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Trainerwechsel: Hans Meyer soll die Hertha retten

Hans Meyer wird nach Medieninformationen neuer Trainer bei Hertha BSC und soll bereits an diesem Montag vorgestellt werden.

Hans Meyer wird nach Informationen des "Tagesspiegel am Sonntag" neuer Trainer bei Hertha BSC und soll beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten bereits an diesem Montag vorgestellt werden. "Er ist unser Wunschkandidat, und ich sehe jetzt keine Probleme mehr", sagte ein hochrangiger Hertha-Verantwortlicher der Zeitung über den ehemaligen Trainer des Liga-Rivalen Borussia Mönchengladbach. Dessen Präsident Adalbert Jordan bestätigte am Samstag, dass eine Anfrage von Hertha BSC für den noch bis Sommer 2004 in Gladbach unter Vertrag stehenden Fußball-Lehrer vorliegt.

Finanzieller Ausgleich für Mönchengladbach

"Dieter Hoeneß hat sich bei mir gemeldet und um Freigabe für Hans Meyer gebeten. Im Prinzip sind wir einverstanden, aber wir erwarten einen finanziellen Ausgleich von Hertha BSC", sagte Jordan der "Berliner Morgenpost". Die Einigung zwischen beiden Clubs gilt als Formsache. Der 61-jährige Meyer, dessen Engagement bei Hertha BSC auf ein halbes Jahr angelegt sein soll, war von mehreren Berliner Zeitungen in ihren Samstag-Ausgaben als Favorit auf den Trainer- Posten in der Hauptstadt bezeichnet worden.

Huub Stevens hat kaum noch Hoffnung

Derweil befürchtet der am 4. Dezember entlassene Trainer Huub Stevens den Abstieg seines ehemaligen Clubs. "Wenn die Spieler nicht ab sofort sämtliche Egoismen über Bord schmeißen - ganz sicher. In Berlin gibt's kein Trainer-, da gibt's in erster Linie ein Mannschafts-Problem. Das hätte ich nicht gedacht", sagte der Niederländer in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung (Samstag- Ausgabe). Stevens zeigte sich enttäuscht über seine Ex-Spieler.

"Sie haben sich nicht so für Hertha eingesetzt, wie es ihre Pflicht gewesen wäre", meinte der 50-Jährige. "Da gab's sogar welche, denen es wichtiger war, in ihren Nationalteams zu glänzen." Namen wollte er nicht nennen. Lediglich zu dem vor der Saison verpflichteten Nationalstürmer Fredi Bobic sagte er: "Obwohl es nach draußen anders rüber kam - wir hatten bis zum Schluss viele gute Gespräche. Leider setzte er es auf dem Platz zu selten um."

Stevens, der seit dem 1. Juli 2002 in Berlin gearbeitet und in der ersten Saison Rang 5 erreicht hat, gab sich aber auch selbstkritisch: "Ich war manchmal zu sehr Sturkopf. Daraus muss ich lernen." Seine Entlassung hat er nach eigener Aussage noch nicht verarbeitet: "Ich bin im Kopf längst nicht wieder frei." In dieser Saison wolle er keinen Trainer-Posten mehr annehmen: "Was dann kommt, ist offen. Ich kann mir auch vorstellen, in Holland oder in England zu arbeiten."

Stevens war nach der 1:6-Blamage im Pokalspiel beim SV Werder Bremen ("Es war wie meine persönliche Hinrichtung") entlassen und von Amateurtrainer Andreas Thom ersetzt worden. Thom, der in den letzten drei Punktspielen vor der Winterpause zwei Unentschieden und eine Niederlage kassierte, muss seinen Platz wieder räumen.

dpa / DPA

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