundene Bekennerschreiben würden nun insbesondere unter islamwissenschaftlichen Gesichtspunkten von Experten ausgewertet. Eine abschließende Bewertung sei noch nicht möglich.

+++ 14.05 Uhr: NRW-Innenminister schließt weitere Taten nicht aus +++

Die Sicherheitsbehörden in NRW bleiben nach dem Sprengstoff-Angriff auf den BVB-Mannschaftsbus in Alarmbereitschaft und schließen auch weitere Taten nicht aus. "Wir müssen davon ausgehen, dass es einen sogenannten Gefahrenüberhang gibt, das heißt, dass die Täter zur Zeit noch nicht gefasst sind, aber zugleich weitere Taten ankündigen, und das müssen wir, und das werden wir ernstnehmen", sagt Jäger.

+++ 13.58 Uhr: Jäger: Attentäter von Dortmund wollten "größtmögliche Öffentlichkeit" erzielen +++

Die Urheber des Attentats haben nach Einschätzung von Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger mit ihrer Tat "eine größtmögliche Öffentlichkeit" erzielen wollen. Man müsse davon ausgehen, dass die Täter weitere Anschläge ankündigen werden, sagt Jäger. Der Hintergrund des Dortmunder Anschlags sei "völlig offen, liegt im Dunkeln", fügt er hinzu. Noch gebe es auch "überhaupt keine Erkenntnisse, ob es ein oder mehrere Täter sind". Die Polizei müsse nun Zeit bekommen, um "ihre Arbeit zu machen und das durchzuermitteln". Das unweit des Tatortes gefundene offenkundig islamistische Bekennerschreiben könne "sowohl echt sein als auch der Versuch, eine falsche Spur zu legen".

+++ 13.24 Uhr: Innenministerium sieht keine besondere Bedrohungslage in Dortmund +++

Das Bundesinnenministerium hat keine Informationen, die für eine besondere Terror-Bedrohungslage vor dem Champions-League-Spiel sprechen. Seinem Haus seien keine entsprechenden Hinweise bekannt, sagte ein Sprecher von Innenminister Thomas de Maizière. Der Sprecher betont, die Entscheidung dafür, das Spiel am Abend nachzuholen, sei von den Sicherheitsbehörden am Ort in Nordrhein-Westfalen getroffen worden. Dazu habe es einen Austausch zwischen Landes- und Bundesbehörden gegeben. Das Bundeskriminalamt (BKA) sei vom Generalbundesanwalt mit den Ermittlungen beauftragt worden. Beim BKA werde derzeit eine sogenannte "Besondere Aufbauorganisation" zu den Vorgängen in Dortmund aufgebaut.

Der Sprecher hob hervor, das in der Nähe des Anschlagsortes gefundene Bekennerschreiben mit islamistischem Hintergrund weise Besonderheiten auf. Bei Anschlägen, die in der jüngsten Vergangenheit einer islamistischen Motivation zugeordnet worden seien, habe es eine solche Konstellation mit einem Bekennerschreiben nicht gegeben. Dies falle auf und weiche bei den Geschehnissen in Dortmund von früheren Fällen ab.


+++ 13.15 Uhr: BVB-Fans loben Vorgehen nach den Explosionen +++

Die Fans von Borussia Dortmund haben das besonnene Vorgehen aller Beteiligten nach den Vorfällen vom Dienstagabend gelobt. "So bleibt neben der Fassungslosigkeit ob der Bomben gegen unsere Mannschaft und der Ungewissheit, wie damit jetzt umzugehen ist, auch die Erkenntnis, dass es für solche Situationen Konzepte und Strategien gibt, die gut sind", heißt es auf der Fan-Internetseite schwatzgelb.de. "Auch wenn es für den Stadionbereich keine akute Bedrohungslage gab, scheinen sie zu funktionieren und solche Situationen bestmöglich zu regulieren. Das ist, trotz allem, auch irgendwie beruhigend." 

Dem verletzten BVB-Profi Marc Bartra und dem verletzten Polizisten wünschten die Anhänger gute Besserung. "Und allen Spielern, Betreuern und Offiziellen, die im Bus saßen, die Kraft, den gegen sie gerichteten Anschlag zu verarbeiten. Auch wenn der enge Terminkalender des Profifußballs dem Menschen anscheinend keine Zeit mehr gibt, einmal durchzuatmen und inne zu halten." 

