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Winterspiele 2018: Olympische Flamme reist durch Südkorea

2018 Kilometer soll die olympische Fackel in Südkorea zurücklegen. Auch zur Verbesserung der Beziehungen zu Nordkorea liegt noch ein weiter Weg vor dem asiatischen Land, doch die Olympischen Spiele in Pyeongchang gelten als große Chance.  

Der Südkoreaner Ryu Seung-min schwebt mit der olympischen Flamme in der Hand an einem Seil

Die olympische Flamme ist 100 Tage vor der Eröffnung der Olymischen Spiele in Südkorea eingetroffen

In 100 Tagen durch : Die olympische Flamme ist im Gastgeberland der Winterspiele 2018 eingetroffen und wird bis dahin mit zahlreichen Fackelträgern durch das Land reisen. 

Ein Charterflugzeug mit dem zuvor in Griechenland entzündeten Feuer landete am 1. November auf dem Internationalen Flughafen von Incheon nahe der Hauptstadt Seoul. Dieser Tag sei ein "bedeutender Moment in unserer Geschichte", sagte der Vorsitzende des Organisationskomitees, Lee Hee Beom, bei einer Zeremonie auf dem Airportgelände. Das Vereinigungsministerium in Seoul äußerte unterdessen die Hoffnung, dass die Chefs der Nationalen Olympischen Komitees (NOK) aus beiden koreanischen Staaten diese Woche über die Teilnahme an den Spielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar 2018) sprechen können.

Komitee versichert sichere Spiele

Die südkoreanische Eiskunstlauf-Ikone Kim Yu Na - Olympiasiegerin von 2010 - und Sportminister Do Jong Hwan trugen die Flamme in einer Speziallampe unter dem Applaus zahlreicher Gäste die Gangway des Flugzeugs herunter auf die Landebahn. Das lange Warten der Südkoreaner habe nun ein Ende, sagte im Anschluss daran OK-Chef Lee. Er betonte, dass Südkorea sichere Spiele organisieren werde. "Wir werden dafür sorgen, dass alle Athleten und jeder, der nach kommt, eine gute Zeit hat."

Die Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel ist derzeit nach neuen Raketen- und Atomtests durch Nordkorea in den vergangenen Monaten sehr angespannt. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees ( ), Thomas Bach, hatte aber stets betont, es gebe für die Spiele keinen "Plan B".

Olympische Spiele sollen Beziehungen zu Nordkorea verbessern

In dieser Woche könnte es nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums bei einem Treffen der Vereinigung der NOKs in Prag die Gelegenheit zu einem Austausch zwischen den Vertretern Süd- und Nordkoreas geben. Südkorea könne "seine Vision für die Förderung des Friedens" durch die erläutern und Nordkorea bitten, an dem Ereignis teilzunehmen, sagte ein Ministeriumssprecher vor Journalisten in Seoul. Nordkorea habe bisher weder mit dem OK noch mit dem IOC über seine Beteiligung gesprochen.

Für die Spiele in Pyeongchang hatte sich zuletzt ein Eiskunstlaufpaar aus Nordkorea qualifiziert, bei den Spielen 2014 in Sotschi war kein Athlet aus dem weitgehend abgeschotteten Land dabei.  

Nach ihrer Ankunft wurde die olympische Fackel direkt auf die Reise geschickt, die sie bis zur Eröffnung der Spiele am 9. Februar durch Südkorea führen soll. Erste Fackelträgerin war die 13 Jahre alte Eiskunstläuferin und Landesmeisterin von 2016, You Young. Die Flamme soll über eine Strecke von 2018 Kilometern auf dem Land, über Wasser und in der Luft durch das Land getragen werden. Eingeplant sind insgesamt 7500 Fackelträger. Das Feuer war am Dienstag in Athen an die Organisatoren übergeben worden. Sie war am 24. Oktober in der antiken Stätte von Olympia auf der griechischen Halbinsel Peloponnes entfacht worden.

fri/DPA

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