VG-Wort Pixel

Eishockey Eishockey-WM - Deutschland nach Niederlage gegen Schweden unter Druck


Das Viertelfinale ist erst mal in weite Ferne gerückt. Nach der dritten Niederlage in Folge wird es für die deutsche Nationalmannschaft bei der Eishockey-WM eng. Die nächsten zwei Spiele muss das Team gewinnen. Kapitän Marcel Goc übte Kritik.

Kapitän Marcel Goc war bedient. Kopfschüttelnd stapfte der einzige NHL-Star im deutschen Eishockey-WM-Kader vom Eis und konnte sich kaum beruhigen. "Einfacher spielen, wir müssen einfacher spielen“, predigte der Stürmer der Florida Panthers immer wieder nach dem 2:5 in Stockholm gegen WM-Co-Gastgeber Schweden.

Aus der NHL ist Goc es gewohnt, mit den Besten der Besten mithalten zu können. Hier, bei dieser WM stößt er mit dem deutschen Team an seine Grenzen. Gegen die Top-Nationen Schweden und am Tag zuvor gegen Rekordchampion Russland wurden die kleinsten Abspielfehler aus der eigenen Zone eiskalt bestraft. "Das ist extrem bitter“, stöhnte Philip Gogulla.

Wichtige Spiele gegen Dänemark und Norwegen

Deutschland spielte nicht schlecht, bekam aber eine Lehrstunde in Sachen Effizienz erteilt. Dort wo die deutschen Stürmer beste Chancen liegen ließen, schlugen die schwedischen NHL-Superstars zu. Während die meisten deutschen Spieler die Niederlage schnell abhaken wollten, um sich auf die nun entscheidenden Duelle um den Viertelfinaleinzug gegen die direkte Konkurrenz aus Dänemark und Norwegen zu konzentrieren, fiel die Kritik der Leistungsträger im Team auf.

Leichte Fehler vermeiden

"Gegen Russland haben wir gesehen, wie es gehen kann. Da ist es egal, ob das schön aussieht oder nicht“, befand Goc. Den 28 Jahre alten Kapitän nervten die Leichtsinnsfehler in der Abwehr. Genau wie Torhüter Dennis Endras, der mit seinen Paraden Deutschland lange im Spiel gehalten hatte. "Die haben mit uns Katz und Maus gespielt“, schimpfte Endras.

Bundestrainer Jakob Kölliker begrüßte die Kritik seiner besten Spieler. "Nach einer Niederlage soll niemand frohlocken. Das muss so sein“, befand der Schweizer. Auch Kölliker hat den Anspruch, gegen die Top-Nationen zu bestehen. Immer die selben Fehler beim Spiel aus der eigenen Zone hatten am Tag vor dem Russland-Spiel schon zu einem Wutausbruch beim Training geführt.

Deutsches Team mit hohem Pensum

Größte Herausforderung ist es nach vier Spielen in sechs Tagen und den beiden letzten Partien binnen 48 Stunden, die Köpfe frei zu bekommen und den Akku wieder aufzuladen. "In der Defensive standen wir lange sehr gut und taten uns danach sehr schwer mit Fehlpässen. Da kommt vielleicht auch die geistige Müdigkeit dazu", sagte Kölliker.

Aufgeben werden die Spieler aber keineswegs. "Druck ist auf jeden Fall da, aber daran werden wir nicht zerbrechen. Wir wussten vorher, dass wir diese Spiele gewinnen müssen und das wollen wir auch tun“, versprach Kai Hospelt.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker