HOME

NBA: Nowitzki überragt einmal mehr

Zittersieg für die Dallas Mavericks: Gegen die Minnesota Timberwolves gewannen die "Mavs" nur knapp, sind aber bereits für die Playoffs qualifiziert. Superstar Dirk Nowitzki überragte einmal mehr als bester Spieler auf dem Feld.

Ein Dirk Nowitzki in Topform und ein Last-Minute-Korb von Jason Terry haben die Dallas Mavericks in der NBA auf Kurs gehalten. Gegen die in der Tabelle weit abgeschlagenen Minnesota Timberwolves zitterten sich die "Mavs" am Montag (Ortszeit) zu einem 96:94-Sieg und verteidigten damit Platz sieben in der Western Conference der nordamerikanischen Basketball-Profiliga. Da jedoch auch die Utah Jazz gegen die Los Angeles Clippers 106:85 siegten, droht Nowitzki und Co. nach wie vor ein Abrutschen auf Rang acht und damit ein Duell mit Vizemeister Los Angeles Lakers in der ersten Runde der am kommenden Wochenende beginnenden Playoffs.

Aber auch der Sprung auf Rang sechs ist noch möglich. Einen Spieltag vor Schluss weist Dallas wie die New Orleans Hornets, die gegen die Houston Rockets eine 66:86-Pleite kassierten, eine Bilanz von 49:32-Siegen auf. Die Utah Jazz liegen knapp dahinter auf Rang acht (48:33). Mit einem Sieg am Mittwoch gegen Houston würden die "Mavs" die Hauptrunde auf jeden Fall als Siebter beenden, bei einer gleichzeitigen Niederlage der Hornets bei den San Antonio Spurs wäre Dallas am Ende Sechster. Mögliche Gegner in den Playoffs: Houston, San Antonio oder die Denver Nuggets.

Spiel gegen Lakers vermeiden

Im Falle einer Niederlage gegen Houston und einem Erfolg der Jazz gegen die Los Angeles Lakers stünden die Mavericks nach 82 Spielen jedoch nur auf Platz acht, da Utah das direkte Duell für sich entschieden hat. Die "Mavs" müssten zum Auftakt der K.o.-Runde gegen die Lakers antreten - ein schier aussichtsloses Unterfangen.

"Das war heute ein Spiel, das wir einfach gewinnen mussten", sagte Nowitzki, der gegen Minnesota mit 34 Punkten schon wie gewohnt bester Werfer seines Teams war. Doch fast 46 Minuten lang spielten die Gastgeber so, als hätten sie kein Interesse an einem Sieg und als würden sie geradezu nach einer Konfrontation mit dem Vizemeister samt Traumduo Kobe Bryant/Pau Gasol lechzen.

Ruck durch das Team

Nach ordentlichem Start liefen die Texaner den Gästen zweieinhalb Viertel lang nur hinterher. Aber als im Schlussabschnitt über die Hallensprecher die Nachricht vor der deutlichen Niederlage der Hornets in Houston verkündet wurde, ging ein Ruck durch das Team von Trainer Rick Carlisle. Plötzlich verinnerlichten die Hausherren, was auf dem Spiel stand. "Wir haben nicht groß geredet, aber ich dachte mir: Lass uns diese Chance bloß nicht verschenken", sagte Terry.

Der 31-Jährige, mit 22 Punkten zweitbester Werfer, riss zusammen mit Nowitzki das Spiel an sich. Der deutsche Superstar sorgte erst für den 94:94-Ausgleich und verhindert dann in der Defensive die erneute Führung der Gäste. Den "Mavs" blieben zwei Sekunden, die Terry zu einem erfolgreichen Wurf mit der Schlusssirene nutzte. "Ich bin überzeugt: Das Beste kommt jetzt noch für uns", sagte Terry nach der Partie.

DPA / DPA

Wissenscommunity