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TV-Kritik

"Die Höhle der Löwen": "Wetten, dass..?"-Moment in der Löwenhöhle: Ein Bieraufsatz überzeugt im Blindtest

In der "Höhle der Löwen" kloppen sich die Investoren um innovative Angelköder, Rentier-Snacks - und eine Mini-Bierzapfanlage. Beim zugehörigen Blindtest kommen nostalgische TV-Gefühle auf.

Die Twitter-User lästern über die Produkte bei "Die Höhle der Löwen"

Warum sitzt Thomas Gottschalk eigentlich nicht in der "Höhle der Löwen"? Publikumsliebling, Löwenmähne, und nun mit neuer Liebe auch wieder dauerhaft in Deutschland wohnhaft. Könnte man doch mal fragen. Naja, auch ohne den Altmeister kam es in der aktuellen Folge der Gründershow zu einem herrlich nostalgischen "Wetten, dass..?"-Moment.

Um den erstaunlichen Effekt ihres Bierflaschenaufsatzes Taste Hero zu demonstrieren, laden nämlich die Gründer Investor Nils Glagau zum Blindtest mit Sichtschutzbrille im Bierdesign. Sogar das von "Wetten, dass..?" geprägte "Können-Sie auch-wirklich-nichts-mehr-sehen?"-Gefuchtel vor den verdeckten Augen wird geboten. Und die Kandidaten gewinnen tatsächlich ihre Wette: Das gleiche Bier schmeckt eingeschenkt durch den Aufsatz, der einen Zapfhahn simuliert, tatsächlich wie frisch gezapft. Nämlich milder, süffiger, mit weniger Völlegefühl und Aufstoßen.

Die Höhle der Löwen startet in die sechste Staffel.

Zur Belohnung gibt’s nicht den Titel des Wettkönigs, dafür aber einen Deal mit Ralf Dümmel. Obwohl der Handelsexperte das Teil mit Cola statt Bier ausprobiert hat, entscheiden sich die Flaschen-Zapfhahn-Erfinder für eine Zusammenarbeit mit Dümmel und gegen Versuchskaninchen Glagau, der ebenfalls ein Angebot abgegeben hatte. Wie gut der "Taste Hero" wirklich funktioniert, können Sie übrigens in unserem eigenen Test nachlesen

Flaschenaufsatz im Test: Aus "Die Höhle der Löwen": Wie gut funktioniert Taste Hero wirklich?
So sieht die Verpackung aus

Taste Hero wurde von Jürgen Schade, Jana Schade und Thorsten Schäfer gegründet. In "Die Höhle der Löwen" wollen die Erfinder 50.000 Euro von den Juroren für 20 Prozent am Unternehmen bekommen. 

Dümmel beißt bei Rentiersnacks zu, Maschmeyer bei Angelködern

Zum Bier geschmacklich hervorragend passend sind die Snacks von Renjer, "Europas erstem Trockenfleisch vom Rentier, vom Elch und vom Hirsch", wie die Gründer werben. Die Proteinhappen aus der schwedischen Wildnis erinnern zwar optisch verdächtig an Hundefutter, sind aber für Menschen gedacht und offenbar auch für Löwen geeignet. Dagmar Wöhrl, Frank Thelen und Ralf Dümmel beißen herzhaft zu und geben drei konkurrierende Angebote ab – Letzterer bekommt den Zuschlag. Und Vegetarierin Judith Williams freut sich immerhin über die stattlichen Holzfällerhemden des Gründertrios.

Tierisch geht's auch beim Pitch von iCapio (Latein für: Ich fange) zu. Apotheker, Wissenschaftler und Hobbyangler Dr. Christopher Rupp hat einen neuartigen Köder entwickelt, der den Geruchssinn von Fischen anspricht. Da viele Fische kurzsichtig seien, sei das Angeln mit seinen Ködern, die nach Hering oder Garnelen riechen, wesentlich erfolgversprechender, argumentiert der Gründer. Und schon hat er mit Carsten Maschmeyer, Georg Kofler und Ralf Dümmel gleich drei Löwen am Haken, die ihn jeweils kräftig ziehen. Der Gründer entscheidet sich für Maschmeyer, der nun tatsächlich im Angelbusiness investiert ist.

Keinen Deal gibt es für die mobilen Solarladegeräte von SunCrafter, die auf Festivals, aber auch in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten zum Einsatz kommen sollen. Und auch die Stickerstars, die Sammelalben für Amateurvereine herausbringen, gehen ohne Deal nach Hause. Die eigens kreierte "Höhle der Löwen"-Edition weckt zwar das Sammel- und Tauschfieber der Investoren, letztlich scheitert das Start-up aber an seiner hohen Bewertung.

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