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Stern Logo Die Höhle der Löwen

Nudeln zum Abnehmen? Da packt der Gastlöwe die großen Scheine aus

Ex-Premiere-Chef Georg Kofler vertritt die erkrankte Judith Williams in der "Höhle der Löwen". Und der frühere Top-Manager hat ein gut gefülltes Portemonnaie dabei. Für die Diät-Nudelfirma Kajnok legt er das Doppelte der geforderten Summe auf den Tisch.

Georg Kofler in der Höhle der Löwen

In der Höhle der Löwen vertrat Georg Kofler die erkrankte Judith Williams

Ein Novum in der "Höhle der Löwen": Weil Judith Williams unpässlich ist, schickt sie eine Krankheitsvertretung in die Löwenhöhle. Ersatzmann ist allerdings alles andere als ein Business-Leichtgewicht. Der ehemalige ProSieben- und Premiere-Chef ist einer der erfahrensten Medienmanager des Landes. Heute betreibt er unter anderem ein Joint Venture mit Judith Williams, in dem auch deren "Höhle der Löwen"-Investments betreut werden.

Georg Kofler mischt die Höhle der Löwen auf

Anlaufschwierigkeiten hat der vom Golfplatz in Florida ins Kölner TV-Studio eingeflogene Ersatzlöwe jedenfalls nicht. Im umkämpftesten Pitch des Abends beißt er die Konkurrenten Ralf Dümmel und Dagmar Wöhrl mit dem dicksten Angebot aus dem Rennen. Das Objekt der Begierde ist die Nudelfirma Kajnok. Dabei handelt es sich um kalorienarme Asia-Nudeln, die zwar nach nichts schmecken, sich aber dafür zum Abnehmen eignen. 100 Gramm der Diätnudeln haben nur acht Kalorien und damit weniger als ein Stück Apfel.

Kajnok-Gründerin Sonja Zuber will eigentlich nur 200.000 Euro für 10 Prozent ihrer Unternehmensanteile einwerben. Doch für derartige Kleckerbeträge hat Kofler nicht den Golfschläger aus der Hand gelegt. Er verdoppelt kurzerhand die Summe und kauft sich für 400.000 Euro 26 Prozent der Supernudelfirma. "Das wird gut laufen", ist sich Kofler sicher. , der 200.000 Euro für 20 Prozent der Firma geboten hatte, und Wöhrl, die die gleiche Summe für nur 10 Prozent der Anteile haben wollte, haben das Nachsehen. Allerdings: Nach stern-Informationen platzte der Deal mit Kofler nach der Sendung noch, sodass Kajnok jetzt ganz ohne Löwen weitermacht. (Die Gründe für das Scheitern des Kajnok-Deals lesen Sie hier.)

Auch Frank Thelen hätte sich für die Diät-Nudeln begeistern können, er ist aber bereits - gemeinsam mit Carsten Maschmeyer - beim Konkurrenten Lizza investiert. Das "Höhle der Löwen"-Start-up aus der vergangenen Staffel bietet neben Lowcarb-Pizza seit Neustem auch Pasta und ist damit ein direkter Wettbewerber für Kajnok. 

Der potentiell größte Deal des Abends findet keinen Investor. 1,5 Millionen Euro wollen Florian Simmendinger und Julian Vogels für ihre Musik-Revolution "Soundbrenner". Dabei handelt es sich um eine Alternative zum klassischen Metronom. Der Rhythmus wird nicht durch einen Ton vorgegeben, sondern dem Musiker durch Vibration direkt eingeimpft. Die beiden süddeutschen Gründer sind extra in die Hightech-Metropole Hongkong gezogen, um ihr Gerät zu entwickeln, machen auch schon Umsatz im Millionenbereich. Doch die hohe Investitionssumme schreckt die Löwen ab, keiner steigt ein. "Man merkt, die deutsche Mentalität ist 'vorsichtig'", sagt Gründer Simmendinger.

Die sonstigen Deals

Riesige Design-Katzenmöbel in Buchstabenform - die Produkte von "Kletterletter" sind ohne Frage ausgefallen. Vier Löwen winken ab, aber Ralf Dümmel wittert ein Geschäft und steigt mit 50.000 Euro für ein Drittel der Unternehmensanteile ein.

Auch bei den Auto-Tunern von "Go Simply" steigt Dümmel ein. Die Tüftler haben ein Federsystem entwickelt, das sich die Auto-Heckklappe auf Knopfdruck komplett öffnet und nicht nur einen Spaltbreit. 150.000 Euro für 20 Prozent von Dümmel sind den Gründern dabei lieber als 150.000 Euro für 10 Prozent von .

Und nochmal Essen: "Fittaste" vollbringt das Kunststück, Fertigessen in gesund anzubieten und auszuliefern. Vor allem für Sportler ist das Angebot attraktiv. Frank Thelen steigt mit 300.000 Euro für 25 Prozent der Anteile ein - nach Lizza, My Little Lunch und Ankerkraut ein weiteres Food-Investment für den Löwen.

Zitat des Tages

"Ich hasse Plastik"

Frank Thelen fühlt sich von Milena Glimbovski, Gründerin des Supermarkts "Original Unverpackt" emotional gepackt. Als Investor steckt er sein Geld aber lieber in Fittaste, das gesundes Essen in Plastikverpackungen verschickt.  Immerhin signalisiert er Interesse, der Unverpackt-Gründerin durch eine Spende zu helfen. 

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