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Dennis Snower: Kieler Wirtschaftsforscher wollen an die Weltspitze

Dennis Snower, der neue Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft will sein Forschungsinstitut an die Weltspitze führen. Er selber will sich neben Forschung und Lehre auch an der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland beteiligen.

Der neue Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Professor Dennis Snower, will das Forschungsinstitut in den nächsten Jahren wieder an die Weltspitze führen. Das Institut sei außerordentlich leistungsfähig. "Man muss aber auch sehr ehrgeizig sein, wenn man Erfolg haben will", erklärte Snower in Kiel. Snower tritt seinen Posten zum 1. Oktober diesen Jahres an. Bis dahin ist er an der University of London in England tätig.

Agenda 2010 ist "erster Schritt"

Snower kündigte an, die Vernetzung mit anderen Universitäten aber auch mit externen Fachleuten zu verstärken. Er selber wolle sich sowohl in der Forschung als auch in der Lehre engagieren und an der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland beteiligen. Die Agenda 2010 der Bundesregierung bezeichnete er als einen ersten Schritt zum Abbau der Arbeitslosigkeit. Es müssten aber noch viele weitere Schritte folgen, um die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu senken, sagte er. Dazu gehöre es auch, mehr Anreize zur Beschäftigung zu geben.

Der 1950 in Wien geborene Snower ist seit 1989 Professor für Wirtschaftswissenschaften in London. Zuvor war er mehrere Jahre an amerikanischen Universitäten und in Österreich tätig. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft war 1914 als Institut für Seeverkehr von dem Wissenschaftler Bernhard Harms gegründet worden. Die Bibliothek zählt zu den bedeutendsten wirtschaftswissenschaftlichen Einrichtungen dieser Art in der Welt. Das Kieler Institut gehört mit seinen 270 Mitarbeitern zu den sechs deutschen Forschungsinstituten, zu deren Aufgaben auch die Beratung der Politik in aktuellen Konjunkturfragen gehört.

DPA