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"Die Höhle der Löwen": Zahnbürsten-Start-up: Nach geplatztem Löwen-Deal – so geht's Happybrush heute

In der "Höhle der Löwen" versprachen Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel, eine halbe Million Euro in das Zahnbürsten-Start-up Happybrush zu stecken. Der Deal platzte, dafür beteiligten sich andere Investoren.

Höhle der Löwen Happy Brush

Die "Happybrush"-Gründer: Stefan Walter(l.) und Florian Kiener 

Die Zahnbürsten-Firma "Happybrush" gibt es zwar erst seit 2016, trotzdem hat das Start-up bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Angetreten, um die Branchenriesen Oral B und Philips herauszufordern, sorgten die Gründer Stefan Walter und Florian Kiener vor zwei Jahren mit ihrem Auftritt in der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" für Furore. Seitdem hat die Münchner Firma eine ganze Produktpalette rund um das Thema Mundygiene entwickelt – und macht Millionenumsätze.

Dabei lief längst nicht alles glatt seit dem öffentlichkeitswirksamen Auftritt in der Löwenhöhle. Kurz nach Ausstrahlung der Show landete eine erste Version der Happybrush-Schallzahnbürste in einem Vergleich der Stiftung Warentest auf dem letzten Platz. Zudem kam der in der "Höhle der Löwen" erzielte Deal letztlich doch nicht zustande. Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel hatten in der Sendung versprochen, gemeinsam eine halbe Million Euro in Happybrush zu stecken. Doch weil sich die Löwen mit den Altgesellschaftern nicht einigen konnten, sei der Deal nach monatelangen Verhandlungen geplatzt, berichtet Mitgründer Walter der "Gründerszene".

Drei Dutzend Investoren

Denn die TV-Löwen sind nicht die einzigen Investoren, die die umtriebigen Gründer überzeugen konnten. Insgesamt 40 Eigner finden sich laut Gründerszene auf der Gesellschafterliste der Firma. Darunter sind auch bekannte Business Angels wie die Gründer der Matratzenfirma Emma, Dennis Schmoltzi, oder des E-Scooter-Verleihers Tier Mobility, Julian Blessin. Insgesamt hat die Firma zwei Millionen Euro Wagniskapital aufgenommen.

So ging es auch ohne das Geld der Löwen voran, zumal mit Ralf Dümmel trotz geplatzter Beteiligung ein Lizenzvertrag über eine einjährige Vertriebskooperation geschlossen wurde. Die ist mittlerweile ausgelaufen, trotzdem steigen die Verkaufszahlen den Gründern zufolge weiter. In diesem Jahr soll ein Umsatz von sechs Millionen Euro erzielt werden. Eine weitere Finanzierungsrunde steht im Raum. Laut Lebensmittelzeitung sucht das Start-up auch einen strategischen Investor.

Höhle der Löwen: Diese DHDL-Deals sind schon wieder geplatzt
Elimba bei DHDL

Mit Kugeln aus Kakao und Gewürzen wollte der Elimba-Gründer Elias El Gharbaoui durchstarten. Nils Glagau  investierte in der Show 50.000 Euro für 24,9 Prozent - doch das Geld ist nie geflossen, berichtet "Gründerszene. Eine Zusammenarbeit habe nach den Dreharbeiten nicht stattgefunden. "Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir uns nicht gut verstanden hätten. Wir stehen noch in Kontakt, Nils Glagau hat mir seine Hilfe angeboten. Wir haben nur auf geschäftlicher Ebene nicht zusammengefunden", wird der Gründer zitiert.

TV Now

Neben elektrischen Schallzahnbürsten und solchen mit rotierendem Kopf – den beiden in der Branche gängigen Technologien – gibt es von Happybrush auch Mundspülungen und schwarze Zahnpasta. Mitte November sollen neue Aufsteckbürsten kommen, die zu 40 Prozent aus Holzfasern statt Kunststoff bestehen. Eine andere Produktentwicklung lässt dagegen auf sich warten: die smarte Zahnbürste "Happybrush Kids", die mit einer Smartphone-App gekoppelt werden kann, um den Kindern anzuzeigen, welche Zähne sie gerade putzen. Per Crowdfunding wurden dafür 25.000 Euro eingesammelt, eigentlich sollten die Kinderzahnbürsten schon Mitte 2018 verschickt worden sein. Nun sollen sie 2020 fertig werden.

Quellen: Gründerszene / Lebensmittelzeitung / Kickstarter

bak