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Lebensmittelretter: Die Löwen waren raus - doch Sirplus haben drei finanzstarke Investoren gefunden

In der "Höhle der Löwen" konnten Sirplus, die ausrangierte Lebensmittel verkaufen, nicht überzeugen. Vielmehr rastete Georg Kofler bei ihrem Pitch aus. Den Gründern kann das egal sein: Sie haben nun drei Investoren an Bord.

Sirplus in der Höhle der Löwen

Sirplus in der Höhle der Löwen

TV Now

Georg Kofler schäumte vor Wut, als die beiden Sirplus-Gründer Raphael Fellmer und Martin Schott am Dienstagabend ihr Geschäftsmodell vorstellten. Ihn ärgerte, dass sich die Jungunternehmer zu Moralaposteln aufschwingen würden - obwohl sie selbst mit den geretteten Lebensmitteln Geld verdienen. Die anderen Löwen waren ebenfalls wenig angetan - auch weil ihnen die hohe Unternehmensbewertung nicht gefiel.

Den Sirplus-Gründern kann das egal sein. Sie haben zwischen der Aufzeichnung der Show im Frühjahr und dem Ausstrahlungstermin längst drei neue Investoren gefunden, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Frisches Kapital kommt von Benjamin Otto, Sohn des Versandhandelsmoguls Michael Otto und Aufsichtsratschef der Otto-Group. Der 44-Jährige gilt zwar als milliardenschwer, doch bevor er im Konzern des Vaters mitmischte, gründete er zunächst selbst ein Unternehmen im Bereich Smart Home. Otto investiert seit längerem in Start-ups verschiedener Branchen. 

Als weitere Investoren sind Tim Schumacher, der die Ökosuchmaschine Ecosia entwickelte, und Matthias Willenbach, Gründer des Windenergiespezialisten Juwi, dabei. Insgesamt haben die drei Investoren mehr als eine halbe Million Euro in Sirplus gesteckt.

Sirplus will per Crowdinvestment Geld einnehmen

Doch auch Privatinvestoren können bei den Foodrettern von Sirplus mitmachen: Zusammen mit Willenbach haben die Gründer eine Crowdinvest-Aktion ins Leben gerufen. Über die Crowdinvesting-Plattform WiWin soll noch in diesem Jahr Geld von privaten Anlegern gesammelt werden.

Anders als beim Crowdfunding, wo die Gelder als Spenden anlanden oder die Geldgeber Produkte von den Start-ups bekommen, gibt es beim Crowdinvestment das Geld nach ein paar Jahren samt Zinsen zurück. Oder eben auch nicht, denn das Risiko für einen Totalverlust ist immer gegeben. Wer Geld investieren will, sollte sich klar machen, dass es eventuell gar nicht zurückfließt. 

kg