+++ 13 Uhr: Angela Merkel unterstützt den BVB +++

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem BVB und seinem Vorsitzenden Hans-Joachim Watzke, ihre Unterstützung zugesagt, wie der Club mitteilt. In einem ausführlichen Telefonat erörterten Merkel und Watzke die Lage. Die Kanzlerin wertet es als sehr positives Zeichen, dass die Mannschaft nicht vor dem Terror einknickt, sondern in dieser schwierigen Situation spielt. Sie hält sich permanent über den neuesten Stand auf dem Laufenden und drückt dem BVB heute Abend die Daumen. Die Kanzlerin selbst wird am Abend nicht im Stadion sein, ihr Innenminister Thomas de Maizière nimmt als Vertreter der Bundesregierung auf der Tribüne Platz, um Solidariät zu zeigen. Das kündigte ein Regierungssprecher auf der Bundespressekonferenz in Berlin an.

+++ 12.53 Uhr: AS-Monaco-Vizepräsident dankt dem BVB +++

Vadim Vasilyev, Vizepräsident von Dortmunds Gegner AS Monaco, hat sich via Twitter noch einmal an den BVB gewandt: "Ich möchte dem BVB erneut meine Freundschaft und meine Unterstützung zusagen und den Fans zu ihrer Großzügigkeit gratulieren!"

+++ 12.48 Uhr: Dortmunder Polizei richtet Bürgertelefon ein +++

Die Dortmunder Polizei hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Rufnummer (0231) 132 5555 beantworten Beamte Fragen rund um das Einsatzgeschehen im Umfeld des Champions-League-Spiels zwischen dem BVB und dem AS Monaco.

+++ 12.43 Uhr: Ermittler halten vermeintliches IS-Schreiben für untypisch +++

Das nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus in Tatortnähe gefundenen Bekennerschreiben wird in Ermittlerkreisen als für die Islamisten-Szene ungewöhnlich bezeichnet. Auf dem Schreiben fehlten beispielsweise Symbole der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), erfuhr die Deutsche Presse-Agentur zur Begründung. Zudem sei das Vorgehen der Täter im Vergleich zu früheren Terrorattacken mit IS-Bezug untypisch.

In der Vergangenheit haben Islamisten wie der Attentäter Anis Amri bei seinem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember versucht, möglichst viele Menschen zu töten.

+++ 12.30 Uhr: Rucksackverbot im Stadion +++

Der BVB weist noch einmal auf die verstärkten Sicherheitskontrollen beim Spiel am Abend hin. Rucksäcke dürfen nicht mit in den Signal-Iduna-Park genommen werden. Erlaubt sind nur Taschen mit der maximalen Größe eines A4-Blattes. Es gibt am Stadion keine Möglichkeit, unzulässige Gegenstände zu hinterlegen. Wer zum Beispiel einen größeren Rucksack bei sich hat, wird nicht in die Arena gelassen.


+++ 12.11 Uhr: Mögliches Antifa-Schreiben zu BVB-Attacke Fälschung +++

Das angebliche Antifa-Bekennerschreiben zur BVB-Attacke in Dortmund ist möglicherweise eine Fälschung. "Wir halten das Schreiben für einen Nazifake", teilen die Betreiber des Internetportals Indymedia mit. "Weder Inhalt noch Sprache deuten auf einen linken Hintergrund hin, deshalb haben wir es bereits sehr kurz nach der Veröffentlichung gelöscht." Aus Sicherheitskreisen hieß es, die Echtheit des angeblichen Antifa-Bekenntnisses werden geprüft. Schon im September 2016 war auf dem Portal im Zusammenhang mit den in Dresden explodierten Sprengsätzen vor den Einheitsfeiern zum 3. Oktober ein gefälschtes Bekennerschreiben aus der rechten Szene veröffentlicht worden.

