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Stimmen zum Spiel "Alle können stolz zurückfahren"


Die deutsche Nationalmannschaft hat sich im Spiel um Platz drei gegen Uruguay durchgesetzt - und freut sich über den Erfolg. Doch es mischt sich auch ein wenig Wehmut in die Feierlaune. Die Stimmen zum Spiel.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich einen kleinen Trostpreis für das verlorene Halbfinale gegen Spanien erkämpft. Im Spiel um den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Südafrika siegte das Team von Joachim Löw mit 3:2 gegen Uruguay. Die Spieler zeigten sich nach dem Sieg erleichtert und freuten sich, mit einem positiven Gefühl die Heimreise anzutreten. Die Stimmen zum Spiel.

Bundestrainer Joachim Löw: "Wir gehen nicht mit leeren Händen nach Hause. Die Mannschaft ist verdient Dritter geworden und hat heute in der zweiten Halbzeit hervorragend gekämpft. Wenn man das gesamte Turnier sieht, wie die Mannschaft gekämpft hat, ist das absolut zufriedenstellend. So gesehen können alle stolz zurückfahren nach Deutschland. Die Mannschaft hat sich nach der schweren Niederlage im Halbfinale selbst wieder hochgezogen. Das Team hat Hervorragendes geleistet, jetzt muss man sehen, wie es sich entwickelt. Wer die Personalentscheidungen in Zukunft trifft, weiß ich momentan nicht. Ich brauche jetzt ein paar Tage Ruhe und Abstand, um in mich zu gehen. Ich werde eine zeitnahe Entscheidung treffen."

Bastian Schweinsteiger:

"Das war sehr wichtig, auch für unsere Fans in Deutschland. Gott sei Dank haben wir die Partie gewonnen. Wir waren 1:2 hinten und sind dann wiedergekommen, das zeigt unsere Charakterstärke. Ich bin sehr stolz, dass ich mit dieser Mannschaft das Turnier bestreiten durfte."

DFB-Präsident Theo Zwanziger:

"Wir haben 92 Minuten wunderbaren Fußball gespielt und hochverdient gewonnen. Ich bin mächtig stolz auf diese junge Mannschaft. Wir haben einen tollen Trainer, und ich werde alles tun, dass Jogi Löw bei uns bleibt, die Mannschaft bei uns bleibt."

Bundespräsident Christian Wulff:

"Mehr kann man sich nicht wünschen: Fünf Tore und ein deutscher Sieg. Die Zuschauer weltweit nehmen die deutsche Mannschaft als sehr sympathisch wahr. Dieses Bild von Deutschland können wir uns nur wünschen."

Philipp Lahm:

"Jetzt bin ich sehr stolz. Es war wichtig, dass wir ein positives Ende geschafft haben. Anfangs ging es etwas schwer - umso beeindruckender, dass wir zum Schluss noch die Wende geschafft haben. Man kann nicht genug "Danke" sagen an alle Fans. Das war für uns eine große Motivation."

Marcell Jansen:

"Wir haben heute Moral bewiesen. So macht es einfach Spaß, es ist sensationell. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und uns nicht verunsichern lassen."

Sami Khedira:

"Wir wollten gewinnen und noch einmal ein schönes Spiel liefern. Dafür haben wir heute alles getan. Wir hatten eine sehr junge Mannschaft, für die meisten war es das erste Turnier. Da kann man noch ein Stück weit wachsen. Man hat über das gesamte Turnier gesehen, dass wir sehr viel Spaß haben und der Trainer uns sehr gut einstellt. Es würde uns sehr freuen, wenn Joachim Löw bleibt."

Hans Jörg Butt:

"Ich glaube, Deutschland kann froh sein, solch eine Truppe zu haben. Das ist eine Mannschaft, die sehr viel Potenzial hat und in den nächsten Jahren Titel gewinnen kann. Ich drücke den Jungens die Daumen. Für mich war die WM eine tolle Erfahrung. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht."

Diego Forlán, Uruguay:

"Jetzt sind wir unter den vier besten Mannschaft der Welt, das hätten wir zu Beginn nicht zu denken gewagt. Es war trotz der Niederlage insgesamt positiv. Beim Freistoß hat nur eine Winzigkeit gefehlt. Uruguays Fußball hat eine Zukunft - und die Mannschaft eine Identität. Wir wäre gerne ins Finale gekommen, aber wir haben diese sieben Spiele sehr genossen. Jetzt können wir uns ausruhen."

Oscar Tabarez, Trainer Uruguay:

"Wir haben den Zuschauern ein Spektakel geboten. Wir haben mehr Fehler gemacht als der Gegner, deshalb haben wir verloren. Fußballerisch waren wir auf einer Höhe. Es gab Jahrzehnte, wo wir uns nicht mit den Besten messen konnten. Jetzt sind wir wieder eine Weltmacht im Fußball. Vielleicht gelingt uns irgendwann mal der große Coup."

DPA/feh DPA

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