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Uefa-Pokal: Werder gewinnt knapp, HSV muss zittern

Durchwachsene Ergebnisse im Uefa-Pokal: Werder Bremen hat im Achtelfinal-Hinspiel gegen Saint-Etienne mit einem knappen Sieg seine Pflicht erfüllt. Nicht so gut lief es für den HSV: In einem packenden Duell gegen Galatasaray Istanbul reichte es gegen zehn Türken nur zu einem Remis. Im Rückspiel muss der HSV jetzt zittern.

Werder Bremen und der Hamburger SV haben in ihren Achtelfinal-Heimspielen im Uefa-Pokal bessere Ausgangspositionen verspielt. Die Bremer gewannen am Donnerstagabend im Weserstadion das Hinspiel nur mit 1:0 (1:0) gegen den französischen Vertreter AS St. Etienne. Der HSV verschenkte beim 1:1 (0:1) gar den Sieg gegen ein fast die gesamt zweite Hälfte dezimiertes Team von Galatasary Istanbul aus der Türkei.

Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit schafften die Hamburger wenigstens ein Unentschieden. Ayan Akman (32.) hatte den 17-fachen türkischen Meister zunächst in Führung geschossen. Vier Minuten nach dem Wechsel sorgte Marcell Jansen dann für den Ausgleich. Vor 52 000 Zuschauern, darunter 12 000 Fans der Türken, kam der Bundesliga-Fünften nach der Roten Karte gegen Innenverteidiger Emre Asik (53.) zwar zu hochkarätigen Möglichkeiten, aber nicht zu Treffern. "Das ist keine gute Ausgangsposition. Normalerweise muss man zwei Tore machen und keins bekommen" sagte Trainer Martin Jol.

Für Werder wird es schwer

Auch für Werder wird es beim Tabellen-17. in Frankreich nicht einfach. Trotz bester Chancen fährt Bremen nur mit einem dünnen Polster zum Rückspiel. Das Team von der Weser musste sich im Achtelfinal-Hinspiel mit einem mageren 1:0 begnügen und scheiterte dabei wieder einmal an seiner erschreckenden Chancenauswertung. Nach dem Treffer von Naldo in der 20. Minute vergaben die Bremer reihenweise beste Möglichkeiten. In einer schwachen zweiten Halbzeit konnten sich die Bremer vor 35 000 Zuschauern im Weserstadion bei ihrem Torhüter Tim Wiese bedanken, dass sie am kommenden Donnerstag mit einem Vorsprung nach Frankreich reisen können.

Bei Werder fehlte neben Mesut Özil auch Per Mertesacker wegen einer Grippe. Dafür durfte der in der Bundesliga gesperrte Naldo mitwirken. Der Rot-Sünder machte diesmal nur positiv von sich reden. Als sich die Franzosen im Strafraum um Diego schaarten und sich sein Landsmann festrannte, nutzte der Brasilianer die Chance und zirkelte den Ball mit Links unbedrängt ins Tor. Pechvogel Daniel Jenssen hatte zu diesem Zeitpunkt mit blutender Nase nach einem Ellenbogencheck (13.) schon Aaron Hunt Platz gemacht. Angetrieben vom quirligen Diego bestimmte Werder wie zu besten Zeiten Spiel und Tempo - nur die Tore fehlten.

HSV muss in die "Hölle vom Bosporus"

Genau wie beim HSV. Dank der Nachlässigkeit in der Chancenverwertung wartet viel Arbeit am nächsten Donnerstag auf den HSV, der erstmals seit 19 Jahren wieder ein Europapokal-Viertelfinale erreichen will. "Wir haben eine gute Ausgangsposition durch das 1:1. Aber unser größter Vorteil sind unsere Fans", kündigte Gala-Trainer Bülent Korkmaz, seit Februar in Istanbul Nachfolger von Michael Skibbe, an. 23 000 Zuschauer verwandeln das Ali-Sami-Yen-Stadion in die sogenannte "Hölle vom Bosporus".

DPA / DPA

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