+++ 12.04 Uhr: BVB-Fan will mit #bedforawayfans-Aktion Zeichen setzen +++


BVB-Fan Stefan Kilmer hatte Fans aus Monaco nach der Absage des Spiels am Abend bei sich aufgenommen und ein Foto der Gruppe ins Netz gestellt. Dem SWR sagte der er nach der Nacht mit seinen Gästen: "Wir sind so bis drei Uhr wachgeblieben. War natürlich auch alles ein bisschen aufregend. Es war aber sehr schön und sie sind jetzt auch alle wieder fit und sollen heute schön das Spiel genießen." Sein Motiv sei es gewesen, ein Zeichen der Solidarität zu setzen. "Mich hat der Anschlag so bewegt, dass ich gesagt habe: Ich steh dagegen auf und nehme Fans auf." Er wünsche sich, dass die Beachtung für das Foto und die Fan-Aktion auch über den heutigen Tag hinaus Wirkung zeige: "Wenn es viele Leute bewegt, freundlich zueinander zu sein, egal, was für eine Religion, Hautfarbe oder Staatsangehörigkeit wir haben, dass man zusammenhält, ob im Sport oder in anderen Dingen, dann hat es schon was Großes bewirkt."


+++ 12.02 Uhr: Fußball-Liga gibt Monaco ein paar Stunden mehr Zeit +++

Nach der Verschiebung des Champions-League-Spiels Dortmund gegen Monaco modifiziert die französische Fußball-Liga ihren Spielplan für das kommende Wochenende ein wenig. Die Spieler von AS Monaco treffen nun erst Samstagabend um 21 Uhr in ihrer nächsten Ligapartie auf Dijon, ursprünglich war das Match bereits für 17 Uhr angesetzt. Monaco habe um die Änderung gebeten, teilt die Profiliga LFP mit. Damit bleiben dem Team ein paar Stunden mehr Zeit zur Erholung und Vorbereitung.

+++ 11.51 Uhr: Auch in München vor CL-Spiel erhöhte Sicherheitsvorkehrungen +++

Auch die Polizei in München verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen für das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Real Madrid. Als eine der Konsequenzen sei die Zahl der bei dem Spiel eingesetzten Polizisten von 370 auf momentan 450 Polizisten erhöht worden, teilt die Polizei mit. Außerdem seien die Busse, mit denen die beiden Mannschaften zum Stadion für das Spiel transportiert werden sollen, noch mehr in das Sicherheitskonzept integriert worden als zuvor. Die Münchner Polizei hob hervor, dass es "keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung weder der beiden Mannschaften noch der Fans" in München gebe. Auf den Wegen zum Stadion und im Stadion gebe es durchgehend "einen sehr, sehr hohen Sicherheitsstandard".

+++ 11.47 Uhr: DFL-Boss Seifert setzt auf bewährte Sicherheitsmaßnahmen +++

Die Deutsche Fußball Liga setzt auf bewährte Sicherheitsmaßnahmen in der Bundesliga. "Wir haben großes Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsorgane bei Fußballspielen und in die Tätigkeit der Ermittlungsbehörden", sagte DFL-Chef Christian Seifert. "Natürlich waren die Ereignisse in Dortmund und die Folgen des Anschlags auch für die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie die DFL schockierend." Seifert bezeichnete die Absage des Spiels als richtige Entscheidung. "Marc Bartra und dem ebenfalls verletzten Polizisten wünschen wir schnelle und vollständige Genesung. Gute Wünsche auch für Borussia Dortmund in einer vor allem für die Mannschaft sehr schwierigen Situation", so der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung. 

+++ 11.43 Uhr: Das angebliche islamistische Bekennerschreiben im Wortlaut +++

Das mögliches Bekennerschreiben mit islamistischem Hintergrund, das in der Nähe des Tatorts gefunden worden war, wird noch auf Echtheit überprüft. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Anbei der Wortlaut:

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen,

12 ungläubige würden von unseren Gesegneten Brüder in Deutschland getötet. Aber anscheinend scherst du dich Merkel nicht um deinen kleinen dreckigen Untertanen. Deine Tornados fliegen immer noch über dem Boden des Kalifats, um Muslime zu Ermorden. Jedoch wir bleiben standhaft durch die Gnade Allahs.

Ab sofort stehen alle ungläubigen Schauspieler, Sänger, Sportler und Sämtliche prominente in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen auf Todesliste des Islamischen Staates.

