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WM 2014 kurios: Jesus ist ein Azzurro

Stars und Helden der WM kennt jeder. Aber was ist mit den Pechvögeln, den Verlierern und den Geschichten am Rande des Fußballs? Hier werden Sie fündig.

Jesus ist ein Italiener

Ein Werbespot in eigener Sache hat dem italienischen TV-Sender "Rai" Ärger mit der katholischen Kirche in Brasilien eingebracht. In dem Spot sieht man unter anderem brasilianische Kids beim Fußballspielen und einen Capoeira-Tänzer. Das Ungewöhnliche ist, dass sie alle italienische Nationalrikots tragen. Der Spot endet mit einem Blick auf die Jesus-Statue, die hoch über Rio de Janeiro thront - und ebenfalls ein Trikot der Azzurri trägt. Die Erzdiözese Rio de Janeiro hat bei der "Rai" gegen die Darstellung des Heiligtums protestiert - und forderte mehrere Millionen Euro für die Darstellung. Aber nicht, weil religiöse Gefühle verletzt wurden, sondern weil sich die Statue im Besitz der Diözese befindet.

10. Juni: Ein Komiker erklärt uns die WM

Late-Night-Talker und Komiker John Oliver hat den Amerikanern in überraschend klarer Weise die Fußball-WM in Brasilien erklärt - und zwar nach dem Wurst-Prinzip. Das funktioniert so: Wenn Du etwas liebst, finde niemals heraus, woraus es gemacht wurde. Für alle Fans, die dem Beginn des Fußballfestes entgegenfiebern, gilt das Gleiche. Wenn Sie sich den Spaß nicht verderben lassen wollen, sollten Sie sich nicht allzu kritisch mit der WM-Organisation beschäftigen.

Ein paar Kostproben aus dem Video: Brasilien baut ein millionenteures Stadion im Dschungel von Manaus, das nur für vier WM-Spiele genutzt wird. Gleichzeitig verzichtet das Land freiwillig auf 240 Millionen Dollar an Steuern, von denen die Fifa und ihre Funktionäre befreit sind. Oder: Bier ist seit Jahren in brasilianischen Stadien verboten, weil es wegen betrunkener Fans immer wieder zu Todesfällen kam. Einer der Fifa-Hauptsponsoren heißt allerdings Budweiser, der US-Bier-Gigant. Also ist Bier in den Stadien zur WM erlaubt. Höhnisch kommentiert Oliver die Aussage von Fifa-Präsident Sepp Batter, die Fußball-Weltorganisation sei eine "Non-Profit-Organisation". Und dann gibt es ja noch die omninöse Vergabe der WM an Katar, ein Land, in dem im Sommer bei weit über 40 Grad Fußballspielen unmöglich ist. Anders ausgedrückt: Bestechung und Fifa gehören eben zusammen. Sehen Sie Sich doch einfach das Video an.

tis

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