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"Die Höhle der Löwen": Wischen auf Wydr: Diese Gründer haben das Tinder für Kunst erfunden

Der Kunstmarkt ist kompliziert, gerade für Nachwuchskünstler ist es schwer, die eigenen Werke zu verkaufen. Die Gründer von Wydr wollen das ändern. Ihre App soll das Tinder für Kunst sein.

Wydr-Gründer Matthias Dörner (li.) und Timo Hahn

Die Wydr-Gründer Matthias Dörner (li.) und Timo Hahn wollen die Löwen überzeugen.

Waren Sie schon einmal in einer Galerie? Zum Bummeln oder gar zum Kaufen? Wahrscheinlich nicht. Das noble Ambiente und leider auch der fehlende Sachverstand sind Hürden. Und so bleibt die Welt der Kunst und Künstler, der Gemälde und Skulpturen nur einer kleinen Gruppe zugänglich. Selbst wenn die Preise der Kunstwerke gar nicht immer so erschreckend hoch sind.

Die beiden Gründer Matthias Dörner und Timo Hahn wollen das ändern. Wollen Kunst zugänglicher machen. "Auf der einen Seiten schaffen es viele unbekannte Künstler nicht, ihre Arbeiten potenziellen Kunden vorzustellen", sagt Dörner zur "Internetworld". "Andererseits interessieren sich viele Menschen für Kunst, finden aber den klassischen Kunstbetrieb eher abschreckend." Dieses Problem wollen die Gründer lösen - und nutzen dafür den Mechanismus von Tinder.

Sie stellen Bilder, Fotografien oder Skulpturen von Künstlern in ihrer App vor. Der User wischt sich durch das Angebot. Was nicht gefällt, wird per Finger weggewischt. "Für Interessierte bieten wir ein breites Spektrum an Kunst, welches sie sonst nur mit großem Zeitaufwand entdecken könnten", sagt Dörner zur "Gründerszene".

Wydr in "Die Höhle der Löwen"

Schon für 50 Euro können Kunden kaufen - aber auch deutlich teurere Kunst wird angeboten. Künstler können sich selbst einen Account anlegen und ihre Kunst präsentieren. Das Geschäftsmodell der Gründer: Ein integrierter Marktplatz bietet den Usern die angezeigten Kunstwerke direkt zum Kauf. Die Gründer bekommen vom Kaufpreis eine Provision. Seit 2015 ist Wydr auf dem Markt.

Nun zieht es die Gründer in die Höhle der Löwen. Frank Thelen als ausgewiesener App-Experte könnte für die Wydr-Gründer ein interessanter Investor sein. Aber auch Carsten Maschmeyer könnte bei dem Geschäftsmodell anspringen. Für 20 Prozent ihrer Firma, fordern die Wydr-Gründer die eigenwillige Summe von 249.999 Euro. Damit wäre Wydr 1.249.995 Euro wert - ob die Löwen bei dieser Bewertung mitgehen?

kg
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