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DHDL: Kann man durch die "Höhle der Löwe" zum Millionär werden, Herr Dümmel?

In "Die Höhle der Löwen" räumte Ralf Dümmel in der vergangenen Staffel 18 Deals ab - und macht einige der Gründer reich. Einer ist inzwischen Millionär dank seiner Erfindung. Aber Dümmel warnt: Das schaffen nicht alle.

Ralf Dümmel

Ralf Dümmel ist Juror in der Höhle der Löwen

Karl-Heinz Bilz hat es geschafft - er ist der erste Gründer aus "Die Höhle der Löwen", der Millionär geworden ist. Mit seiner Abflussfee konnte er schon während der Ausstrahlung der Staffel einen Umsatz von mehreren Millionen Euro einfahren (Wie es dem Erfinder heute geht, lesen Sie im neuen Magazin "Die Höhle der Löwen"). Solche Erfgolgsgeschichten machen auch den Reiz der Sendung aus. Viele der Gründer hoffen, dass der Pitch vor einem Millionenpublikum und ein Deal mit einem Löwen sie schnell reich macht. Doch ganz so einfach ist es nicht.

Denn zum Selbstläufer werden die Gründerideen nicht. Für Ralf Dümmel bedeutet der Platz in der Löwen-Jury zunächst: Viel Geld vorschießen. Zwar investierte er in der vergangenen Staffel rund drei Millionen Euro in die Start-ups - doch damit allein ist es nicht getan. Mehr als 21 Millionen Euro habe er insgesamt investieren müssen, erzählt Ralf Dümmel dem stern. Working Capital - also finanzielle Manövriermasse, um die Produktion zu bezahlen oder Rohstoffe zu beschaffen - gehört für die Investoren zum Spiel dazu. Und diese Investments können sich lohnen - aber natürlich auch nach hinten losgehen. 

"Die Höhle der Löwen": Nicht jeder hat Erfolg

"Es gibt Produkte, da sind wir als Investoren mit einem Minus rausgegangen. Aber das ist das normale Geschäft eines Investments. Insgesamt überwiegen jedoch die Investitionen, bei denen wir Gewinne machen, deutlich", sagt Dümmel zum "Hamburger Abendblatt". Ihm sei wichtig, dass die Gründer am Ende kein Geld verlieren. "Wir übernehmen bei unseren Investitionen grundsätzlich das Working Capital und tragen das Risiko. Alle verdienen, aber viele eben nicht das, was sie sich erhofft haben."

So ein Deal war der Pannenfächer. Die Gründer hatten die Altersvorsorge geplündert, um das Produkt auf den Weg schicken zu können. Ein gefährliches Unterfangen, denn wenn kein Löwe eingestiegen wäre, hätte das Geld auch futsch sein können. Doch investierte. Der Pannenfächer wurde zwar nicht zum Verkaufsschlager wie die Abflussfee. Dennoch: Arm ist durch den Deal keiner geworden.

Die Hoffnung der Gründer, mit ihrer Idee reich zu werden, sieht Dümmel kritisch. "Wenn in den Medien steht, dass der Erfinder der Abflussfee jetzt Millionär ist, denken alle Gründer, dass sie mit "Die Höhle der Löwen" auch Millionäre werden können. Das wird auch der eine oder andere schaffen", sagt Dümmel zum "Abendblatt". "Aber viele werden es eben auch nicht schaffen. Das ist die Realität." 

Auch DHDL-Gründer müssen Produkte weiterentwickeln

Um dauerhaft zu verdienen, muss man das Produkt weiterentwickeln. Dümmel nennt die Entwicklung von Smartphones als Beispiel. "Denken Sie nur an das iPhone 4. Das kann man heute kaum noch verkaufen. Hat ein Produkt nicht das Potenzial zur Weiterentwicklung, dann wird es schwierig." Das gilt auch für die Produkte aus der "Höhle der Löwen". Von der Abflussfee  gibt es nicht nur Stopfen fürs Waschbecken, sondern auch für die Dusche. Und der Erfinder Bilz tüftelt an weiteren Produkten. Auch der Rostschreck - ebenfalls ein sehr erfolgreicher Deal von Dümmel - soll zu einer Waschkugel weiterentwickelt werden. Ausruhen auf dem Erfolg ist sicherlich keine Lösung. "Dass man mit einem Produkt ein Leben lang Geld verdienen kann, ist fast nicht möglich. Man muss sich permanent weiterentwickeln", sagt auch Dümmel im Interview

"Die Höhle der Löwen" zum Lesen: Das Magazin zur Sendung erscheint pünktlich zum Start der fünften Staffel am 04. September 2018. Hier können Sie das Heft portofrei bestellen.

"Die Höhle der Löwen" zum Lesen: Das Magazin zur Sendung erscheint pünktlich zum Start der fünften Staffel am 04. September 2018. Hier können Sie das Heft portofrei bestellen.

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