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WM 2014: Elfmeterschießen gegen Chile: Torhüter Cesar und der Pfosten retten Brasilien

Es war ein spannendes und hochklassiges Achtelfinale: Im Elfmeterschießen hat sich Gastgeber Brasilien gegen bärenstarke Chilenen durchgesetzt. Die Selecao steht im Viertelfinale.

Völlig losgelöst sprintete Julio Cesar nach dieser an Dramatik kaum zu überbietenden Nervenschlacht in die Arme seiner Teamkollegen. Jungstar Neymar fiel glücklich zu Boden und verdrückte ein paar Tränen. Gastgeber Brasilien hat das befürchtete WM-Trauma in einem Elfmeterkrimi gerade noch abgewendet und darf weiter von der ersehnten "Hexacampeão" träumen. Aber was haben sie gezittert, gehofft, gebetet - und am Ende gejubelt. Riesengroß war die Erleichterung bei der Seleção und im ganzen Land nach dem glücklichen 3:2 am Samstag im Elfmeterschießen des WM-Achtelfinals gegen den bärenstarken Südamerika-Rivalen Chile, nachdem es am Ende von 120 Minuten 1:1 (1:1, 1:1) gestanden hatte.

Bedanken konnten sie sich bei Routinier Julio Cesar, der auf seine alten Tage zur Höchstform auflief. Zweimal parierte der 34-Jährige im Elfmeterschießen gegen Mauricio Pinella und Alexis Sanchez, beim letzten Schuss von Gonzalo Jara an den Pfosten musste er nicht mehr eingreifen.

Stimmen zum Spiel

Julio Cesar, Brasilien: "Vor vier Jahren, da war ich sehr traurig. Jetzt weine ich wieder, aber vor Glück. Nur Gott und meine Familie wissen, was ich durchgemacht habe. Meine Geschichte in der Seleção ist noch nicht zu Ende."

Arturo Vidal, Chile:

"Es ist schwer, so auszuscheiden. Wir haben ein ausgezeichnetes Spiel gemacht. Wir haben gesagt, dass wir alles auf dem Platz geben werden, das haben wir gemacht."

Es war ein Abnutzungskampf

Gleich von Beginn an entwickelte sich ein erbarmungsloser Abnutzungskampf, ein intensives Spiel mit viel Tempo, Leidenschaft und harten Zweikämpfen. Gefordert war gleich der englische Referee Howard Webb, der vor vier Jahren das Brutalo-Finale von Johannesburg zwischen Spanien und Holland geleitet hatte, als es auf beiden Seiten zur Sache ging. Insbesondere der brasilianische Stürmer Neymar, der mit vier Toren zu den Superstars in der Vorrunde gehörte, wurde von den Chilenen hart angegangen. Webb war aber voll auf der Höhe, entschied bei kniffligen Tacklings im Strafraum genauso richtig wie bei einem nicht gegebenen Tor von Hulk wegen Handspiels (55.) und zeigte auch sonst das nötige Fingerspitzengefühl.

Im Vergleich zu den doch bescheidenen Auftritten in der Vorrunde zeigten sich die Brasilianer diesmal stark verbessert. Getragen vom lautstarken Anhang drängte die Mannschaft von Trainer Luiz Felipe Scolari den Südamerika-Rivalen gleich in die eigene Hälfte zurück und wurde erstmals den hohen Ansprüchen gerecht. Hatte Marcelo mit einem 18-Meter-Schuss das Ziel verfehlt (6.) und sich Neymar bei einem blitzschnell vorgetragenen Angriff noch verzettelt (16.), war es in der 18. Minute passiert. Nach einer Ecke von Neymar verlängerte Thiago Silva per Kopf den Ball auf den einschussbereiten David Luiz. Der Rettungsversuch von Gonzalo Jara landete im eigenen Tor. Offiziell zugeschrieben wurde das Tor zunächst aber Verteidiger Luiz, dessen Einsatz wegen Rückenbeschwerden lange fraglich war.

Packendes Duell in Halbzeit eins

In der Folgezeit konnte sich Neymar zunehmend aus der Umklammerung lösen und das Spiel an sich reißen. Vor allem wenn der Jungstar Platz hatte, seine Schnelligkeit auszuspielen, wurde es brandgefährlich (26.). Umso bitterer, dass ein eigener Fehler den Gastgeber zurückwarf. Einen zu kurz gespielten Pass von Hulk fing Eduardo Vargas ab und bediente Barcelona-Star Alexis Sanchez, der sich die Chance zu seinem zweiten Turniertreffer nicht nehmen ließ.

Brasilien reagierte mit wütenden Angriffen auf den Ausgleich, hatte aber gleich mehrmals Pech. Ein Kopfball von Neymar nach Pass von Oscar streifte den Pfosten (36.), Fred setzte den Ball nach einem Neymar-Solo freistehend über das Tor (39.) und bei einem Distanzschuss von Dani Alves war Torhüter Claudio Bravo zur Stelle (42.). Auf der Gegenseite hätte aber auch Charles Aranguiz nach feinem Pass von Sanchez für den nächsten Tiefschlag sorgen können (45.+1). Wieviele Emotionen im Spiel waren, bewiesen die Wortgefechte unter den Spielern zum Pausenpfiff.

Hulk-Tor wegen Hand aberkannt

Und es ging im zweiten Durchgang gleich rasant weiter. Erst ein Distanzschuss von Fernandinho knapp neben das Tor (49.), dann jubelte Brasilien über Hulk, doch Webb hatte das Handspiel vorher gesehen. Der englische Referee lag auch bei den Gelben Karten richtig. Dabei erhielten der Wolfsburger Luiz Gustavo bei Brasilien sowie Eugenio Mena und Francisco Silva die zweite Gelbe Karte.

In der 64. Minute stockte den brasilianischen Fans der Atem: Nach Zuspiel des Ex-Leverkuseners Vidal zwang Aranguiz den brasilianischen Keeper Julio Cesar zu einer Weltklasse-Parade. Dann war plötzlich wieder Brasilien am Zug: Erst verpasst der eingewechselte Jo knapp das Tor (74.), dann parierte Bravo bei einem Neymar-Kopfball (81.).

Pinilla trifft nur die Latte

So ging es in die Verlängerung, in der die Chilenen vor allem auf Ergebnissicherung bedacht waren. Den Brasilianern fiel nicht mehr all zu viel ein, was auch dem großen Kraftverschleiß geschuldet war. Doch in der 120. Minute wurde es doch dramatisch, als der eingewechselte Mauricio Pinilla die Latte traf, im Gegenzug scheiterte Ramires knapp.

feh/DPA / DPA

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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?