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Kurz vor Saisonbeginn: VfL Bochum wirft Trainer Verbeek raus – Nachfolger steht schon fest

Es kriselte schon länger zwischen Trainer Gertjan Verbeek und der Führung des VfL Bochum. Nun  hat sich der Verein überraschend von dem Niederländer getrennt. Einen Nachfolger hat der Zweitligist bereits gefunden.

VfL Bochum - Trainer Gertjan Verbeek - Entlassung

Das Verhältnis zwischen Trainer Gertjan Verbeek und dem VfL Bochum galt schon länger als schwierig

Keine drei Wochen vor dem Auftakt der neuen Saison hat sich Zweitligist VfL Bochum überraschend von Trainer Gertjan Verbeek getrennt. Der Niederländer sei mit sofortiger Wirkung freigestellt worden, teilte der Club am Dienstag mit. Nachfolger des 54-Jährigen soll nach dpa-Informationen Ismail Atalan werden, der bislang den Drittligisten Sportfreunde Lotte betreute. Zuvor hatten am Dienstag darüber die "Bild"-Zeitung und "Reviersport" berichtet. Verbeek war bereits am Montagabend über den Rauswurf informiert worden, wie er bei Sport1 bestätigte. 

"Der Zeitpunkt der Freistellung kommt für viele sicherlich überraschend", wird VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter in einer Vereinsmitteilung zitiert. "Die fachlichen Qualitäten von Gertjan Verbeek sind unbestritten", fügte Hochstätter hinzu. Dennoch seien Aufsichtsrat und Vorstand zum Entschluss gekommen, mit einem neuen Trainer die Ziele des Vereins zu verfolgen. "In der jetzigen Konstellation gab es zu große Differenzen bei unseren Vorstellungen darüber", sagte Hochstätter.

Verbeek verärgerte Fans und Vereinsführung

Verbeek war seit Anfang 2015 in Bochum im Amt und besaß noch einen Vertrag bis Ende der kommenden Saison. Das Verhältnis zwischen dem Coach, Mannschaft und Vereinsspitze galt jedoch zuletzt schon als schwierig. Im Juni hatte Verbeek den Trainingsauftakt des VfL eigenmächtig und spontan um eine Stunde vorverlegt und damit Fans und Klubchefs verärgert. Im Trainingslager der Bochumer soll es zu weiteren Vorfällen gekommen sein, die schließlich zur Beurlaubung Verbeeks führten.

Die neue Spielzeit beginnt für den früheren Bundesligisten bereits in gut zwei Wochen. Der VfL empfängt zum Auftaktspiel am 28. Juli den FC St. Pauli. Der neue Trainer Atalan hatte in der Vorsaison bei den starken DFB-Pokal-Auftritten von Lotte auf sich aufmerksam gemacht. Nach Siegen gegen Werder Bremen, Bayer Leverkusen und 1860 München war erst im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund Schluss.

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Atalan folgt Lockruf des VfL Bochum

Erst Mitte Juni hatte Atalan seinen Vertrag bei den Sportfreunden verlängert, besaß darin aber die Option für einen Wechsel zu einem höherklassigen Verein. Jahn Regensburg galt nach dem Abschied von Heiko Herrlich nach Leverkusen als Interessent, bei Erzgebirge Aue hätte Atalan Nachfolger des zum FC Schalke 04 gewechselten Domenico Tedesco werden können. Doch der 37-Jährige entschied sich aus familiären Gründen zunächst für einen Verbleib in Lotte. Nun aber folgt er dem Lockruf aus Bochum.

mod / DPA

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