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NFL: Colts, Steelers und Chiefs kassieren hohe Auftaktniederlagen

Der Hiobsbotschaft über den Ausfall Peyton Mannings folgte die hohe Schlappe beim Divionsrivalen. Die Indianapolis Colts verloren bei den Houston Texans, die in der zweiten Hälfte so etwas wie Gnade mit dem Gegner zeigten, klar mit 7:34. Fast weniger Einsehen schienen die Baltimore Ravens beim 35:7 über die Pittsburgh Steelers zu haben.

Beim 34:7-Sieg der Houston Texans gegen die Indianapolis Colts hatten die Gastgeber aus Texas erst in der zweiten Halbzeit ein Einsehen mit dem Divisionsrivalen, der auf Quarterback Peyton Manning verzichten musste.

Bis zur Halbzeit hatten die Texans den Spielstand bereits auf 34:0 hochgeschraubt. Kicker Neil Rackers hatte zwei Field Goals und dazu vier Extra-Punkte auf seine Habenseite schreiben können, nachdem die Running Backs Derrick Ward und Ben Tate die Endzone der Colts am Boden gefunden hatten und Andre Johnson von Matt Schaub ebenfalls zum Touchdown bedient worden war. Zum vierten Touchdown trug Jacoby Jones den Ball per Punt Return über 71 Yards.

Der erst vor guten zwei Wochen verpflichtete Manning-Ersatz Kerry Collins sah in seinem 196. Spiel früh unglücklich aus. Schließlich waren es seine beiden Fumbles, die zu den Ballverlusten führten, die Wards und Tates Touchdowns begünstigten.

In der zweiten Hälfte wirkten die Gastgeber jedoch zufrieden mit dem Ergebnis und gaben den Colts Möglichkeiten, ein totales Debakel zu verhindern. So produzierte Matt Schaub seine zweite Interception des Tages und schließlich fand auch Collins noch einen positiven Aspekt in dem Spiel, als er im vierten Viertel Reggie Wayne in der Endzone bedienen konnte. Ein zweiter Versuch mit demselben Ziel wollte jedoch nicht gelingen.

Ravens gewinnen erste Schlacht um die AFC North

Mit ähnlicher Hilflosigkeit gestaltete sich das 7:35 der Pittsburgh Steelers beim Divisionsrivalen Baltimore Ravens. Die schenkten dem ärgsten Kontrahenten um die Krone in der AFC North schon früh nichts und kamen bereits nach guten anderthalb Minuten und drei Spielzügen durch einen langen 27-Yard-Pass von Quarterback Joe Flacco auf Anquan Boldin zu den ersten Punkten.

Bis zur Hälfte hatte Ray Rice durch einen Touchdown-Lauf und Fang auf 21 Punkte erhöht, doch Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger fand Emmanuel Sanders, dessen Fang in der Ravens-Endzone das Halbzeit-Ergebnis bei 7:21 aus Pittsburghs Sicht einigermaßen erträglich hielt.

Doch direkt nach der Rückkehr aus den Katakomben drohte erneut Ungemach. Nachdem die Steelers den Ball an der eigenen 24-Yard-Linie verloren hatten, sagte Flacco im Gegenzug artig danke und bediente Ed Dickson. Doch damit nicht genug, anstatt des Extra-Punktes sorgte ausgerechnet Punter und Holder Sam Koch durch einen Lauf für zwei anstatt des einen Punktes zum 29:7.

Danach fielen nur noch zwei Field Goals durch Baltimores Kicker Bill Cundiff, aber Ballverluste plagten die Steelers und behinderten eine Aufholjagd. Insgesamt fanden sich ihre Bälle siebenmal beim Gegner wieder, allein drei Interceptions musste sich Roethlisberger ankreiden lassen. Ausgerechnet der Quarterback, der im letzten Jahr nur fünf Interceptions hinnehmen musste.

Lass dich überraschen!

Während die Siege der Texans und Ravens bersonders in der Höhe wirkliche Überraschungen waren, sorgten mit den Buffalo Bills und Detroit Lions zwei weitere Teams für erstaunte Gesichter bei den Beobachtern.

Die als krasser Außenseiter angetretenen Bills siegten im berüchtigten Arrowhead Stadium bei den Kansas City Chiefs mit 41:7. Besonders Quarterback Ryan Fitzpatrick stach mit gleich vier Touchdown-Pässen gegen die Defense des letztjährigen Playoff-Teilnehmers hervor. Zu seinem Lieblings-Receiver erkor Fitzpatrick Scott Chandler, der zweimal in der Chiefs-Endzone zugriff.

Auch die Lions machten den Tampa Bay Buccaneers beim 27:20 in deren Stadion einen gelungenen Auftakt zunichte. Zwar mussten sie bis zum Schluss um den von Quarterback Matthew Stafford mit drei Touchdown-Pässen eingeläuteten Erfolg zittern, doch ein letzter Verzweiflungsversuch der Bucs mit mehreren Querpässen endete schließlich in den Armen von Detroits Verteidiger Aaron Berry.

Sven Kittelmann

sportal.de / sportal

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