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Scheitern eines Top-Talents Warum Oliver Batista Meier keine Perspektive mehr beim FC Bayern hat

Batista Meyer im Einsatz in der Regionalliga Bayern
Batista Meyer im Einsatz in der Regionalliga Bayern
© Germann / Eibner-Pressefoto / Picture Alliance
Von Rummenigge gelobt und unter Flick zwölf Minuten in der Bundesliga eingesetzt, spielt Oliver Batista Meier bei den FCB-Profis nun keine Rolle mehr. Er sucht offenbar einen neuen Klub.

Freistoß aus 20 Metern, halblinke Position. Ein kurzer Anlauf, ein schöner Schlenzer. Tor. Geniestreiche wie der am vergangenen Dienstag sah man von Oliver Batista Meier in den vergangenen Jahren häufiger.

Seine Freude darüber hielt sich jedoch in Grenzen. Er verzog keine Miene und klatschte nüchtern mit seinen Mitspielern ab, als wäre es das Normalste der Welt. Möglicherweise fühlte es sich auch so für ihn an, weil er dieses Tor gegen den SC Eltersdorf in der Regionalliga Bayern erzielte. Eine Bühne, die nicht unbedingt seinen Ansprüchen entspricht, wenn man bedenkt, dass er vor nicht allzu langer Zeit noch drauf und dran war, in den Profikader des FC Bayern aufzurücken und ihm sogar Granden wie Karl-Heinz Rummenigge den Sprung nach ganz oben zutrauten.

Vom Profispieler beim FC Bayern weit entfernt

Vom Profispieler in München ist Batista Meier inzwischen jedoch weit entfernt. Während eine Vielzahl von Campus-Talenten, mit Arijon Ibrahimovic sogar ein 15-Jähriger, im Training der Profis dabei sein darf und Neu-Trainer Julian Nagelsmann zahlreiche Akteure der zweiten Mannschaft in den Vorbereitungsspielen zum Zug kommen lässt, hat der Offensivspieler keine Perspektive mehr beim deutschen Rekordmeister.

Die Devise ist klar: Batista Meier, im Mai 2020 noch zwölf Minuten im Bundesliga-Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf unter der Regie von Hansi Flick eingesetzt, darf den Verein verlassen.

Grund dafür ist bei weitem nicht seine fußballerische Qualität. Bayern-intern gibt es wenige, die Batista Meier das Talent absprechen. Allerdings gehört mehr als Talent dazu, um sich auf dem Weg zum gestandenen Bundesliga-Spieler zu behaupten. So wird dem 2016 für eine halbe Million Euro aus der Nachwuchsabteilung des 1. FC Kaiserslautern nach München gekommenen Deutsch-Brasilianer eine gewisse Bequemlichkeit nachgesagt, ihm soll der letzte Ehrgeiz im Training fehlen. Nicht grundlos entschied sich der Verein im vergangenen Jahr auch noch einmal, auf den Flügelpositionen nachzurüsten anstatt Batista Meier die Chance zu geben.

Batista Meier will weg

Douglas Costa kam zurück nach München, während Batista Meier per Leihe zum SC Heerenveen wechselte. Beim niederländischen Erstligisten kam er trotz ordentlicher Leistungen zu Beginn nur auf insgesamt 691 Einsatzminuten und empfahl sich weder für eine feste Verpflichtung noch für eine Zukunft bei seinem Stammverein.

Sein Vertrag in München läuft noch bis zum 30. Juni 2023, nach Informationen der Fußball-Portale "Goal" und "Spox" pocht Batista Meier aber auf einen sofortigen Wechsel. An möglichen Abnehmern mangelt es ihm nicht. So hinterlegte zuletzt der FC St. Gallen an ihm Interesse, ein Transfer in die Schweiz platzte aber ebenso wie ein Engagement bei Jahn Regensburg. Der Zweitligist zeigte sich maximal überrascht, als Batista Meier die Gespräche auf der Zielgeraden abbrach und kurzerhand sein Management wechselte.

Der Rechtsfuß lässt sich nach nur wenigen Monaten bei SportsTotal fortan wieder von ICM Stellar Sports beraten - derselben Agentur, die ihn vergangenes Jahr nach Heerenveen transferiert hatte. Seine Absicht ist klar: Er will nicht mehr allzu lange in der Regionaliga Bayern Freistöße schießen müssen.

tis Goal

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