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Wintersport Kostelic und Hirscher patzen - Myhrer gewinnt


Spannender hätte der Winter für die alpinen Herren nicht beendet werden können. Ivica Kostelic ging als Führender in der Disziplinenwertung in den Slalom, schied aber nach fünf Toren aus. Den Elfmeter konnte Marcel Hirscher jedoch nicht nutzen, denn auch er fädelte ein. So war es Andre Myhrer, der die kleine Kristallkugel gewann.

Es war ein dramatischer Abschluss, den die Herren im Slalom zeigten. Ivica Kostelic verpasste es mit einem Fehler am fünften Tor, seine Führung in der Disziplinenwertung über die Ziellinie zu retten. Aber auch Marcel Hirscher, der sich bereits die Große Kristallkugel gesichert hatte, patzte und so war es der Schwede Andre Myhrer, der seine theoretischen Chancen doch noch umsetzen konnte.

Kostelic war als erster Starter auf die Piste im österreichischen Schladming gegangen und hatte mit 610 Punkten im Gepäck einen ordentlichen Vorsprung auf Hirscher (560) und Myhrer (544). Doch der Kroate riskierte zuviel und bereits nach wenigen Toren kam der Fehler. Zwar probierte Kostelic noch zurückzusteigen, um im zweiten Lauf noch starten zu können.

Doch erwies sich dieses Unterfangen als sinnlos, da er die Zeittoleranz im Vergleich zur Siegerzeit deutlich überschritt. So war es an Hirscher, sich auch die Kleine Kristallkugel zu sichern. Doch auch der Österreicher fädelte ein und so war klar, dass Kostelic nur durch Myhrer noch zu gefährden war, der dafür aber mindestens Platz zwei erreichen musste.

Hirscher freut sich über den Gesamtsieg

Allerdings war Hirscher keinesfalls enttäuscht über seinen Fehler, hatte er doch die Große Kristallkugel in der Tasche und konnte den Ausfall so gut verschmerzen. "Ich wäre ein Trottel, würde ich es nicht genießen." Weiter erklärte er: "Nun habe ich für den Sommer eine Aufgabe: Nichteinfädeln üben!"

Myhrer fuhr anschließend wie entfesselt auf, schaffte es dabei auch noch, Felix Neureuther von Platz eins zu verdrängen. Der Deutsche hatte nach dem Patzer von Kostelic eine fabelhafte Zeit vorgelegt und den erste Durchgang mit einem Vorsprung von einer halben Sekunde gewonnen.

Myhrer lieferte eine Fabelzeit, distanzierte dabei Mario Matt und so war ihm der Sieg in der Disziplin nicht mehr zu nehmen. An Neureuther war es dann, sich den dritten Weltcup-Sieg seiner Karriere zu holen, doch der Deutsche scheiterte mit einem Rückstand von 0,3 Sekunden.

Gutes Ergebnis für den DSV

Zwar verpasste Neureuther so den Sieg, durfte sich aber auch über Platz zwei freuen. "Ich muss an meiner Konstanz arbeiten. Wenn das wieder stimmt, dann kann der Neureuther in den nächsten Jahren ein Wörtchen mitreden", sagte er am Ort der WM 2013.

Dritter wurde Mario Matt aus Österreich. Neureuthers Teamkollege Fritz Dopfer fuhr im zweiten Lauf von Rang sechs auf vier nach vorn und komplettierte den guten Tag für den Deutschen Ski Verband. 

Auch wenn Dopfer nicht für das erste deutsche Slalom-Doppelpodium seit 1974 sorgte, mehr als die insgesamt sechs Podestplätze dieses Winters gab es zuletzt durch Markus Wasmeier, Armin Bittner und Hansjörg Tauscher im Jahr 1992 (7). Insgesamt holten Dopfer, Neureuther und Co. 1267 Punkte - genau so viele waren es zuletzt vor 18 Jahren.

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