WM-Begeisterung Fifa erlaubt Ausweitung der Fan-Feste


Die WM-Begeisterung in Deutschland ist riesig. Vor allem bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft platzen die offiziellen Fan-Festen aus allen Nähten. Die Fifa hat nun grünes Licht für die Erweiterung der Fan-Meilen gegeben.

Nach dem unerwartet starken Ansturm auf Fanmeilen und -feste in den WM-Städten hat der Fußball-Weltverband FIFA grünes Licht für eine Ausweitung der kollektiven Fußballfeiern gegeben. "Wir haben nichts dagegen, wir freuen uns vielmehr, dass es so ein riesiges Fest geworden ist", sagte Fifa-Mediendirektor Markus Siegler. Die Städte könnten selbst entscheiden, ob sie weitere Großbildschirme aufstellen. An erster Stelle müsse aber die Sicherheit stehen. Dortmund, Berlin und Köln planen als erste Städte die Erweiterung.

Beim letzten großen Ansturm während des Deutschland-Spiels gegen Polen mussten in Leipzig, Frankfurt, Hamburg, Berlin und am Spielort Dortmund zahlreiche Zugänge zu den Fanmeilen wegen Überfüllung aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Auch in Kaiserslautern und Stuttgart gab es Probleme mit dem Massenandrang.

In Berlin plant der Senat nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" eine Ausdehnung der Dauerparty auf der Straße des 17. Juni über die Siegessäule hinaus. Beim Deutschland-Spiel gegen Polen am vergangenen Mittwoch war die Meile mit mehr als 500.000 Fans fast aus allen Nähten geplatzt. Insgesamt wurden hier seit dem WM-Start bis Freitagabend rund 2,4 Millionen Menschen gezählt.

In Köln wird es zum Spiel Schweden - England am nächsten Dienstag auf der rechten Rheinseite auf dem Deutzer Festplatz mehr Raum für die Fans geben, so dass bis zu 35.000 Fans die Übertragung verfolgen können. Leipzig würde gern erweitern, hieß es von der Stadt am Freitag. Auf dem umzäunten Augustusplatz können aber aus Sicherheitsgründen nicht mehr als etwa 15.000 Fans zugelassen werden.

Die nächsten Belastungsproben für die Kapazität der Fan-Feste stehen mit dem letzten deutschen Vorrundenspiel gegen Ecuador am Dienstag in Berlin und dem Achtelfinale mit Deutschland am nächsten Wochenende bevor. In den Westfalenhallen sollen für dieses Match weitere Großbildschirme aufgestellt werden, so dass die Besucherzahl um rund 13.000 auf 45.000 Menschen erhöht würde.

Die Zustimmung der FIFA zu einer möglichen Erweiterung musste eingeholt werden, da der Verband für die offiziellen Fan-Meilen in den zwölf WM-Städten verantwortlich zeichnet und den größten Teil der Kosten finanziert. Das Open-Air-Fernsehen gewährt die FIFA den Städten gratis. Probleme könnte es mit der Forderung nach mehr Bildleinwänden geben. Sponsor Philips kann nach eigenen Angaben keine weiteren liefern. Die Städte könnten nur versuchen, über Verleihfirmen noch zusätzliche Videowände zu beschaffen.

DPA/AP AP DPA

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