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Wegen Maschmeyers Angel-Deal : Tierschützer protestieren gegen "Die Höhle der Löwen"

In der TV-Gründershow "Die Höhle der Löwen" investierte Carsten Maschmeyer in einen neuartigen Angelköder. Die Tierschutzorganisation Peta hat ihm deshalb nun einen Protestbrief geschrieben.

Höhle der Löwen

iCapio-Gründer Christopher Rupp in der "Höhle der Löwen"

TV Now

Auch bei der Tierschutzorganisation Peta schaut man offenbar "Die Höhle der Löwen". Und dort war man mit der letzten Folge der TV-Gründershow nicht ganz einverstanden. Darin ging es nämlich unter anderem um das Thema Angeln.

Apotheker und Hobbyangler Christopher Rupp präsentierte in der Sendung mit iCapio einen neuartigen Köder, den er selbst im Labor zusammengetüftelt hat. Die Köder riechen nach Hering oder Garnelen und sprechen den Geruchssinn von Beutefischen an. Eine wesentlich effektivere Fangmethode, da viele Fische kurzsichtig seien, führte der Gründer aus.

Gleich drei Investoren konnte der iCapio-Gründer mit seiner Erfindung ködern. Ralf Dümmel, Georg Kofler und Carsten Maschmeyer machten ihm jeweils ein Angebot für eine Beteiligung an der Firma. Rupp entschied sich für Maschmeyer, der Deal ist laut einem Sprecher der Maschmeyer Group mittlerweile notariell besiegelt.

"Qualvoller Todeskampf"

Für die Tierschützer von Peta ein ethisch verwerflicher Deal, schließlich sei Angeln Tierquälerei, wie die Organisation in einer Pressemitteilung ausführt. "Angeln bedeutet, Fische in eine Falle zu locken und sie minuten- bis stundenlang Angst und Atemnot sowie einem oft qualvollen Todeskampf auszusetzen. Schließlich werden sie erschlagen oder oft noch lebendig aufgeschnitten", sagt Meeresbiologin Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei Peta. "Heute wissen wir, dass ein Fisch ein Jemand ist und kein Etwas. Es ist schlichtweg unethisch, das Angeln zu bewerben. Fische sind neugierige Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten."

Die Organisation hat die Investoren aus der "Höhle der Löwen" nach eigenen Angaben schriftlich darum gebeten, "künftig keine Projekte mehr zu finanzieren, bei denen empfindungsfähigen Lebewesen Leid zugefügt wird. Stattdessen sollen sie in ethische vertretbare, zukunftsweisende Projekte für den Schutz von Tier, Umwelt und Klima investieren".

bak