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Klitschko-Fight: Don King dreht wieder durch

Neues vom Mann mit der Starkstromfrisur: Der mächtige Box-Promoter und Clownverschlucker Don King hat Wladimir Klitschko vor dem "Kniescheiben-Zertrümmerungsschlag" gewarnt. Genau diesen würde sein Schützling anwenden, um Klitschko im März in Rente zu schicken.

Box-Promoter Don King hat Weltmeister Wladimir Klitschko das abrupte Ende seiner sportlichen Karriere prophezeit. Der IBF-Champion aus der Ukraine werde nach dem WM-Kampf gegen Ray Austin (USA) am 10. März in Mannheim "viel Zeit haben, Golf zu spielen", sagte King bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag in der Mannheimer SAP-Arena. Der bei ihm unter Vertrag stehende Austin werde Klitschko in Rente schicken. Als kluger Mann mit Doktortitel könne der Ukrainer dann als Lehrer oder Arzt arbeiten, riet King und schwenkte Fähnchen.

Schwergewichts-Duell soll Geschichte schreiben

Klitschko überließ dem exzentrischen Promoter das Feld und bildete den seriösen und sachlichen Gegenpol. "Ich möchte die Aussagen nicht kommentieren", entgegnete der 30 Jahre alte Weltmeister auf den Redeschwall des von ihm nicht geschätzten King. Der Amerikaner beglückwünschte Klitschko zur ausgewählten Halle, denn die 13 500 Zuschauer fassende Arena in Mannheim sei "ein guter Ort, um k.o. zu gehen". Das Schwergewichts-Duell werde Geschichte schreiben.

In Acht nehmen soll sich Klitschko vor dem "Kniescheiben- Zerschmetterungsschlag", den WBA-Weltmeister Nikolai Walujew bei seinem Sieg am vergangenen Samstag gegen Jameel McCline (USA) demonstriert habe und den auch der 36 Jahre alte Austin anwenden werde. "Dafür haben wir ein exklusives Patentrecht", sagte King. Der Vertrag für den Kampf, versicherte King, sei von Klitschko allerdings noch nicht unterschrieben worden. Der Ukrainer enthielt sich einer Antwort.

Eintrittskarten kosten bis zu 793 Euro

Der Titelverteidiger, der von seinen 50 Profi-Kämpfen 47 gewonnen hat, will sich auf Mallorca acht Wochen auf den Kampf vorbereiten. "Ich werde meinen Gegner nicht unterschätzen", sagte der promovierte Sportwissenschaftler. "Aber es gibt keine Gnade im Ring." Der Kampf gegen den mit zwei Metern gleichgroßen Pflichtherausforderer Austin, der in 31 Kämpfen 24 Mal siegte, wird in mehr als 100 Ländern übertragen. Die teuersten Karten kosten 793 Euro.

DPA / DPA
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