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TV-Kritik

"Die Höhle der Löwen": Monster-Attacke in der Löwenhöhle - doch so leicht lassen sich die Investoren nicht erschrecken

Die kleinen Monster sind los und sorgen ordentlich für Stimmung. Und: Der bislang jüngste Gründer tritt vor die Jury - doch nur ein Löwe sieht Potential in dem jungen Mann. So lief die neunte Folge von "Die Höhle der Löwen".

WeeDo in der Höhle der Löwen

Die Rasselbande von WeeDo mischt die Löwenhöhle auf.

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Haben Sie sich auch schon mal so richtig über die Sitzbezüge im Auto geärgert? Über dieses triste Blau, das leblose Grau? Nicht? Dann geht es Ihnen wie den Löwen in dieser Woche. Die wollten so gar nicht verstehen, warum Autofahrer für ein paar neue Sitzbezüge knapp 350 Euro ausgeben sollen - auch wenn die zugegebenermaßen schick konfigurierbar sind. Doch Carsten Maschmeyer findet die Bezüge von den Jungs von Drive Dressy zu "Kindergeburtstag", die Unternehmensbewertung von über 3,3 Millionen Euro ist aber alles andere als das. Nein, er ist raus. Und auch die anderen Löwen schütteln den Kopf. Kein Deal.

Besser läuft es für den Problemlöser Alexander Jentzmyk. Der war genervt davon, dass man Bohrlöcher nicht simpel in die Wand bekommt. Ausmessen, Wasserwaage und dann doch blind bohren, weil die Aufhängung von Bilderrahmen und Garderoben ja verdeckt sind. Er erfand den Drillstamp, eine Art Markierer für Bohrlöcher. Dagmar Wöhrl versteht das auf Anhieb, Carsten Maschmeyer nicht ganz. "Ihr merkt schon, dass ich unheimlich handwerklich begabt bin", sagt er, während er ein Teil, das er gerade hat fallen lassen, wieder zusammenschraubt. Ja, selbst für den Drillstamp reicht es nicht. Bei Nils Glagau hingegen reicht der Drillstamp nicht, er sieht keinen Vorteil - und steigt schnell aus. Fans der Sendung können im Gesicht von Ralf Dümmel schon ablesen, dass es in ihm arbeitet: Einzelhandel, Marge, Moneten! Und macht dann auch als einziger Löwe ein Angebot: 100.000 Euro für 30 statt der geforderten 25 Prozent. Der Gründer nimmt an. 

Lastenrad zum Ausklappen

Dann radeln die drei Gründer von Convercycle in die Löwenhöhle. Zugegeben, ein Zungenbrecher-Name. Aber die Idee ist clever: Das Fahrrad verfügt über einen "Kofferraum" und wird mit einem Klappmechanismus zum Lastenrad. Und da passt neben einer Einkaufstüte auch noch ein Kasten Bier rein. Für autolose Innenstädter eine  praktische Erfindung. Für Georg Kofler nicht unbedingt, denn der legt sich gleich mit dem Fahrrad hin. Beim zweiten Versuch klappt alles.

Günstig ist diese Innovation aber nicht: Rund 1800 Euro kostet die Standard-Variante den Käufer.  Für 1000 Euro mehr gibt es noch einen E-Antrieb. Was die Gründer brauchen: 500.000 Euro für 15 Prozent - und einen erfahrenen Partner, der beim Geschäftsaufbau hilft. Doch das bekommen sie nicht. Die Löwen sind zu ahnungslos beim Thema Fahrradmarkt. Also kein Deal.

Monster entern das "DHDL"-Studio

Danach wird's wild: Antje Risau, gelernte Schneiderin, kommt mit einer kunterbunten Rasselbande in die Höhle. Die kleinen Models stecken in ihren WeeDo-Kinderskianzügen in Tier- und Monsterform und entern das Studio mit einer Wattebausch-Schneeballschlacht. Was so putzig aussieht, ist ein durchdachtes Produkt: Skianzüge, die man für die Pipi-Pause nicht vollständig ausziehen muss, die mitwachsen und an Knie, Ellenbogen und Po gepolstert sind. So ein Anzug kostet durchschnittlich 200 Euro, produziert wird in China. Und das Geschäft läuft gut: Rund 3000 Stück hat die Gründerin in der letzten Skisaison verkauft. Das ist stark, selbst Technik-Thelen erkennt die Leistungen der Gründerin an. Doch so wirklich einsteigen will keiner in das Geschäft. Frank Thelen kennt sich mit Kinderbekleidung nicht aus, Dümmel sieht kein Potential für seine Einzelhandelsoffensive, Dagmar Wöhrl ist der Markt zu klein und Judith Williams eiert ein wenig rum. Und Georg Kofler ringt mit sich. "Mich fasziniert ihre Fantasie", meint er. Aber investieren? Er bietet ihr 100.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile (die Gründerin wollte nur 20 Prozent abgeben). Wie entscheidet sich die Gründerin? Sie schlägt ein.

Plantbreak im Test: Plantbreak bei DHDL: Wie schmeckt die Fertig-Backmischung für Fitnessriegel?
Backmischung plus Backform

Plantbreak besteht aus Hafervollkornmehl, Kokosmehl, Dinkelvollkornflocken, getrockneten Sauerkirschen, Kokosblütenzucker, Sonnenblumenprotein und Kokosraspeln. Sie können das Rezept aber auch um weitere Zutaten wie zum Beispiel Nüsse, Früchte oder Schokoladenstückchen ergänzen. Die fertige Backmischung inkl. Backform kostet derzeit 15,99 Euro bei amazon und reicht für insgesamt zwölf Fitnessriegel. 

STERN

Der jüngste Gründer bei den Löwen

Der letzte Gründer in der Show ist eine Überraschung: Max Rongen ist 17 Jahre alt, macht gerade sein Abi und hat eine vielversprechende Fußballer-Karriere schon hinter sich. Starke Rückenschmerzen, dann eine OP - mit 15 Jahren ist das Thema vom Tisch. Und dann? Aufgeben? Nein, der junge Mann trainiert, macht seinen Fitness-Schein und lässt sich zum Ernährungsberater ausbilden. Er erkennt, dass die Fitness-Nahrung auf dem Markt nicht das richtige ist. Und rührte in der Küche seiner Eltern kurzerhand seine eigenen Fitnessriegel zusammen. Daraus machte er Plantbreak, eine Backmischung für solche Riegel (Wie diese Riegel schmecken und was drin steckt, lesen Sie in unserem Test). Allerdings läuft die Firma dahinter auf seinen Vater, er war zum Gründungszeitpunkt erst 16 Jahre alt.

Die Höhle der Löwen startet in die sechste Staffel.

Bislang füllt Max seine Backmischung im heimischen Keller ab - das soll sich ändern. Doch die Löwen knabbern an den Riegeln, die "sehr gesund schmecken", wie Frank Thelen feststellt. Und Carsten Maschmeyer greift zum Wasserglas, der Riegel sei schon etwas trocken. Judith Williams und Ralf Dümmel sehen das offenbar anders und stopfen sich mit der Deko-Auslage voll. Und trotzdem schließt sich Williams am Ende bei der großen Nein-Runde der Investoren an: Schmeckt nicht gut genug, zu jung, soll erstmal studieren gehen. Also kein Deal für Max? Überraschenderweise bietet Ralf Dümmel einen Deal: 25 Prozent will er haben und zahlt dafür 50.000 Euro. Das geht für den jüngsten Gründer in der Höhle der Löwen in Ordnung, der Deal steht.

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