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Tennis: Petzschner schafft gegen Simon die Überraschung

Das deutsche Herren-Tennis musste zuletzt viele schlechte Nachrichten verkraften, Philipp Petzschner schreibt beim Masters in Montréal mal wieder Positive: Der Davis Cup-Spieler besiegte den an Nummer neun gesetzten Franzosen Gilles Simon. Schlechter lief es aber mal wieder für Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber.

Philipp Petzschner ist mit einem überraschend deutlichen Sieg gegen den Franzosen Gilles Simon in die zweite Runde des ATP-Masters in Montréal eingezogen. Der Deutsche glänzte mit druckvollem Spiel von der Grundlinie und einem konstant guten Service - am Ende stand ein verdienter 7:5, 6:2-Erfolg.

Parallel mühten sich auch Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber auf den Hartplätzen des Roger Cups, doch für die anderen Deutschen lief es bei weitem nicht so gut. Mayer verlor gegen den Franzosen Richard Gasquet 3;6, 2:6, Kohlschreiber stand beim 2:6, 5:7 gegen Sergiy Stakhovsky (UKR) auf verlorenem Posten.

Dominanz von der Grundlinie

Petzschner war nach schwierigen letzten Wochen, in denen er auf Asche nur wenig gute Ergebnisse feiern konnte, anzumerken, wie wohl er sich auf schnelleren Belägen fühlt. Nach zähem Beginn mit Fehlern auf beiden Seiten hatte der Deutsche beim Stand von 2:2 zu seinem Spiel gefunden und holte sich das erste Break. Auch in der Folge war er bei Aufschlag Simon immer hellwach und nah am Break, stattdessen musste Petzschner, zum Satzgewinn servierend, den Aufschlagverlust zum 5:5 hinnehmen.

Doch blieb er seinem druckvollen Spiel von der Grundlinie treu, schaffte sofort das Rebreak und gewann den ersten Satz mit 7:5. Simon, der Sieger von Hamburg, wirkte dagegen verunsichert und musste weite Wege gehen. Petzschner gelangen im zweiten Durchgang dann zwei schnelle Breaks, die schon die Entscheidung bedeuteten, das Zweite mit einem krachenden Return die Linie entlang. In der zweiten Runde von Montréal wartet auf Petzschner mit Ivo Karlovic (CRO) die nächste lösbare Aufgabe.

Mayer macht zu viele Fehler

Mayer wird sich im Nachhinein vor allem über den ersten Satz ärgern. Die deutsche Nummer eins verschlief den Start völlig, lag schnell mit einem Break und 0:3 hinten, ohne das Gasquet viel dafür tun musste. Mayer kam dann besser ins Spiel und hatte auch zwei Chancen zum Rebreak, aber der Franzose packte genau in diesem Moment sein bestes Tennis aus und konnte beide Möglichkeiten abwehren. Gasquet holte sich den Satz mit 6:3, für Mayer wäre aber viel mehr drin gewesen.

Im zweiten Satz verlor Mayer dann völlig den Faden. Sein erstes Aufschlagspiel brachte er noch durch, doch danach ging fast nichts mehr. Mayers Spiel wurde immer fehlerhafter, Gasquet hatte bei einigen Ballwechseln auch Glück und so gingen die nächsten fünf Spiele allesamt an den Franzosen. Mayer wirkte zusehends frustriert und so ging auch der zweite Satz völlig verdient mit 6:2 an Gasquet. Die Nummer 13 der Weltrangliste trifft in der nächsten Runde auf den Brasilianer Thomaz Bellucci, der Deutsche wiederum kann sich bereits auf das nächste Masters in Cincinnati vorbereiten.

Auch für Kohlschreiber ist das Abenteuer Rogers Cup früh beendet. Gegen den Ukrainer Stakhovsky fand der Augsburger erst im zweiten Satz zu seinem Spiel und konnte zumindest lange seinen Aufschlag halten, beim Stand von 6:5 war Stakhovsky dann aber zur Stelle und holte sich das entscheidende Break.

sportal.de / sportal

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