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NHL NHL - Trades, Rumors und ein Retirement


Diese Woche stehen die NHL-Trades im Mittelpunkt, wobei vor allem die Boston Bruins noch viel Spielraum haben, neue Spieler zu verpflichten. Aber auch einige Star-Goalies könnten bis Ende Februar noch einen neuen Club finden.

Knapp drei Wochen vor dem Ende der Trade Deadline in der NHL wollen wir uns auch heute wieder den Gerüchten widmen, was an Wechseln noch möglich ist.

Dabei stehen die Boston Bruins im Mittelpunkt: Der Stanley Cup-Champion hat sage und schreibe 16 Millionen Dollar Spielraum bis zu seiner Salary Cap, eventuell sogar noch mehr, da eigentlich niemand mehr damit rechnet, dass Marc Savard, der seit über einem Jahr an den Nachwirkungen diverser Gehirnerschütterungen leidet, noch einmal auf das Eis zurückkehren kann, um für die Bruins zu spielen.

Tim Thomas kein Thema für NHL-Trade

In Boston ist also vieles möglich, es gibt in dieser Wechselperiode nur eine Regel: "Wir sprechen nicht über Tim Thomas", ließ Bruins-Generalmanager Peter Chiarelli laut espn.com vermelden. "Ich werde Tim Thomas nicht abgeben. Bisher habe ich noch mit niemanden gesprochen und ich plane auch nicht, es zu tun."

Neben Thomas hat der Champion mit dem Finnen Tuukka Rask einen zweiten NHL-Ausnahmegoalie in seinen Reihen, dessen nur mit 1,25 Millionen Dollar dotierter Vertrag nach dieser Saison ausläuft. Hier könnte also etwas Geld reinfließen. Ansonsten gibt es viele Möglichkeiten für die Bruins.

Vergangene Saison ist das Team ohne große Verletzungen durch die Playoffs gekommen. Da die Chance, dass dies erneut gelingt, eher gering ist, könnte vor der Trade Deadline in die Tiefe des Kaders investiert werden. Ein Verteidiger für die dritte Reihe und ein Angreifer für die vierte Reihe sollten es sein, die aber auch einspringen können, wenn einer der Star-Spieler ausfallen sollte und dann eine Reihe hochrücken.

NHL-Haudegen rar gesät

Was noch fehlt, ist ein alter NHL-Haudegen, wie es Mark Recchi war. Ryan Smith (35 Jahre) von den Edmonton Oilers käme da in Frage, doch der Angreifer erteilte dem nach vier Wechseln in den letzten Jahren bereits eine Absage und möchte in Edmonton bleiben.

Ansonsten haben die Bruins ein ausgeglichenes Team, das das beste Torverhältnis der NHL aufzuweisen hat. Zwei starke erste Angriffsreihen, die durch solide Verteidiger abgesichert werden. Die Chemie im Team stimmt und mit Neuzugängen besteht die Gefahr, diese durcheinanderzubringen.

Tuomo Ruutu der meistgehandelte Name in der NHL

Ansonsten ist Tuomo Ruutu der vielleicht heißeste Name der NHL in dieser Periode vor der Trade Deadline. Der Center der Carolina Hurricanes (16 Tore, elf Assists) wird mit diversen Teams in Verbindung gebracht. Pittsburgh, Chicago, Detroit, Nashville und Toronto sollen Interesse am Finnen haben, den seine Vielseitigkeit, neben Center auch auf dem Flügel spielen zu können und seine kräftige körperliche Statur neben seiner Torgefährlichkeit so begehrt machen.

Nicht wechseln wird Flames-Kapitän Jarome Iginla, obwohl es viele Gerüchte seinetwegen gibt, aber er hat eine No-Movement-Klausel in seinem bis 2013 laufenden Vertrag, die ihn sein Schicksal selbst bestimmen lässt. Und Iggy glaubt an die Playoff-Chancen seiner Flames.

"Wir haben gegen Detroit gespielt", sagte Iggy laut nhl.com. "Wir haben gegen Vancouver gespielt und wir haben gegen San Jose gespielt. Und wir haben in jüngster Vergangenheit gegen sie gespielt. Und, obwohl wir Respekt für diese Teams haben, sind wir sicher, dass wir sie besiegen können. Ich mag es in Calgary. Ich glaube, wir können in die Playoffs kommen und haben dort unsere Möglichkeiten."

Detroit Red Wings suchen Ersatz für Jimmy Howard

Die Detroit Red Wings könnten ebenso noch auf dem Transfermarkt vor der Trade Deadline tätig werden und einen Goalie verpflichten. Noch ist unklar, wie lange Star-Towart Jimmy Howard wegen seines gebrochenen Fingers ausfallen wird und ob seine Backups Ty Conklin und Joey MacDonald ihn adäquat ersetzen können. Howard selbst rechnet mit zwei Wochen Pause, aber Ärzte in Vancouver deuteten eine sechswöchige Pause an.

Ein möglicher Ersatz wäre Evgeni Nabokov, den die Red Wings bereits versuchten, vergangene NHL-Saison zu verpflichten, damals aber machten die New York Islanders ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Einen ganz großen Namen könnten die Buffalo Sabres auf den Markt werfen, nämlich Ryan Miller. Der Star-Goalie hat in den letzten Wochen wieder zu seiner Form gefunden und dürfte daher für viele Teams interessant sein. Ein Weggang Millers würde viel Luft in der Salary Cap schaffen und mit Jhonas Enroth steht ein vielversprechender Goalie als Ersatz bereit.

Flyers suchen vor der Trade Deadline Ersatz für Chris Pronger

Sollte Chris Pronger von den Philadelphia Flyers wegen seiner Gehirnerschütterung den Rest der NHL-Saison ausfallen, dann hätte das Team beinahe fünf Millionen Dollar zur Verfügung, um ihn zu ersetzen. Nashvilles Ryan Suter und Californias Tim Gleason sind Namen, die die Flyers auf der Liste haben sollen.

Viele neue Namen sind bei den Teams im Gespräch, ein ganz großer hört auf: Owen Nolan hat nach 18 Jahren NHL seinen Rücktritt vom aktiven Profisport erklärt. 1990 kam Nolan als erster Pick der Quebec Nordiques in die Liga. Dort spielte er über fünf Jahre, bevor er zu den San Jose Sharks getradet wurde.

In acht Jahren dort wurde er unter anderem deren Kapitän, bevor es in den letzten Jahren weiterging nach Toronto, Phoenix, Calgary und Minnesota. Vergangene Saison spielte er noch 24 Partien für Zürich in der Schweizer Liga. Nach 885 NHL-Punkten in 18 Jahren ist nun aber Schluss für den bald 40-Jährigen.

Henning Schulz

sportal.de sportal

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