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Debatte um VAR: Videobeweis: Ifab will Umgang mit Abseitsregel verändern – Top-Schiedsrichter fordert Challenges

Die Fifa reagiert auf die harsche Kritik am Videobeweis und will neue Regeln einführen. Besonders der Umgang mit der Abseitsregel könnte sich verändern. Der Ex-Fifa-Schiedsrichter Mark Clattenburg schlägt weitere Änderungen vor.

Der Engländer Mark Clattenburg war früher einer der besten Schiedsrichter der Welt und arbeitet heute für den saudi-arabischen Fußballverband.

Der Engländer Mark Clattenburg war früher einer der besten Schiedsrichter der Welt und arbeitet heute für den saudi-arabischen Fußballverband.

DPA

Für den geplagten Mario Gomez klingt es vermutlich, als würde er ein verspätetes Weihnachtsgeschenk bekommen. Die Regelhüter der Weltfußballs, vertreten im International Football Association Board, haben sich offenbar vorgenommen, den zum Teil scharf kritisierten Videobeweis zu reformieren. Am 29. Februar tagt das Gremium, danach wissen wir mehr. Konkret geht es offenbar um den Umgang mit der Abseitsregel. Hauchdünne Entscheidungen sollen nicht mehr zu Ungunsten des Angreifers ausgelegt werden. Soll heißen: Wenn Gomez drei Zentimeter im Abseits steht, soll das folgende Tor nicht mehr aberkannt werden. Im Zweifel für den Angreifer soll wieder gelten. 

Gomez hatte unter der rigiden und zweifelhaften Anwendung des Videoassistenten bei Abseitsentscheidungen gelitten. Fünf Tore waren dem Angreifer des VfB Stuttgart in der 2. Liga wegen eines Abseits innerhalb von drei Spielen in der Hinrunde aberkannt worden. Bei allen Entscheidungen ging es um Zentimeter, die nur durch eine kalibrierte Linie sichtbar gemacht wurden. "Solange es die Technik nicht gibt, dass der Ball sagt: 'Jetzt habe ich den Fuß verlassen', und solange es die Kamera nicht gibt, die immer auf dem letzten Mann ist, sage ich, es ist eine Katastrophe", wetterte der frühere Nationalspieler.

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Dauerkritik zeigt Wirkung

Gomez reihte sich nur ein in die Schar der Kritiker, die kontinuierlich wächst, seit der Var vor anderthalb Jahren eingeführt wurde. Auch in der Premier League wurde die Wut in den vergangenen Wochen immer größer. Prominente Trainer wie Jürgen Klopp oder Pep Guardiola schimpften nach fragwürdigen Entscheidungen über den Videoassistenten. Neben der kalibrierten Linie richtet sich die Kritik gegen die oft minutenlangen Wartezeiten, bis ein Schiedsrichter zu einer Entscheidung kommt. Das zerrt an den Nerven der Spieler und Fans und sorgt massenweise für Frust. 

"Beim Videobeweis gehen einige Dinge in eine Richtung, die wir wohl neu justieren müssen", sagte Ifab-Generalsekretär Lukas Brud jüngst der BBC. "Wenn man mehrere Minuten braucht, um herauszufinden, ob es Abseits war oder nicht, dann ist das Ganze nicht eindeutig und offensichtlich - dann sollte die ursprüngliche Entscheidung Bestand haben." Brud will nun offenbar, dass der Var bei minimalen Abseitsstellungen nicht mehr eingreift. Wie genau die neuen Vorgaben aussehen sollen, ist bislang unbekannt. Und ob das zu weniger Kritik am Var führt, bleibt abzuwarten.

Clattenburg schlägt weitergehende Veränderungen vor

Aber offenbar sehen alle Akteure dringenden Handlungsbedarf. So hat jüngst der frühere Fifa-Schiedsrichter Mark Clattenburg in der britischen Zeitung "Daily Mail" weitergehende Anpassungen skizziert. Clattenburg schlägt in seiner Kolumne konkret fünf Änderungen vor. Er plädiert aber auch dafür, den Videobeweis beizubehalten. Er betrachtet ihn als Entwicklungsprojekt.

Hier sind die fünf Vorschläge des früheren Spitzenschiedsrichters: 

  • Die Abseitsentscheidung soll von Var-Entscheidungen ausgeschlossen und wieder wie früher nur von den Schiedsrichtern auf dem Feld beurteilt werden. Clattenburg argumentiert, dass Zentimeterentscheidungen aufgrund der (unzuverlässigen) kallibierten Linie gegen die Natur des Sports seien. Zudem sei die Warterei damit beendet und Spieler müssten sofort, ob das Tor zählt oder nicht.
  • Die Regel, nur bei einer klaren und eindeutigen Fehlentscheidung einzugreifen, muss dringend verbessert werden (Tore, Strafstöße und Platzverweise werden grundsätzlich immer überprüft). Es ist weiterhin unklar, wann eine solche Situation vorliegt. Ist ein leichter, aber übersehender Rempler bei der Entstehung eines Tores nun eine klare Fehlentscheidung oder liegt liegt sie allein im Ermessenspielraums des Schiedrichters auf dem Platz?
  • Jedes Team soll zwei Challenges pro Spiel erhalten. Wenn aus Sicht einer Mannschaft eine strittige Entscheidung vorliegt, sollte man die Überprüfung durch den Var fordern können, falls das nicht automatisch geschieht.
  • Die Schiedsrichter sollen die Monitore am Spielfeldrand häufiger nutzen - und das auch aus eigener Initiative, wenn sie bei einer Entscheidung unsicher sind. In der Bundesliga nutzen die Schiris den Monitor schon viel öfter.
  • Das Gespräch zwischen Schiedsrichter und Var soll über Mikrofone ins Stadion übertragen werden, wenn beispielsweise am Monitor eine Szene beurteilt wird. So erhöht sich die Transparenz für die Entscheidungen.

Quellen: "Daily Mail", "Sportbible.com", "Kicker"

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