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Skispringen in Zakopane: Schmitt kehrt in die Weltelite zurück

Mit Nervenstärke und Absprungkraft: Martin Schmitt hat den zweiten Podestplatz in dieser Saison ersprungen. Beim Weltcup im polnischen Zakopane kam der Schwarzwälder am Freitag auf Rang drei. An die Österreicher Wolfgang Loitzl und Gregor Schlierenzauer reichte er allerdings nicht heran.

Martin Schmitt lief im Schanzenauslauf eine Ehrenrunde, die Teamkollegen applaudierten und die Trainerelite beglückwünschte Bundestrainer Werner Schuster: Mit Platz drei in Zakopane hat Schmitt seine Rückkehr in die Weltelite endgültig untermauert und den zweiten Podestplatz in dieser Saison geholt. Der Furtwanger zeigte bei schwierigen Bedingungen nicht nur Nervenstärke, sondern auch Absprungkraft und technische Klasse. Mit 249,4 Punkten hielt er die Konkurrenz in Schach, nur die österreichischen Überflieger Wolfgang Loitzl (272,2 Punkte) und Gregor Schlierenzauer (262,5) konnte er jedoch noch nicht angreifen.

"Es waren schon schwierige Bedingungen. Das verlangte einen exakten, kraftvollen Absprung. Diese Absprungintensität ist mir glaube ich gut gelungen", sagte Schmitt, der sich vor Freude und Stolz kaum einkriegte. Ein breites Lachen und die geballten Fäuste nach der sicheren Landung im zweiten Durchgang bei 129,5 Meter nach 121 m im ersten Versuch zeigten seine Zufriedenheit. "Es ist mir alles besser als im Training gelungen. Vor dieser Kulisse macht es natürlich auch noch mehr Spaß. Ich bin richtig froh", meinte der Schwarzwälder und fügte hinzu: "Ich genieße es einfach."

Bundestrainer Werner Schuster war des Lobes voll für seinen Schützling. "Das war eine ganz starke Leistung. Im ersten Versuch hat er bei nicht optimalen Bedingungen alles ausgereizt, im zweiten Durchgang hat er einen der besten Sprünge in dieser Saison gezeigt", resümierte der Coach. Schmitt hatte 1999 beide Springen in Zakopane gewonnen und kommt daher besonders gern nach Polen. "Man springt natürlich dort am liebsten, wo es läuft. Mir gefällt es hier", sagte der 30-Jährige.

Nicht ganz so euphorisch waren Michael Neumayer (Berchtesgaden) als 14. und Michael Uhrmann (Rastbüchl), der 15. wurde. "Die Sprünge waren ganz okay, aber eben nicht toll. Ich hatte mir mehr erhofft, nachdem es im Training gut gelaufen war", sagte Neumayer. Uhrmann dagegen ist sich seiner eigenen Fähigkeiten derzeit nicht ganz sicher. "Ich probiere noch einiges mit dem Material, habe aber das Gefühl, mich im Kreis zu drehen. Es fehlen immer ein paar Meter. Bis zur WM in vier Wochen will ich aber unbedingt weiter nach vorn", betonte Uhrmann.

Derweil spitzt sich der Kampf um den Gesamtweltcup weiter zu. Spitzenreiter Simon Ammann (Schweiz) verlor als Fünfter etwas an Boden, behielt jedoch noch seine führende Position. Schlierenzauer holte mit Sprüngen auf 127,5 und 130 Meter und Platz zwei weiter auf. Und nun mischt auch Vierschanzentournee-Sieger Loitzl nach seinem vierten Saisonerfolg mit. Er konterte die Vorgaben von Schlierenzauer, flog auf 129,5 und 132 Meter und sicherte sich mit fast zehn Punkten Vorsprung den Erfolg.

Gerald Fritsche/DPA / DPA

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