Und das solange die folgenden Forderungen nicht erfüllt werden:

- Tornados aus Syrien abziehen.

- Ramstein Air Base muss geschlossen werden.

+++ 11.37 Uhr: Viele Polizisten nach Attacke auf BVB-Bus am Tatort +++

Viele Polizisten sind am Tatort in Dortmund im Einsatz. Mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamten stehen an den Absperrungen, zahlreiche Polizeifahrzeuge sind in der Nähe geparkt. Die Ermittler wollen am Tatort Spuren sichern, wie ein Sprecher der Dortmunder Polizei sagt. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Polizei Dortmund geben aktuell keine neuen Details in dem Fall bekannt. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Sie will am Nachmittag informieren. Auch das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ist in die Ermittlungen eingebunden. "Wir waren mit unseren Entschärfern vor Ort", sagt eine LKA-Sprecherin. Das LKA hat speziell ausgebildete Beamte für unbekannte Spreng- und Brandvorrichtungen, so die Sprecherin.

+++ 11.34 Uhr: Polizei bittet um frühestmögliche Anreise - Rucksäcke nicht erlaubt +++

Das Spiel zwischen Borussia Dortmund und AS Monaco wird unter deutlich erhöhten Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. Mit Wartezeiten beim Einlass sei zu rechnen, heißt es in einer BVB-Mitteilung. "Aus Sicherheitsgründen und auf Geheiß der Polizei dürfen keine Rucksäcke mit ins Stadion mitgebracht werden. Wer dergleichen mitbringt, wird nicht ins Stadion gelassen". Alle Hinterlegungsstellen werden geschlossen sein. Zulässig seien maximal Taschen in einer Größe von DIN A4. Außerdem bat die Polizei um frühestmögliche Anreise der Fans, da die Zugangskontrollen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen werden.

+++ 11.27 Uhr: ZDF darf BVB-Spiel auch heute Abend nicht zeigen +++

Trotz der Verschiebung des BVB-Spiels auf Mittwoch darf das ZDF die Begegnung mit Monaco nicht zeigen. "Das ZDF hat die Live-Übertragungsrechte für das UEFA Champions-League-Spiel am heutigen Mittwochabend zwischen Bayern München und Real Madrid. Für die Begegnung Borussia Dortmund – AS Monaco gilt auch nach der Verlegung: Sie zählt zu den Dienstagsspielen, für die das ZDF durch die Festlegung auf den Mittwoch als Champions-League-Spieltag keine Live-Übertragungsrechte hat", teilte der Sender dem stern auf Anfrage mit. "Erst das Rückspiel zwischen AS Monaco und Borussia Dortmund wird am Mittwoch, 19. April 2017, 20.45 Uhr live im ZDF zu sehen sein." Das ZDF wird heute Abend ab 19.20 Uhr im "UEFA Champions League Magazin" auf die Ereignisse in Dortmund eingehen. Auch im Vorlauf auf das Spiel Bayern München – Real Madrid wird ab 20.25 Uhr aus Dortmund berichtet.

+++ 10.57 Uhr: BVB-Geschäftsführer Watzke: "Wir spielen heute für alle" +++

Hans-Joachim Watzke bezeichnet den Angriff auf den BVB als "Terror". Der Geschäftsführer des BVB hat das Team am Morgen besucht. "Ich habe gerade in der Kabine an die Mannschaft appelliert, der Gesellschaft zu zeigen, dass wir vor dem Terror nicht einknicken", schreibt der Bundesligist auf Twitter.

Weiter sagte Watzke: "Wir spielen heute nicht nur für uns. Wir spielen für alle. Egal, ob Borusse, Bayer oder Schalker. Wir wollen zeigen, dass Terror und Hass unser Handeln niemals bestimmen dürfen. Und wir spielen natürlich für Marc Bartra, der sein Team siegen sehen will! Wir bitten alle BVB-Fans darum, unser Team heute 90 Minuten lang mit voller Energie zu unterstützen. Diese Mannschaft musste in kürzester Zeit Unfassbares verarbeiten. Wir alle sollten ihr dabei helfen, über sich hinauszuwachsen." Die Zitate veröffentlichte der Verein auf seine Webseite.

