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Olympia in Sotschi: USA verbieten Flüssigkeiten im Handgepäck

Aus Angst vor Terroranschlägen dürfen Passagiere auf dem Weg nach Russland keine Flüssigkeiten mehr mit sich tragen. Die Sportler sind dazu aufgerufen, keine US-Symbole zur Schau zu stellen.

Wenige Stunden vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi untersagen die USA vorübergehend jegliche Flüssigkeiten im Handgepäck auf Flügen nach Russland. Das Verbot der nationalen Behörde für Transportsicherheit TSA gelte auch für Gels und Spraydosen, berichtet der TV-Sender ABC unter Berufung auf einen Beamten.

Bereits am Mittwoch hatten die USA vor Sprengstoff in Zahnpasta-Tuben in Flugzeugen auf dem Weg nach Russland gewarnt. Terroristen könnten in Tuben oder Kosmetik-Behältern Sprengstoff-Bestandteile an Bord schmuggeln. Während des Fluges könnten sie daraus Bomben bauen. Das würden Erkenntnisse der US-Geheimdienste nahelegen.

Die Winterspiele in Sotschi werden an diesem Freitag unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen eröffnet. Zuvor gab es Terrordrohungen von Islamisten. Im Dezember kamen bei Attentaten in Wolgograd - gut 600 Kilometer von Sotschi entfernt - mehr als 30 Menschen ums Leben.

40.00 Sicherheitskräfte sind rund um Sotschi im Einsatz

Die russische Schwarzmeerstadt gleicht schon seit Wochen einer Festung: Dort und in der Umgebung sind rund 40.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Für die Sicherheit sollen zudem Überwachungssatelliten, Drohnen und Boden-Luft-Raketen sorgen. Im Schwarzen Meer kreuzen während der Spiele zwei US-Kriegsschiffe. Im Notfall sollen sie die russischen Sicherheitskräfte unterstützen.

Die USA sorgen sich seit Wochen um die Sicherheit ihrer Sportler und Zuschauer in Sotschi. Wettkämpfer sollten die Team-Kleidung mit der US-Flagge außerhalb des Olympischen Dorfes nicht offen zur Schau tragen, warnten Regierung und das nationale Olympische Komitee.

US-Präsident Obama nennt Russlands Sicherheitsvorkehrungen "gewaltig"

US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Sicherheitsbemühungen der russischen Behörden als "gewaltig". In einem Interview mit dem Fernsehsender NBC sagte Obama, der russische Einsatz zur Verhinderung eines möglichen Terroranschlags oder von Gewalt bei den Winterspielen sei enorm. "Sie haben eine Menge Mittel aufgewendet", sagte Obama angesichts der bislang beispiellosen Sicherheitsmaßnahmen bei Olympischen Spielen. "Wir stehen in ständigem Informationsaustausch mit ihnen sowohl auf der Ebene der Strafverfolgung als auch auf der militärischen und der geheimdienstlichen Ebene", sagte Obama in dem Interview. Die USA arbeiteten mit den russischen Behörden permanent zusammen, damit nicht nur "unsere Athleten sicher sind, sondern jeder, der diese Spiele besucht".

nck/DPA/AFP / DPA

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