WM-Achtelfinale: Deutschland gegen England Neuer träumt schon vom Elfmeterschießen


Der Erzrivale kann kommen: Deutschlands Torwart Nr. 1, Manuel Neuer, ist bereit für den Klassiker gegen England - ein Elfmeterschießen nicht ausgeschlossen.

Manuel Neuer sieht sich gewappnet: Nach der bestandenen WM-Reifeprüfung dachte der Schalker Keeper bereits an den nächsten möglichen Höhepunkt seiner steilen Torwartkarriere. "Wenn es so weit kommt, dann bin ich bereit. Ich glaube an mich, auch bei einem möglichen Elfmeterschießen", sagte er mit Blick auf den Klassiker im WM-Achtelfinale gegen England am Sonntag, den Deutschland in der Vergangenheit schon einige Mal im Shootout für sich entschieden hat.

Auch wenn der Torhüter der Königsblauen, der beim 1:0 im letzten Gruppenspiel der DFB-Auswahl gegen Ghana erstmals bei der WM in Südafrika richtig gefordert worden war, einen Sieg in der normalen Spielzeit gegen Wayne Rooney und Kollegen vorziehen würde, ist ihm vor einem Elfmeterschießen nicht angst und bange. "Wir haben gute Leute, die mich bestens auf diese Aufgabe vorbereiten", sagte der 24-Jährige.

Gemeint hat Neuer damit in erster Linie Bundestorwarttrainer Andreas Köpke, der 1996 zwischen den Pfosten selbst schon einmal zum Helden der deutschen Mannschaft geworden war. Im EM-Halbfinale hatte Köpke beim Stand von 5:5 den Elfmeter von Gareth Southgate abgewehrt, anschließend hatte Andreas Möller den Einzug ins Endspiel gegen Tschechien perfekt gemacht, das Deutschland 2:1 n.V. gewann.

Weltmeister werden - mit 24 Jahren

"Andreas Köpke wird mir für den Fall der Fälle wichtige Tipps geben können. Ich muss aufpassen und das Memory-Spiel mitmachen", sagte Neuer scherzhaft in Anbetracht der vielen Dinge, die er sich über die möglichen Elfmeterschießen der Engländer eintrichtern muss. Einen Ratschlag bei seinem Vorbild Jens Lehmann, der bei der WM 2006 im Viertelfinale gegen Argentinien im Elfmeterschießen nicht zuletzt dank des berühmten Spickzettels von Köpke im Schoner zweimal die Oberhand behielt, hat er sich noch nicht geholt.

"Ich habe ihn zweimal am Spielfeldrand gesehen, wo er als TV-Kommentator stand. Mit ihm geredet habe ich aber noch nicht", sagte Neuer, der sich auch ohne den Zuspruch von Lehmann als dessen legitimer Nachfolger sieht.

"Ich habe mich schnell daran gewöhnt, die Nummer eins zu sein und gehe auch in das nächste Spiel mit breiter Brust", sagte der gebürtige Gelsenkirchener. Dass er gegen Ghana zeigen konnte, "was ich drauf habe", sei für ihn eine Genugtuung gewesen: "Ich konnte der Mannschaft zeigen, dass sie sich auf mich verlassen hat, ihr Sicherheit gebe. Die Mitspieler wissen, dass sie mich in brenzligen Situationen immer anspielen können", sagte Neuer, für den die WM am Kap noch lange nicht zu Ende ist: "Bodo Illgner wurde mit 23 Jahren Weltmeister. Vielleicht klappt es für mich mit 24 Jahren."

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SID/dab SID

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