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P. Köster: Kabinenpredigt: Warum Max Eberl jetzt zum FC Bayern wechseln sollte

Wenn sich die Gelegenheit bietet, sollte Mönchengladbachs Sportdirektor nach München wechseln. Denn nie war die Aufgabe so spannend wie heute. Auch wenn er dann hin und wieder bayrische Tracht tragen muss. Sagt stern-Stimme Philipp Köster.

Philipp Köster Max Eberl

Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl wird vom FC Bayern München umworben

Natürlich kann Max Eberl nicht zum FC Bayern wechseln – wenn modische Gründe entscheidend sind. Eberl, derzeit noch Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, müsse dann nämlich des Öfteren in Lederhosen herumrennen. Was Hans Meyer, Gladbacher Präsidiumsmitglied, für unrealistisch hält: "Da Max Vorstellungskraft besitzt und normal eitel ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er sich das antut."

Es kann gut sein, dass Meyer demnächst etwas erleben wird, was seine Vorstellungskraft übersteigt. Denn spätestens das 1:0 der Münchner am Sonntagabend bei der Borussia hat Max Eberl auf ebenso schmerzhafte wie faszinierende Weise die Verlockungen eines Münchner Engagements verdeutlicht. Da kickten nämlich Mannschaften aus zwei Welten gegeneinander. Hier die Borussia, engagiert, spielstark, ballsicher und dank Dieter Heckings Kumpeloffensive auch wieder psychisch intakt.

Max Eberl: Verlockung für jeden Fachmann

Kurzum: eine Mannschaft, die jederzeit ernsthaft in der Bundesliga um die Champions-League-Plätze mitspielen kann. Und dort der FC Bayern, der dem nationalen Betrieb längst entwichen ist, sich jetzt schon gedanklich mit dem Viertelfinals in der Königsklasse gegen Real Madrid beschäftigen kann und dennoch en passant und ohne übermäßigen Kraftaufwand eine Partie wie die in Gladbach siegreich bestreiten kann.

Allein der Blick auf die Bayern-Bank dürfte Eberl vor professionellem Neid schaudern gelassen haben. Eingepackt in Klubjacken saß dort eine halbe Weltauswahl, deren Gehälter signifikant über den Gesamtkosten des Gladbacher Kaders gelegen haben dürften. Mit solchen Spielern arbeiten zu dürfen und aus ihnen einen Kader zu formen, der auf Augenhöhe mit den anderen globalen Klubs kickt, dürfte für jeden Fachmann eine Verlockung sein, der kaum zu widerstehen ist.

Natürlich, es gibt starke Argumente für den Verbleib in Gladbach: ein verlässliches Umfeld, eine vergleichsweise ruhige Presselandschaft, dann natürlich die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Präsidium und finanzielle Möglichkeiten, die der Borussia ermöglichen, immer wieder oben in der Liga mitzuspielen.

Und natürlich birgt ein Engagement in München letztlich nicht zu kalkulierende Risiken. Wie sehr kann ein neuer Sportdirektor seine Vorstellungen durchsetzen, wenn in der Ebene darüber jede Personalie auch immer ein Machtkampf der beiden starken Persönlichkeiten Hoeneß und Rummenigge ist? Und läuft nicht jeder neue Manager in die Falle, aus der schon Matthias Sammer nicht herauskam, nämlich der systembedingten Beschäftigungslosigkeit? Sammer hatte für all das, was eigentlich seine Aufgabe gewesen wäre, die besten verfügbaren Fachkräfte. Und verdingte sich am Ende nur noch als tibetanische Gebetsmühle, als ritualisierter Mahner vor Schlendrian und Leichtsinn.

FC Bayern sucht eine langfristige Lösung

Klar ist: Abwarten gilt nicht. Der FC Bayern sucht jetzt eine langfristige Lösung. Einer, der den Klub mit sicherer Hand durch die anspruchsvollen nächsten Jahre führt. Denn die Münchner stehen vor einem Umbruch. Kapitän Philipp Lahm und Xabi Alonso beenden ihre Karrieren im Sommer, auch Franck Ribery und Arjen Robben, zwei der prägenden Spieler der letzten Jahre, stehen im sehr späten Herbst ihrer Karrieren. Will Eberl den Kader gestalten, der Mannschaft seine Signatur geben – dann muss er jetzt wechseln. Und sich zur Not krank melden, wenn mal wieder ein Termin in Lederhosen ansteht.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.