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Sicherheitsbedenken: "Besorgniserregende Entwicklung": Dopingexperte Hajo Seppelt fährt nicht nach Russland

ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt wird wegen Sicherheitsbedenken nicht zur WM nach Russland fahren. Ein Gespräch der ARD-Verantwortlichen mit Bundesaußenminister Heiko Maas brachte die Entscheidung.

Doping-Experte Hajo Seppelt

Der ARD-Journalist und Doping-Experte Hajo Seppelt fährt nicht zur WM nach Russland.

DPA

Hajo Seppelt, Dopingexperte der ARD, wird nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland reisen. Wie die Tagesthemen berichteten, sei das Risiko für den 55 Jahre alten TV-Journalisten nach einer Analyse der Bundessicherheitsbehörden, darunter das Bundeskriminalamt (BKA), der Nachrichtendienste und das Landeskriminalamt Berlin (LKA), zu groß. Die Entscheidung sei nach einem Gespräch von ARD-Verantwortlichen mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) getroffen worden. 

In der Begründung hieß es, "dass das Auswärtige Amt die Analysen auch der zuständigen Innenbehörden ernst nehmen müsse und mit Blick auf Sicherheitsfragen zu keiner andersgelagerten Einschätzung gelangen könne."

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky erklärte in einer Pressemitteilung des Ersten: "Die Sicherheit von Hajo Seppelt steht bei uns an erster Stelle. Aus diesem Grund haben wir uns nach intensiver Prüfung der Sachlage und unter Berücksichtigung aller Informationen, die uns vorliegen, für diesen Weg entschieden."

Hajo Seppelt bedauert die Entwicklung

Auch Hajo Seppelt äußerte sich nach der Entscheidung: "Ich bedaure die Entwicklung, aber trage die Entscheidung mit. Den Sicherheitswarnungen des Bundeskriminalamtes kann ich mich nicht verschließen. Insgesamt ist es eine besorgniserregende Entwicklung für den Sportjournalismus, wenn die Ausübung des Jobs bei der Fußball-WM mit kaum kalkulierbaren Risiken und womöglich folgenschweren Konsequenzen verbunden ist."

Seppelt hatte wesentlich zur Aufklärung des systematischen Sportbetrugs in Russland beigetragen und gilt deshalb in dem WM-Ausrichterland als Staatsfeind. Dem Berliner Journalisten war im Mai das Visum für die WM verweigert worden. Diese Entscheidung war - auch auf internationalen Druck - von Russland wieder zurückgenommen worden. Der Berliner sollte im Falle einer Einreise aber zu den laufenden russischen Ermittlungen gegen den Doping-Kronzeugen Grigori Rodschenkow vernommen werden.

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vit / DPA

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