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NBA: Dallas Mavericks besiegen Los Angeles Clippers

Der vierte NBA-Sieg in Serie der Dallas Mavericks folgte dem mittlerweile schon typischen Muster der Texaner: Stark angefangen, nach der Pause stark nachgelassen und am Ende rettete Dirk Nowitzki den Tag und den 96:92-Sieg im Spitzenspiel über die Los Angeles Clippers.

In einem spannenden, einmal mehr hart umkämpften Spiel haben die Dallas Mavericks in der NBA den vierten Sieg in Folge einfahren können. Gegen die Los Angeles Clippers gab es in der heimischen American Airlines Arena einen 96:92-Sieg, den Dirk Nowitzki mit einer großen Leistungssteigerung im Schlussviertel sichern konnte.

Mavs kompensieren wieder ein schwaches drittes Viertel

Die Mavs-Spiele der letzten Wochen verfolgen mittlerweile ein sehr typisches Muster. Im ersten Spielabschnitt spielt man sich eine große Führung heraus, die dann auch bis zur Halbzeit gehalten werden kann. Im dritten Viertel schleichen sich dann Ungenauigkeiten und Konzentrationsschwächen ein, bis im vierten Viertel – oder wie gegen Portland in der Verlängerung – der Sieg doch noch geholt werden kann.

So auch gegen das NBA-Team aus Lob City – benannt nach den Mengen an Alley-Hoops, die das Clippers-Trio Chris Paul, Blake Griffin und DeAndre Jordan aufs Parkett zu zaubern in der Lage ist. Im ersten Viertel verteidigten die Mavs mit der gewohnten Intensität und konnten sich eine 27:19-Führung herausspielen. Bei dem Vorsprung blieb es dann auch bis zur Pause, doch nach der Halbzeit ging zunächst nichts mehr.

Schlussspurt und Defense als Erfolgsrezept

Turnover reihten sich aneinander, man gab den Clippers viel Raum zum spielen, und es fanden nur 7 von 20 Würfen ihr Ziel. Die Folge war ein Zwei-Punkte-Rückstand nach dem dritten Viertel. Doch dann fand endlich Dirk Nowitzki, der mit einer Quote von 33 Prozent keinen besonders guten Wurf-Tag erwischte, in die Spur und konnte sich mit verwandelten Freiwürfen in Serie und insgesamt 11 Punkten in den letzten 6 Minuten einmal mehr zum Matchwinner krönen. Am Ende standen für den Forward der Mavs 22 Punkte zu Buche, Bestleistung in seinem Team.

Schaut man sich die nackten Zahlen an, waren die Mavs bei den Rebounds (36:50), den Assists (21:22) sowie den Blocks (1:6) klar unterlegen – doch die wahre Stärke der Mavericks ist nun mal die Verteidigung außerhalb der Zone, und da man die Clippers zu insgesamt 19 Turnovern zwingen konnte – allein 9 davon im viertel Viertel – war der Sieg auch insgesamt völlig verdient.

Bester Akteur bei den Clippers war Caron Butler mit 23 Punkten. Butler, der im letzten Jahr noch den Titel mit den Mavs gewonnen hatte, wurde vor dem Spiel von Mavs-Coach Carlisle mit einer kleinen Rede begrüßt und erhielt vor den Augen seiner alten Teamkollegen seinen Meisterschaftsring. Chris Paul kam für Los Angeles auf 16 Punkte und 9 Rebounds, während der zweite NBA-All-Star der Clippers, Blake Griffin, zwar auf 20 Punkte kam, im Schlussabschnitt aber 5 aufeinanderfolgende Freiwürfe vergab.

Die Mavericks rücken mit dem Sieg bis auf ein halbes Spiel an die Clippers heran und haben mittlerweile einen Vorsprung von 2 Spielen auf die Lakers, die den fünften Platz im Westen belegen.

Lebron James mit Karrierebestleistung

Eine weitere Bestmarke hat währenddessen Lebron James seiner ohnehin schon illustren NBA-Karriere hinzugefügt. Beim 114:96-Sieg bei den Milwaukee Bucks – dem einzigen Team, gegen die die Heat im bisherigen Saisonverlauf zwei Mal verloren hatten – waren nicht seine 35 Punkte das besondere, sondern seine Trefferquote. 16 von 21 Würfen fanden ihr Ziel, was umgerechnet 76 Prozent sind – ein Wert, den selbst der zweimalige MVP in seiner Karriere noch nicht erreichen konnte.

Selbst Bucks-Coach Scott Skiles hatte nur Bewunderung für den Superstar übrig. “Er kann schwierige Würfe nehmen – nur dass sie für ihn scheinbar nicht schwierig sind. Für die meisten von uns wären sie schwierig. Ich meine, ein paar seiner Fade-aways waren länger als 18 Fuß, mit einem Verteidiger im Gesicht – und er lässt es trotzdem einfach aussehen“, so Skiles gegenüber ESPN.

Miami rückt damit bis auf ein halbes Spiel an Chicago an der Spitze der Eastern Conference heran und hat damit die Chance, morgen mit einem Sieg gegen die Indiana Pacers gleichzuziehen.

Oliver Stein

sportal.de / sportal

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