+++ 10.50 Uhr: DFB noch zurückhaltend mit Konsequenzen für die Liga +++

Der Deutsche Fußball-Bund verweist nach dem Anschlag auf seine Sicherheitsmaßnahmen und äußert sich noch nicht über die mögliche Folgen für die Bundesliga. "Der DFB, die Liga und die Vereine tun sehr viel für die Sicherheit der Spieler und Fans. Vor allem außerhalb der Stadien sind die Einschätzungen und Hinweise der verantwortlichen Sicherheitsbehörden maßgeblich", sagt DFB-Präsident Reinhard Grindel in einer Mitteilung des Verbandes. "Das gilt auch für die Frage, welche Konsequenzen aus dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB abzuleiten sind."

Grindel sprach Borussia Dortmund die Solidarität des gesamten deutschen Fußballs aus. "Ich hoffe, dass die Verantwortlichen für diesen hinterhältigen Anschlag schnell gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden können", sagte er. "Es ist ein starkes Signal gegen Hass und Gewalt, dass die Fußballfamilie über Vereinsgrenzen und sportliche Rivalität hinaus in einem solchen Moment Geschlossenheit demonstriert und zusammensteht."

+++ 10.47 Uhr: Bartra nicht beim Training - BVB will keine Nachfragen zu seinem Zustand +++

Nicht beim Team ist Abwehrspieler Marc Bartra. Dessen Verletzung an der rechten Hand und am Arm war noch in der Nacht Hand operiert worden. "Wir sind alle geschockt und in Gedanken bei Marc", sagt Borussias Kapitän Marcel Schmelzer.

Borussia Dortmund bittet darum, auf Anfragen zu Bartras Gesundheitszustand abzusehen. "Unsere Kernaufgabe liegt nun darin, die Vorkommnisse seriös aufzuarbeiten und in der Kürze der Zeit eine sichere Veranstaltung auf die Beine zu stellen", teilt der Verein mit.


+++ 10.47 Uhr: BVB-Spieler am Trainingsgelände zusammengekommen +++

Spieler und Trainerstab von Borussia Dortmund kommen am Trainingsgelände im Dortmunder Stadtbezirk Brackel zusammen. Das Team soll sich auf die Partie gegen AS Monaco vorbereiten. Ein ursprünglich geplantes öffentliches Training war noch gestern Abend abgesagt worden. "Die Zeit, das mit den Spielern aufzuarbeiten, hat man nicht. Man muss das Geschehen schnell wieder auf den Fußball lenken", sagt der frühere BVB-Trainer Ottmar Hitzfeld in einem Gespräch mit dem TV-Sender Sky. Das BVB-Trainingsgelände im Osten der Stadt ist stark gesichert. Etliche Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor der Anlage, weitere patrouillieren um das Gelände herum. Auch einige Fans und viele Medienvertreter haben sich dort versammelt.

+++ 9.46 Uhr: Ermittler prüfen zweites Bekennerschreiben - aus Antifaschisten-Szene +++

Es gibt ein zweites Bekennerschreiben, das möglicherweise aus der antifaschistischen Szene kommt. Die Ermittler prüfen dessen Authentizität. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird in dem am späten Dienstagabend im Internet verbreiteten Schreiben in Antifa-Duktus erklärt, der Bus sei mit eigenes für den Anschlag angefertigten Sprengsätzen als "Symbol für die Politik des BVB" attackiert worden, die sich nicht genügend gegen Rassisten, Nazis und Rechtspopulisten einsetze.

+++ 9.29 Uhr: Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen +++

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen zum Anschlag in Dortmund übernommen. Nach Informationen der "Welt" ist das Bundeskriminalamt (BKA) mit den Ermittlungen beauftragt worden und hat eine besondere Aufbauorganisation (BAO) in Berlin eingerichtet. In der Nähe des Busses wurde ein Schreiben gefunden, das der Zeitung zufolge auf einen islamistischen Hintergrund der Tat schließen lässt. Demnach beginne das Bekennerschreiben mit "Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen".

Deutschland stehe als Kreuzfahrernation im Visier des Islamischen Staates (IS), soll es weiter heißen. Außerdem werde Bezug genommen auf die Unterstützung Deutschlands der Anti-IS-Koalition. Derzeit prüften Ermittler des BKA und LKA in Nordrhein-Westfalen das Bekennerschreiben. Es gelte nicht als ausgeschlossen, dass es sich um eine bewusst gelegte, falsche Spur handeln könnte.

+++ 9.17 Uhr: Sicherheitskreise: Bekennerschreiben mit Islamisten-Bezug +++

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund prüfen die Ermittler einen islamistischen Hintergrund. Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR, WDR sowie der Deutschen Presse-Agentur vom Mittwoch wird in dem Bekennerschreiben auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt und den Einsatz deutscher Tornado-Kampfflugzeuge in Syrien Bezug genommen.

+++ 8.59 Uhr: Rauball zuversichtlich vor Nachholspiel: Mannschaft schafft das +++

Borussia Dortmunds Club-Präsident Reinhard Rauball ist zuversichtlich, dass das Team das Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen den AS Monaco bewältigen kann. "Sie muss zwei Dinge auf einmal bewältigen, aber ich traue der Mannschaft das zu, dass sie das schafft", sagte Rauball im ZDF-Morgenmagazin. Es sei sicher eine ganz schwierige Situation, doch die Mannschaft werde ihr Bestes geben.

Das Team werde am Morgen zusammen kommen, sich vorbereiten und die jüngsten Ereignisse ein wenig aufarbeiten, sagte Rauball. "Wir werden den neuesten Sachstand dann mit der Mannschaft diskutieren."

+++ 8.41 Uhr: Ermittlungen nach BVB-Attacke in alle Richtungen +++

Die Polizei ermittelt nach der Attacke auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund mit zwei Verletzten weiterhin in alle Richtungen. Nach wie vor werde auch ein islamistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Auch seien gewaltbereite Fans oder andere Täter im Blick der Ermittler.

+++ 8.39 Uhr: Münchner Polizei prüft Sicherheitskonzept für Bayern-Spiel +++

Nach der Attacke auf den Bus von Borussia Dortmund will die Münchner Polizei ihr Sicherheitskonzept für den Fußball-Klassiker zwischen dem FC Bayern und Real Madrid noch einmal überprüfen. Die Verantwortlichen werden nach Angaben eines Sprechers am Vormittag über mögliche Konsequenzen für das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League am Mittwochabend beraten. 

Zur Bewertung der Lage stünden die Beamten auch in Kontakt mit der Dortmunder Polizei, sagte der Sprecher am Morgen weiter. Er betonte aber gleichzeitig: "Wir haben keinerlei Gefährdungshinweise für München und das Spiel."

+++8.30 Uhr: Staatsanwaltschaft: Vorerst keine neuen Infos zu Sprengstoff-Attacke +++

Die Staatsanwaltschaft Dortmund gibt zur Attacke gegen den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund vorerst keine weiteren Details bekannt. "Wir geben aktuell keine weiteren Presseinfos raus", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund. "Wir haben den Grundsachverhalt geschildert, jetzt ermitteln wir", betonte er. 

+++ 8.27 Uhr: Monacos Fürst Albert II. verurteilt Anschlag +++

Fürst Albert II. von Monaco hat den Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus im Vorfeld des Champions-League-Spiels gegen den AS Monaco verurteilt.

"Es geht weit über den Fußball hinaus. Es ist einfach schrecklich und abscheulich", sagte der 59-Jährige, der selbst in Dortmund vor Ort war: "Der Sport darf sich nicht als Geisel nehmen lassen."

+++ 8.02 Uhr: Operation bei Bartra erfolgreich +++

Die Operation bei Abwehrspieler Marc Bartra ist erfolgreich verlaufen. Das hat BVB-Pressesprecher Sascha Fligge dem Magazin "Focus" bestätigt. Den genauen Aufenthaltsort des Spaniers und ob sich der Spieler noch in der Klinik aufhält, darüber mochte Fligge nichts sagen. Der Abwehrspieler war bei den Explosionen nahe des BVB-Mannschaftsbusses an der Hand verletzt worden und musste noch in der Nacht operiert werden.

