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Kekse, Hunde, Flugzeuge: Zehn Dinge, die die Jury in der "Höhle der Löwen" schwer atmen ließen

Gründer werden ist nicht schwer, Gründer sein dagegen sehr - zumindest in der jüngsten Folge der "Höhle der Löwen". So recht konnten die Start-ups nicht punkten. Die "Löwen" mussten ein ums andere Mal durchatmen.

DHDL-Jurorin Judith Williams testet einen Hundehaaraufsatz für den Staubsauger. 

DHDL-Jurorin Judith Williams testet einen Hundehaaraufsatz für den Staubsauger. 

Da mussten die "Löwen" gestern Abend ganz schön schnaufen. Fast jedes Jury-Mitglied der Vox-Start-up-Sendung "Die Höhle der Löwen" atmete mindestens einmal deutlich hörbar aus. Das lag an den Gründern und ihren nicht immer überzeugenden Geschäftsideen - und an ihren finanziell grenzwertigen Wünschen. Zehn Gründer-Ideen und wie die "Löwen" darauf reagierten:

1. Keeeekse!

Kekse, die wach und glücklich machen? Das klingt zunächst spitze. Die "Mind Cookies" sollen dank Guarana und Koffein den kleinen Durchhänger im Büro überbrücken und wach machen. Ärgerlich: Die Kekse, die kicken sollen, schmecken nicht. Und durch all die Zutaten, glaubt Lencke Steiner, dass sie nicht nur happy, sondern krank machen.

2. Vugal Öger will nicht blind investieren

"Zu welchem Preis produzieren Sie?", will Öger von den Mind-Cookies-Machern wissen. Doch Keks-Gründer Silvio Lubenow aus Berlin mag nicht wirklich antworten, man verhandele schließlich mit Käufern. Falsche Antwort für Öger. "Ich stelle Ihnen zum dritten Mal die Frage und Sie weichen aus. Ich verliere die Geduld", fasst er den Eiertanz der Gründer zusammen. Am Ende steigt keiner der Juroren ein.

3. Keine Zahlen? Keine Chance?

Nach dem Debakel mit Mind Cookies herrscht dicke Luft - die Jury hat keine Lust mehr auf Gründer, die ihre Zahlen nicht offen legen. Und die Macher von Mind Cookies? Fühlen sich ungerecht behandelt, aber "man richtet sich das Krönchen und macht weiter."

4. Thelen meckert munter weiter

Er hat schon in den vergangenen Folgen die Gründer ordentlich in die Zange genommen. Und auch in der siebten Folge schnauzt sich Frank Thelen durch die Sendung. Nachdem ihn die Keks-Gründer schon auf die Palme gebracht haben, bekommen die Unternehmer von Dinnery ihr Fett weg. Das Start-up bietet Restaurant-Essen für zu Hause - ein Geschäftsmodell, das Thelen nicht ganz schnallt. Er gibt den Gründern 90 Sekunden zum Erklären. Danach hat er es begriffen. Und investiert trotzdem nicht.

5. Die Löwen haben Hunger

Das Restaurant-Essen, das man zu Hause nur noch warm machen muss, kommt gut an: Vural Öger, Lencke Steiner und auch Jochen Schweizer steigen ein, bieten 100.000 Euro für 26 Prozent - und sind nun bei Dinnery mit an Bord. 

6. Jochen Schweizers Herz für Hunde

Hunde haaren die Bude voll, das ist klar. Deshalb haben Gründer Cofix erfunden, einen Bürstenaufsatz für den Staubsauger. Doch bevor die Erfindung demonstriert werden kann, muss Jochen Schweizer den mitgebrachten Hund Cooper knuddeln. Investieren will er aber nicht - und auch kein anderer Löwe.

7. Haarentfernung? Eher nicht.

Das Geschäftsmodell funktioniert nicht, das Produkt überzeugt nicht - nur die Gründerin Maryam Aygün kommt sympathisch rüber. Für die Löwen reicht das nicht, um in ihr Haarentfernungswachs-System MaPeau zu investieren. "Ich habe große Sympathien für Sie. Aber ich bin kein strategischer Partner für Sie, ich habe noch nie Haare entfernt", gesteht Vural Öger.

8. Spielkinder von heute

Früher war es das Boot, das man mit Antenne steuern konnte, oder das Crossauto, das dank Batterie und Fernbedienung durch die Kinderzimmer flitzte. Heute hat man Spielzeug, das über das Smartphone gesteuert wird. Das Unternehmen TobyRich aus Bremen bietet genau das - und zaubert der Jury durch den Auftritt im lockeren Flugzeugkapitän-Stil ein Lächeln ins Gesicht. 

9. Die Schuldenfalle

Hui, das haut die Jury um: Verbindlichkeiten von 280.000 Euro und ein dickes Minus von 100.000 Euro beim Ertrag - die Jungs von TobyRich sind "überschuldet", wie Vural Öger feststellt. Frank Thelen ist nicht abgeschreckt und bietet 350.000 Euro. Er will dafür 15 Prozent des Unternehmens. Die Gründer von TobyRich nehmen an. "Wir werden eine Menge Spaß haben", sagt Thelen. 

10. Wenn Kissen wie Sushi aussehen

Die Gründerin wollte ihre Freundin überraschen, nähte ein Kissen in Sushi-Form - und schon war das Unternehmen My Pillow Factory geboren. Clever gemacht: Alle Jury-Mitglieder bekamen persönliche Kissen als Geschenk. Doch am Ende investiert keiner der Löwen in die Kissen.