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Drei Neulinge und ein Rückkehrer Erste DFB-Nominierung: Mit diesen Spielern will Flick zurück an die Weltspitze

Fußball-Bundestrainer Hansi Flick während einer DFB-Pressekonferenz
Fußball-Bundestrainer Hansi Flick während einer DFB-Pressekonferenz
© Thomas Boecker/DFB / DPA
Für seine ersten Länderspiele als Bundestrainer setzt Hansi Flick auf Routine und Jugendpower. 18 EM-Spieler gehören zum Premieren-Kader, aber auch fünf Junioren-Europameister, darunter drei absolute Neulinge. Bei einem DFB-Rückkehrer spürt Flick "große Lust".

Hansi Flick wagt bei seiner Premiere als Bundestrainer mehr Jugendstil als gedacht. Neben acht ihm wohlvertrauten Bayern-Profis und dem prominenten Dortmunder Rückkehrer Marco Reus holte der 56-Jährige gleich drei junge Neulinge in sein erstes Aufgebot der Fußball-Nationalmannschaft.

Die U-21-Europameister Karim Adeyemi, 19, vom FC Salzburg, Nico Schlotterbeck, 21, vom SC Freiburg und David Raum, 23, von der TSG 1899 Hoffenheim gehören zum Kader für die WM-Qualifikationsspiele gegen Liechtenstein (2. September) in St. Gallen, gegen Armenien (5. September) in Stuttgart und gegen Island (8. September) in Reykjavik. "Sie haben bei der U21 tolle Leistungen gebracht", lobte Flick das Trio.

Flick setzt auf Generationen-Mix für Spitzenklasse-Comeback

Schon vor dem ersten Treffpunkt der DFB-Auswahl zum Neustart am Sonntagabend in Stuttgart gab Flick Einblicke in einige taktische Grundsatzentscheidungen. Joshua Kimmich, 26, wird im Gegensatz zur EM wieder als Sechser im zentralen Mittelfeld spielen. Und nach Joachim Löws erfolglosem Versuch mit der Dreierkette bei der EM wird die Viererreihe wieder das präferierte System für die Abwehr sein. "Das ist der Plan", sagte Flick am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Für die erhoffte schnelle Rückkehr zu höchster internationaler Konkurrenzfähigkeit setzt Flick auf einen Mix aus jung und alt. "Wir denken, es ist ein guter, ein interessanter Kader mit einer guten Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern", betonte Flick.

Florian Wirtz, 18, von Bayer Leverkusen ist als vierter Profi im 26 Spieler umfassenden Aufgebot bislang noch ohne Länderspiel-Einsatz. 18 Spieler, die bei der EM-Enttäuschung noch unter Flicks Vorgänger Löw im Sommer dabei waren, gehören weiterhin dazu. Neben dem nach dem Achtelfinal-Aus bei der EM-Endrunde zurückgetretenen Toni Kroos wurden sieben Spieler, darunter der derzeit verletzte Mats Hummels, 32, und dessen BVB-Kollege Emre Can, 27, nicht berücksichtigt.

"Viel Zeit haben wir nicht"

Neben Reus, 32, bei dem Flick eine "große Lust" auf die DFB-Elf spürt, kehren in Thilo Kehrer, 24, Mahmoud Dahoud, 25, und Ridle Baku, 23, als fünftem U-21-Europameister drei Spieler ins A-Team zurück, die von Löw zuletzt nicht berücksichtigt worden waren. Mario Götze, 29, und Julian Draxler, 27, gehören allerdings nicht zu Flicks erstem Personal.

Eine DFB-Auszeit für den bei den Bayern um Top-Form ringenden Leroy Sané kam für Flick nicht infrage. "Die Qualität, die er im Training hat und die Einstellung, die er im Training zeigt, ist immer top gewesen. Er ist auch einer, der topfit ist", sagte Flick. "Für uns gab es da überhaupt keine Frage, dass er dabei ist."

"Viel Zeit haben wir nicht", beschrieb Flick die Ausgangslage für den ersten Länderspiel-Dreierpack der neuen Saison. Gleiches gilt für den Countdown der WM-Qualifikation mit insgesamt sieben Spielen bis zum Jahresende generell, in denen der Sprung von Platz drei der Gruppe J auf Platz eins gelingen muss. Sonst steht ein risikoreiches Playoff-Prozedere um die Teilnahme 2022 in Katar an. "Ich bin jemand, der positiv denkt", sagte Flick zum direkten WM-Ticket als Ziel.

fs DPA

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