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Basketball-WM: Australien lässt Deutschland keine Chance

Das dritte Spiel in drei Tagen - das war zu viel für die junge deutsche Basketball-Mannschaft. Gegen die australischen "Boomers" waren die Deutschen chancenlos. Das WM-Achtelfinale kann die Mannschaft aber noch aus eigener Kraft erreichen.

Einen Tag nach der WM-Sensation gegen Serbien sind die deutschen Basketballer unsanft in die Realität zurückgeholt worden. Gegen Australien kassierte das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann am Montag eine bittere 43:78-Klatsche, hat aber nach wie vor alle Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale. Dazu könnte schon ein weiterer Sieg aus den beiden verbleibenden Partien gegen Angola am Mittwoch und Gruppen-Schlusslicht Jordanien am Donnerstag genügen.

24 Stunden nach dem kräftezehrenden 82:81-Erfolg nach zweimaliger Verlängerung gegen den Vize-Europameister waren Robert Benzing mit elf Zählern und Geburtstagskind Tim Ohlbrecht mit zehn Punkten beste Werfer in der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Insgesamt lief bei der jüngsten deutschen Mannschaft, die je bei einer Weltmeisterschaft dabei war, aber nichts zusammen. Auch die zuletzt starken Routiniers Jan-Hendrik Jagla und Demond Greene fanden zu keiner Zeit ihren Rhythmus.

Spielbeginn verschlafen

Bauermann hatte schon vor der Partie vor den Australiern gewarnt. "Sie haben eine sehr ausgeglichen besetzte Mannschaft. Für mich sind sie stärker besetzt als die Serben", sagte der Nationalcoach. Dass seine junge Truppe gegen die "Boomers" aber derart chancenlos sein würde, hatte auch der 52-Jährige nicht erwartet.

Doch nach dem Coup gegen die Serben fehlte den deutschen Korbjägern die nötige Frische. Die deutschen Talente verschliefen beim dritten Spiel innerhalb von drei Tagen das erste Viertel komplett und leisteten sich einige haarsträubende Fehler. Selbst eine Auszeit und zahlreiche Wechsel konnten die DBB-Auswahl nicht aus ihrer Lethargie wecken - nach den ersten zehn Minuten führten die Australier mit zwölf Punkten (19:7).

Minutenlang ohne Korb

Auch im zweiten Abschnitt wachte die deutsche Mannschaft nicht auf. Bauermann versuchte zwar immer wieder, seine Schützlinge aufzurütteln. Die Beine blieben aber schwer, der Kopf müde. 27 Prozent Trefferquote aus dem Feld und 11 Ballverluste lautete die ernüchternde Bilanz zur Pause, im zweiten Viertel blieb das deutsche Team fast sieben Minuten ohne Korb.

Die mit den beiden NBA-Profis David Andersen (Toronto Raptors) und Patrick Mills (Portland Trail Blazers) angetretenen Australier hatten die bittere Zwei-Punkt-Niederlage gegen Argentinien am Sonntag dagegen gut weggesteckt und bauten den Vorsprung bis zur Pause auf 18 Zähler aus. Nach dem Seitenwechsel mühte sich die DBB-Equipe zwar um Ergebniskosmetik, doch selbst einfachste Aktionen wollten den müden deutschen Korbjägern an diesem rabenschwarzen Tag nicht gelingen.

swd/DPA / DPA

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