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Radsport Judith Arndt gewinnt WM-Gold im Zeitfahren


1997 war Judith Arndt bereits Dritte bei den Weltmeisterschaften im Zeitfahren, nun hat es endlich mit der Goldmedaille geklappt. Die 35-Jährige ist nach Hanka Kupfernagel im Jahr 2007 die zweite Deutsche, die in dieser Disziplin den WM-Titel gewinnen konnte.

Judith Arndt hat ihrer erfolgreichen Karriere einen weiteren Höhepunkt hinzugefügt. Im Alter von 35 Jahren gewann sie in Kopenhagen erstmals WM-Gold im Zeitfahren. Straßen-Weltmeisterin war sie bereits im Jahr 2004 geworden, im Kampf gegen die Uhr hatte sie bereits Bronze (1997) und Silber (2003, 2004) gewonnen.

Nach 27,8 Kilometern war Arndt in 37:07,38 Minuten nicht zu schlagen. Sie verwies Linda-Melanie Villumsen (Neuseeland) und Titelverteidigerin Emma Pooley (Großbritannien) auf die Medaillenränge. Die zweite Deutsche Ina-Yoko Teutenberg wurde Elfte. Das erste WM-Gold im Zeitfahren für Deutschland hatte 2007 Hanka Kupfernagel geholt.

Arndt zunächst vorsichtig unterwegs

Im Ziel vor dem Kopenhagener Rathaus fiel Teutenberg ihrer völlig erschöpften Teamkollegin als erste Gratulantin um den Hals. Arndt konnte sich nach ihrer beeindruckenden Energieleistung kaum noch auf dem Rad halten. "Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich bin", jubelte die Siegerin.

Arndt war als Vorletzte auf die Strecke gegangen - zu einem Zeitpunkt, als die Straße durch den Regen schon längst nicht mehr trocken war. "Am Anfang bin ich noch ein bisschen vorsichtig gefahren besonders in den Kurven, dann wurde die Straße aber trockener, und ich konnte mehr riskieren", sagte die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Athen 2004. 

Clara Hughes sorgt für Furore

Nach ihrem verhaltenen Start legte die routinierte Fahrerin ein beeindruckendes Tempo vor, war stets mit der Spitze gleichauf und legte dann noch einmal zu. Arndt hatte ihr komplettes Rennen ohne Funkunterstützung bewältigt: "Ich wollte keine Ablenkung und mich ganz auf's Rennen konzentrieren".

Für Furore hatte vor den besten Fahrerinnen vor allem Clara Hughes gesorgt, die lange an der Spitze lag und am Ende Fünfte wurde. Die frühere Eisschnellläuferin war im November aus ihrem Sportler-Ruhestand zurückgekehrt - hatte statt zu Schlittschuhen aber zum Rennrad gegriffen. Schon bei Olympia 1996 hatte sie im Straßenrennen und Zeitfahren Bronze gewonnen.

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