Fifa-Beschluss Sperre für Argentinier und Rooney


Wegen ihrer Tätlichkeiten nach dem Viertelfinale gegen die deutsche Elf sind die Argentinier Cufre und Rodriguez von der Fifa für zwei Spiele gesperrt worden. Auch ein englischer Stürmerstar muss mit derselben Strafe leben.

Die Fifa hat die argentinischen Nationalspieler Leandro Cufre und Maxi Rodriguez für ihre Tätlichkeiten im Anschluss an das WM-Viertelfinale gegen Deutschland mit vergleichsweise milden Strafen belegt. Cufre muss für seinen gezielten Tritt in den Unterleib des deutschen Verteidigers Per Mertesacker vier Pflichtspiele pausieren und 10.000 Schweizer Franken (6400 Euro) Geldstrafe zahlen. Rodriguez, der Bastian Schweinsteiger heftig auf den Hinterkopf geschlagen hatte, wurde für zwei Partien gesperrt und muss 5000 Schweizer Franken zahlen. Das gleiche Strafmaß bekam Englands Fußballstar Wayne Rooney für seine Rote Karte nach einer Tätlichkeit gegen Ricardo Carvalho im Viertelfinale gegen Portugal.

Mit den Strafen gegen die Argentinier zog der Fußball-Weltverband einen Schlussstrich unter die Tumulte nach der Partie zwischen Deutschland und Argentinien im Berliner Olympiastadion. Bereits am Montag war der Deutsche Torsten Frings als Folge der von den Argentiniern ausgelösten Auseinandersetzung im Anschluss an das Elfmeterschießen für zwei Spiele gesperrt worden, davon einem auf Bewährung. Dadurch hatte der Bremer das WM-Halbfinale gegen Italien am Dienstag in Dortmund verpasst. Frings hatte sich mit einem Schlag ins Gesicht des Argentiniers Julio Cruz ein deutlich geringeres Vergehen geleistet als Cufre und Rodriguez. Der ihn zuvor attackierende Cruz kam ohne jede Bestrafung davon.

Cufre und Rodriguez müssen ihre Strafen bei der kommenden Südamerika-Meisterschaft abbüßen. Vor dem Turnier im Sommer 2007 in Venezuela bestreitet Argentinien keine Pflichtspiele mehr. Englands Jungstar Wayne Rooney ist in den ersten beiden Qualifikationsspielen zur EM 2008 am 2. September gegen Andorra und 6. September in Mazedonien nicht spielberechtigt. Der Stürmer hatte Carvalho bei einem Zweikampf in den Unterleib getreten.

DPA DPA

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