+++ 7.27 Uhr: Polizei will mit starken Kräften für Sicherheit sorgen +++

Die Dortmunder Polizei will beim Nachholspiel des BVB in der Champions League gegen den AS Monaco am Mittwochabend mit verstärkten Kräften für Sicherheit sorgen. "Wir werden heute natürlich mit starken Kräften hier vor Ort sein im Stadion, werden aber auch versuchen, unser Möglichstes tun, natürlich die Mannschaften zu schützen", sagte Nina Vogt, Sprecherin der Dortmunder Polizei im ZDF. "Wir stehen da mit beiden Vereinen und auch mit allen Sicherheitsbehörden in sehr engen Kontakt", bekräftigte sie.

+++ 7.06 Uhr: Dortmunder Polizei lobt besonnenes Verhalten der Fans +++

Die Dortmunder Polizei hat das Verhalten der Zehntausenden Fußballfans nach der kurzfristigen Absage des Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco gelobt. "Das ist gestern mit sehr viel Ruhe abgelaufen, und das hat uns natürlich als Polizei und sicherlich auch dem Verein sehr geholfen", sagte Nina Vogt, Sprecherin der Dortmunder Polizei, im ZDF. "Ich glaube, da können wir alle sagen, dass wir auf die Reaktionen gestern nur stolz sein können", betonte sie. 

+++ 6.44 Uhr: Polizei sucht nach Spuren am Tatort +++

Nach der Attacke auf den Bus von Borussia Dortmund mit zwei Verletzten gehen die Ermittlungen am Tatort mit Hochdruck weiter. "Die Kollegen sind am Tatort", sagte ein Sprecher der Polizei Dortmund. Dabei gehe es um die Spurensuche. Aber auch der BVB-Mannschaftsbus, den Beamte sichergestellt hätten, werde untersucht. Die Ermittlungen der Polizei liefen die Nacht durch. Wie viele Beamte im Einsatz sind, wollte der Sprecher nicht sagen. 

+++ 5.56 Uhr: Auch Polizist bei Sprengstoffanschlag auf Dortmunder Mannschaftsbus verletzt +++

Beim dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist nach Polizeiangaben auch ein Polizist verletzt worden. Der Beamte habe bei den Detonationen ein Knalltrauma und einen Schock erlitten, teilte die Dortmunder Polizei mit. Der Polizist sollte den Bus demnach mit einem Motorrad zum Stadtion begleiten. Zum Zeitpunkt der Explosionen befand er sich vor dem Mannschaftsbus.

+++ 5:26 Uhr Watzke nach Anschlag: "Neue Dimension, was passiert ist"


Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke geht nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus dennoch mit einem Gefühl der Sicherheit in das Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco. "Mein persönliches Sicherheitsgefühl ist sehr gut", sagte Watzke der "Bild"-Zeitung. "Die Frage ist, wie wir die Mannschaft davon lösen, helfen, das traumatische Erlebnis zu verarbeiten."

Watzke zeigte sich in dem Telefoninterview schockiert von der Tat, deren Hintergründe weiter unklar sind. Die Polizei geht von einem gezielten Angriff auf den Bus der Dortmunder aus. "Das ist eine sehr gravierende Geschichte", sagte Watzke. "Das ist eine neue Dimension, was da heute passiert ist."

+++ 1.18 Uhr: Verdächtiger Gegenstand war kein scharfer Sprengsatz +++

Unmittelbar in Tatortnähe hatte die Polizei zunächst einen weiteren verdächtigen Gegenstand gefunden. Dabei handelt es sich ersten Erkenntnissen zufolge allerdings nicht um einen scharfen Sprengsatz, sondern um "Unrat", wie die Polizei erklärt.

+++ 0.25 Uhr: Polizei geht von gezieltem Angriff auf die Mannschaft aus +++


Die Polizei geht nach Angaben von Polizeipräsident Gregor Lange von einem gezielten Anschlag auf die Mannschaft des BVB aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts auf ein Tötungsdelikt. Die konkreten Hintergründe der Tat sind aber noch völlig unklar. Das Bekennerschreiben, das am Abend in der Nähe des Tatorts gefunden worden war, wird "intensiv" auf seine Echtheit geprüft. Staatsanwältin Sandra Lücke will aus ermittlungstaktischen Gründen aber keine Angaben zum Inhalt machen.

Zum Minutenprotokoll der Ereignisse am Dienstagabend in Dortmund geht es hier.

BVB Fans


kng/wue/jen / DPA / AFP

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