VG-Wort Pixel

Mehr Sport Deutsche Leichtathleten verpassen Medaillen


Markus Esser, Malte Mohr und Nadine Kleinert konnten mit ihren Leistungen zufrieden sein, zu Edelmetall reichte es bei der WM in Daegu aber nicht. Enttäuschend verlief der Tag dagegen für Siebenkämpferin Jennifer Oeser.

Die Leistungen stimmten, die Platzierungen nicht – Markus Esser, Malte Mohr und Nadine Kleinert verpassten in teilweise hochkarätigen Wettkämpfen bei der WM in Daegu die erhofften Medaillen.

Am dichtesten dran war wieder einmal Hammerwerfer Esser. Der 31-Jährige musste schließlich wie schon bei der WM 2005 und der EM 2006 mit Rang vier zufrieden sein. Gute 79,12 Meter reichten nicht, um endlich die ersehnte Medaille zu gewinnen.

Seinen ersten WM-Titel gewann der bereits 36 Jahre alte Japaner Koji Murofushi. Der Olympiasieger von 2004 siegte mit 81,24 Metern hauchdünn vor dem Ungarn Krisztián Pars (81,18) und Titelverteidiger Primoz Kozmus aus Slowenien (79,39).

Platz fünf mit 5,85 Meter 

Auch Malte Mohr konnte seinen Traum vom Edelmetall nicht verwirklichen. Der Stabhochspringer lieferte einen guten Wettkampf ab, zeigte Kampfgeist und übersprang im dritten Versuch 5,85 Meter – mehr als Platz fünf war dieser Sprung in einer tollen Konkurrenz allerdings nicht wert.

Den Titel sicherte sich Pawel Wojciechowski aus Polen mit 5,90 Meter. Die gleiche Höhe übersprang der Zweitplatzierte Lázaro Borges. Den Kubaner hatte vor dem Wettkampf kaum jemand auf der Rechnung. Dritter wurde mit Renaud Lavillenie aus Frankreich einer der großen Favoriten (5,85 m).

Kleinert weit weg von den Medaillen 

Mehr vorgenommen hatte sich auch Nadine Kleinert. Die Silbermedaillengewinnerin von 2009 kam im Kugelstoßen immerhin auf eine persönliche Saisonbestleistung von 19,26 Meter, das reichte allerdings nur zu Rang acht.

Den letzten Versuch ließ sie aus Verletzungsgründen aus. Christina Schwanitz wurde mit 17,96 Metern Zwölfte. Die Neuseeländerin Valerie Adams verteidigte mit großartigen 21,24 Metern ihren Titel. Silber gewann Europameisterin Nadeshda Ostaptchuk aus Weißrussland (20,05), Bronze ging an Jillian Camarena-Williams aus den USA (20,02).

Jennifer Oeser enttäuscht

Mit Jennifer Oeser droht wie Kleinert eine weitere Medaillengewinnerin von Berlin leer auszugehen. Die Siebenkämpferin kam eigentlich gut in den Wettbewerb, fiel dann nach zwei schwachen Disziplinen aber weit zurück. Sie war als Weltranglisten-Dritte und nach den 6663 Punkten mit Selbstbewusstsein, aber auch mit Respekt nach Südkorea gereist. 

Schwache 24,58 Sekunden über 200 Meter und 13,70 Meter im Kugelstoßen verhagelten ihr den Tag. Dagegen marschiert die Britin Jessica Ennis mit 4078 Punkten ihrem zweiten WM-Erfolg nach 2009 entgegen. Allerdings ist ihr die Russin Tatyana Chernova noch auf den Fersen: Sie liegt 151 Punkte zurück. Dritte ist die Olympia-Zweite Hyleas Fountain (USA/3887). Mit 3791 Punkten und Platz sieben in der Zwischenwertung hat Oeser kaum noch Aussichten auf Edelmetall. 

Harting im Finale

Robert Harting hat bei der WM in Daegu als einziger Deutscher das Finale der Diskuswerfer erreicht. Der Titelverteidiger trotzte seinen Knieproblemen und schaffte in der Qualifikation die fünftbeste Weite.

Harting hatte zuletzt noch im Trainingslager in Kienbaum unter einer Entzündung der Patellasehne im linken Knie gelitten und ständig über Schmerzen geklagt. "Drei Spritzen ins Knie heute, drei Spritzen morgen - das geht schon", versicherte der 26-Jährige.

Zweimal schleuderte Harting die Zwei-Kilo-Scheibe aus dem Ring. Nach dem ersten Wurf von 64,93 Meter kam er noch auf 63,75 Meter - und packte dann seine Tasche, obwohl die fürs Finale geforderte Weite höher lag. Seine Mannschaftskollegen Markus Münch (60,80 Meter) und Martin Wierig (61,68) schieden aus.

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker