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Tour-Countdown: Alle für Ulle

"Ich will Erster werden": Ein topfiter Jan Ullrich und sein T-Mobil-Team präsentieren sich eine Woche vor Start der 91. Tour de France voller Selbstvertrauen.

Mit einer Leitfigur in Topform, einem erlesenem Aufgebot und gewachsenem Selbstvertrauen startete das T-Mobile Team den Countdown für die 91. Tour, die am 3. Juli in Lüttich startet. In Bonn wurde am Freitagnachmittag das Geheimnis gelüftet, wer Jan Ullrich zu seinem zweiten Rundfahrt-Sieg nach 1997 verhelfen soll. Rolf Aldag (Ahlen), Santiago Botero (Kolumbien), Giuseppe Guerini (Italien), Sergej Iwanow (Russland), Matthias Kessler (Nürnberg), Daniele Nardello (Italien), Andreas Klöden (Kreuzlingen) und Erik Zabel (Unna) sollen Ullrich dabei unterstützen, den sechsten Tour- Sieg von Armstrong in Serie zu verhindern. Den strengen Auswahlkriterien zum Opfer fiel völlig überraschend Cadel Evans.

T-Mobile setzt auf Routine

Bei der Zusammenstellung des Teams setzten Godefroot und Kummer in erster Linie auf Routine. Guerini (sechste Tour-Teilnahme), Botero (4) und Klöden (3) sind als Ullrich-Helfer in den Bergen vorgesehen. Noch mehr Erfahrung bringen der unermüdliche Tempomacher Rolf Aldag (10) und Erik Zabel (11) ein. Aldag sorgte im vorigen Jahr mit der kurzzeitigen Übernahme des Berg-Trikots für ein Highlight seiner Karriere und stellte seine Leidensfähigkeit bei der Großen Schleife oft genug unter Beweis. Sportdirektor Mario Kummer ist für den Tour-Verlauf sehr optimistisch. "Vor einem Jahr sind wir nur als Außenseiter zur Tour gefahren. Das ist diesmal völlig anders", sagte er.

Ullrich mit deutlicher Kampfansage an Armstrong

Anders als vor seinen bisherigen sechs Tour-Stars verzichtete Ullrich auf Tiefstapelei und sagte seinem wohl ärgsten Widersacher Lance Armstrong (USA) offen den Kampf an: "Ich will nicht wieder Zweiter, sondern ich will Erster werden. Mein Sieg bei der Tour de Suisse hat gezeigt, dass ich in der richtigen Form bin."

Auch ein beachtlicher Auftritt bei der Deutschland-Tour lässt auf einen erneuten Zweikampf mit Armstrong wie im Vorjahr hoffen, als ihm am Ende ganze 61 Sekunden zum Gesamtsieg fehlten. Der wundersame Formanstieg von Ullrich stimmt Godefroot optimistisch: "Jan ist noch nie so motiviert in eine Tour gegangen wie in diesem Jahr."

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