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WM 2010: Viertelfinale Uruguay - Ghana: "Urus" stürzen Afrika in Trauer

Kampf, Tempo und Dramatik. Das Viertelfinal-Spiel zwischen Uruguay und Ghana war zwar nicht hochklassig, aber hochspannend. Am Ende setzte Uruguay im Elfmeterschießen. Ghana und Afrika trauern um ihre historische Chance - die ein Mann in der 120. Minute auf dem Fuß hatte.

Drama, Pech, Kampf und Leidenschaft. Afrika weint: Der zweimalige Weltmeister Uruguay hat den Traum des Schwarzen Kontinents zerstört und sich selbst eine historische Chance eröffnet. Mit einem 4:2 im Elfmeterschießen gegen Ghana warf die Celeste die letzte afrikanische Mannschaft aus dem WM-Turnier und steht erstmals seit 40 Jahren wieder im Halbfinale einer Endrunde. Dominic Adiyiah stürzte mit seinem entscheidenden Fehlschuss im Elfmeterschießen ganz Afrika in tiefe Trauer, danach traf Sebastian Abreu sicher. Zuvor hatten die Uruguayer in der letzten Szene vor dem Elfmeterschießen noch Glück gehabt, als Asamoah Gyan einen Handelfmeter für Ghana nur an die Latte schoss (120.+1). Für seine Handabwehr auf der Linie sah Luis Suarez die rote Karte. Nach 120 Minuten stand es damit 1:1 (1:1, 0:1) gestanden.

Uruguay im Halbfinale gegen Holland

Für den Weltmeister von 1930 und 1950 hatte zuvor Torjäger Diego Forlan (55.) den Ausgleich erzielt. Sulley Muntari war vor 84.017 Zuschauern im Stadion Soccer City von Johannesburg der Torschütze zur Führung der Ghanaer (45.+2) gewesen.

Uruguay trifft nun am kommenden Dienstag in Kapstadt auf die Niederlande. Oranje hatte Rekordweltmeister Brasilien mit 2:1 gestoppt. Afrika bleibt die Runde der letzten Vier versperrt. Vor Ghana hatten nur Kamerun (1990) und Senegal (2002) das Viertelfinale einer WM erreicht. Uruguay steht unterdessen vor seinem besten Resultat seit 1970: Damals hatten die Südamerikaner nach einem 0:1 gegen Deutschland im "kleinen Finale" Rang vier belegt.

Boateng mit Fallrückzieher

Ghana begann das erste Viertelfinale seiner WM-Geschichte mit sämtlichen Wackelkandidaten: Die zuletzt angeschlagenen Hans Sarpei von Bayer Leverkusen, Kevin Boateng sowie Kapitän John Mensah waren rechtzeitig für das Spiel im Soccer-City-Stadion von Johannesburg einsatzbereit, somit fehlten nur die gesperrten Jonathan Mensah - nicht zu verwechseln mit dem Kapitän - und Andre Ayew. Für sie kamen Isaac Vorsah von 1899 Hoffenheim und das Enfant terrible Muntari zum Einsatz.

Unter den Augen von Fifa-Präsident Joseph S. Blatter und bei ohrenbetäubendem Vuvuzela-Getröte brachte das Team zunächst nicht viel zustande. Die Black Stars wirkten nervös, Kevin Boateng mühte sich im Mittelfeld vergeblich, das Spiel zu ordnen.

Uruguay erwischte den besser Start. Einen Schuss von Luis Suarez und einen Eckball von Diego Forlan, den Mensah noch abfälschte, parierte Ghanas Torwart Richard Kingson reaktionsschnell (11./18.). Probleme hatte der Schlussmann bei einem 40-Meter-Schuss von Forlan (14.).

Dramatische Verlängerung

Uruguay konnte seine anfängliche Überlegenheit nicht nutzen, auch nicht bei einem 15-Meter-Schuss von Torjäger Suarez: Kingson lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte (26.). Ghana wurde ein bisschen mutiger und besaß selbst Chancen zur Führung: Ein Kopfball von Vorsah und ein Schuss von Gyan strichen jeweils nur um Zentimeter am Tor vorbei (30./31.).

Boateng, der die Chance von Gyan mit einem schönen Pass eingeleitet hatte, puschte das Publikum anschließend zusätzlich mit Gesten auf, auch seine Mitspieler riss er mit. Ghana kam besser ins Spiel, der gebürtige Berliner trug mit starken Pässen seinen großen Teil dazu bei. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schlug es plötzlich hinter Uruguays Torwart Fernando Muslera ein: "Bad Boy" Muntari hatte aus über 30 Metern getroffen.

Nach der Pause wirkten die Südamerikaner entschlossener, sie profitierten beim 1:1 allerdings von einem Patzer von Kingson, der Forlans Freistoß aus 20 Metern passieren ließ. Danach war Uruguay zunächst dem Siegtreffer näher als Ghana, ehe sich bei beiden Mannschaft zunehmend ein Kräfteverschleiß bemerkbar machte und Gyan den Handelfmeter in der hochdramatischen Schlussminute verschoss.

"So ist Fußball"

"Ich bin am Ende. Was für ein Spiel. Es ist unglaublich", stammelte Torschütze Forlan nach dem Ende der Partie. "Ich bin stolz auf das Team. Jetzt werden wir erst mal feiern und dann wollen wir die Holländer schlagen. Wir haben nicht gut gespielt, aber der Sieg war verdient. Ich bin sprachlos", meinte Trainer Tabarez. Und Sebastian Abreu, der den letzten Elfmeter verwandelte, jubelte: "Wir haben Geschichte geschrieben."

Geschichte schreiben wollten eigentlich auch die Ghanaer. Doch statt Freudentaumel regiert in Afrika nun die Trauer. "So ist Fußball", sagte Ghanas serbischer Trainer Milovan Rajevac mit versteinerter Miene, während seine Spieler in Tränen versanken.

SID/feh / SID

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(