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Uefa-Cup Vorrunde: "Ein berauschendes Spiel"

Der FSV Mainz 05 hat gegen IB Keflavik aus Island die erste Generalprobe im internationalen Fußball bestanden. Mit 2:0 Toren können die Rheinhessen beruhigt in zwei Wochen nach Island fahren.

Europacup-Neuling FSV Mainz 05 kann für die Hauptrunde im UEFA-Pokal planen. Nach einem 90-minütigen Sturmlauf gewann der Fußball-Bundesligist am Donnerstagabend in Frankfurt das Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde gegen den isländischen Vertreter IB Keflavik mit 2:0 (1:0) und legte damit den Grundstein für das Weiterkommen. Vor 18 000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena nutzten Benjamin Auer (10.) und Christof Babatz (71./Foulelfmeter) zwei von zahlreichen Möglichkeiten der Mainzer zu den entscheidenden Treffern. Mit dem Zwei-Tore-Polster im Rücken kann die über die Fair- Play-Wertung in den Wettbewerb gekommene Elf von Jürgen Klopp dem Rückspiel am 25. August in Island ohne große Sorgen entgegensehen.

"Die Jungs haben ein berauschendes Spiel gemacht. Wir hatten noch die eine oder andere Chance, aber da gibt es keinen Vorwurf. Das ist ein Ergebnis, mit dem wir gut leben können", lobte Klopp seine Mannschaft, die in der gleichen Formation wie beim 0:1 zum Saisonauftakt in Köln begann und von Beginn an das Geschehen kontrollierte. Die frühe Führung durch Auer, der nach schöner Flanke von Benjamin Weigelt per Kopf traf, verlieh zusätzliche Sicherheit. Vor allem bei den über die Außen vorgetragenen Angriffen brannte es im Strafraum der mit Mann und Maus verteidigenden Isländer lichterloh.

Pech und Unvermögen

Doch Pech und Unvermögen brachten den FSV zunächst um den verdienten Lohn seiner Offensivbemühungen. Gäste-Torhüter Omar Johannsson verhinderte nach 23 Minuten innerhalb von 30 Sekunden mit guten Paraden gegen Babatz und Auer einen höheren Rückstand. Der FSV- Stürmer hätte dann kurz vor der Halbzeit zum 2:0 erhöhen müssen, als er erneut von Weigelt mustergültig bedient wurde, den Ball aber aus Nahdistanz mit dem Kopf nicht richtig traf.

Nach Wiederbeginn verstärkten die Rheinhessen im Frankfurter Ausweichquartier ihre Bemühungen um den zweiten Treffer, doch erwies sich Keflavik als zäherer Widersacher als die beim Europacup-Debüt mit 4:0 bezwungenen Armenier aus Aschtarak. Die Möglichkeit, frühzeitig alles klar zu machen, verpasste der eingewechselte Christian Demirtas (49.) gegen den glänzend reagierenden Johansson.

Und der Keeper des dreimaligen isländischen Meisters stand weiter im Brennpunkt. In der 59. Minute lenkte der Schlussmann einen 20 m- Kracher von Fabian Gerber reaktionsschnell zur Ecke. Sechs Minuten später stand Johansson einem Schuss von Antonio da Silva im Wege. Auf der Gegenseite verbrachte Dimo Wache bis zur 68. Minute einen geruhsamen Abend, dann musste er seine Mannschaft bei einem abgefälschten Schuss von Gudmundur Steinarsson vor dem drohenden Ausgleich bewahren. Doch praktisch im Gegenzug machte Babatz mit seinem verwandelten Strafstoß alles klar.

Eric Dobias/DPA / DPA

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