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Olympia 2014: Sachenbacher-Stehle bestreitet "hartes" Doping

Evi Sachenbacher-Stehle geht in die Offensive: Über ihre Anwälte ließ die Biathletin jetzt mitteilen, dass sie nie bewusst oder gar vorsätzlich gedopt habe.

Die Anwälte von Evi Sachenbacher-Stehle haben den Vorwurf von bewusstem oder "gar vorsätzlichem" Doping der Biathletin bestritten. "Es gibt nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen hierfür auch keinerlei Anhaltspunkte", hieß es in einer Mitteilung am Montag, die ihr Management veröffentlichte. Sachenbacher-Stehle sei "nach wie vor geschockt".

Sie war bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi positiv auf das Stimulanzmittel Methylhexanamin getestet worden. Die Substanz wird vielen Nahrungsergänzungsmitteln illegal zugesetzt. Die Präparate werden unter anderem zur "Verbesserung der Sauerstoffkapazität bei harten Belastungen" intensiv beworben.

Kein "hartes Doping"

Fest stehe auch, heißt es in der Mitteilung weiter, "dass die positive Doping-Probe nicht auf "hartes Doping" zurückzuführen sei", betonten die Anwälte in ihrem Schreiben. Die Ursache liege möglicherweise "in dem teilweise unübersichtlichen Markt" von sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln. "Doch nicht einmal das ist derzeit abschließend gesichert."

Sachenbacher-Stehle selbst will sich wieder persönlich äußern, wenn die Ursache für die positive Probe "eindeutig feststeht", erklärten ihre Anwälte. Die zweimalige Ski-Langlauf-Olympiasiegerin will in den kommenden Tagen bei der lückenlosen Aufklärung des Sachverhalts mithelfen. Am Montag wollte man daher insbesondere mit dem Deutschen Ski-Verband Kontakt aufnehmen, um die weiteren Schritte gemeinsam zu besprechen, hieß es.

DSV will Sachenbacher-Stehle unterstützen

Der DSV hatte schon in Sotschi angekündigt, die Athletin soweit es geht zu unterstützen. Nach Bekanntwerden des Falles hatte das bayerische LKA die Wohnung von Sachenbacher-Stehle und den Olympiastützpunkt in Ruhpolding nach Beweisen durchsucht.

Sollte die Internationale Biathlon-Union bei der Bewertung der Doping-Affäre zu der Überzeugung kommen, dass Sachenbacher-Stehle nicht absichtlich ihre Leistung steigern wollte, dann könnte es bei einer Abmahnung bleiben. Im Fall von vorsätzlichem Doping droht ihr eine Sperre von bis zu zwei Jahren.

tis/DPA / DPA

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