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Remis gegen den Iran: Ronaldos mieser Abend: Verschossener Elfer, eine (halbe) Tätlichkeit, kein Gruppensieg

Die Festspiele von Cristiano Ronaldo fanden im letzten Gruppenspiel gegen den Iran ein Ende: Elfer verschossen, knapp einem Platzverweis entgangen und den Gruppensieg an Spanien verloren. Hämische Reaktionen der Fußballfans ließen nicht lange auf sich warten.

Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo hatte im Spiel gegen den Iran kein Glück.

Getty Images

Portugal steht nach einer überaus mäßigen Leistung gegen den Iran im Achtelfinale. Ricardo Quaresma brachte die Portugiesen per Traumtor in Führung, die Karim Ansarifard in der Nachspielzeit per Handelfmeter ausglich. Damit war der Gruppensieg dahin, darüber durfte sich Spanien nach dem 2:2 gegen Marokko freuen. 

Dabei hätte ausgerechnet Superstar Cristiano Ronaldo für den Sieg sorgen können. Nach einem Foul an ihm selbst, das Referee Enrique Caceres erst nach dem Hinzuziehen des Videobeweises ahndete, scheiterte der Torjäger vom Punkt an Keeper Beiranvand. Ein herber Rückschlag für CR7, hatte er doch bis zu Quaresmas Treffer alle vier Treffer der Portugiesen selbst erzielt. 

Cristiano Ronaldo mit grenzwertigem Foul

Kurz vor Schluss wäre der 33-Jährige auch noch fast vom Platz geflogen. Nach einer vermeintlichen Tätlichkeit an Pouraliganji, die der Schiedsrichter nicht wahrgenommen hat, kam der Videobeweis erneut zum Einsatz. Der Referee entschied auf Foul und nicht auf Tätlichkeit, wodurch Ronaldo mit der Gelben Karte davonkam, auch wenn er selbst mit der Verwarnung ganz offensichtlich nicht einverstanden war. Damit fanden die Ronaldo-Festspiele der bisherigen Gruppenphase ein aus portugiesischer Sicht nicht so glückliches Ende. Wie es bei der Reizfigur von Real Madrid üblich ist, gab es zum Auftritt des Mannes mit dem Ziegenbart auf Twitter reichlich hämische Kommentare. Hier eine Auswahl: 

Möglicherweise gibt es für Ronaldos missglückten Auftritt eine einfache Erklärung. Mit einer Vorbereitung der etwas unfairen Art hatten iranische Fußballfans versucht, ihrer Mannschaft vor dem Spiel gegen Portugal einen Vorteil zu verschaffen. Die Anhänger störten in der Nacht mit Gesängen und Trommeln vor dem Hotel der portugiesischen Nationalmannschaft die Nachtruhe des Superstars. Ronaldo versuchte persönlich, die Anhänger um Ruhe zu bitten, wie Internetvideos zeigen. Dort ist zu sehen, wie Ronaldo die Hände unter dem Kopf faltet und damit um Ruhe zum Schlafen bittet.

Die Fans ließen sich davon aber nicht aufhalten und sangen vor dem Hotel im Stadtzentrum munter weiter. Sollte Ronaldo aber im Achtelfinale gegen Uruguay wieder drei Tore - wie schon gegen Spanien - schießen, dürfte der verpatzte Elfmeter auch schnell wieder vergessen sein. 

Mit vor Freude verzerrtem Gesicht dreht Cristiano Ronaldo nach einem Tor gegen Spanien über den Rasen ab

vit

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