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Erotikbranche: Beate Uhse will mehr

Der Flensburger Erotik-Konzern Beate Uhse will den "Penthouse"-Verlag General Media übernehmen. Beate Uhse habe ein Angebot über 62 Millionen US-Dollar abgegeben - als einziger europäischer Mitbieter.

Der Flensburger Erotik-Konzern Beate Uhse will den amerikanischen "Penthouse"-Verlag General Media kaufen. Beate Uhse habe ein Angebot über 62 Millionen Dollar (knapp 50 Mio Euro) für General Media abgegeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Flensburg mit. Das Interesse an dem US-Medienkonzern habe strategische Bedeutung. "Mit dem Kaufangebot verfolgen wir konsequent unsere internationale Expansionspolitik", sagte Vorstandssprecher Otto Christian Lindemann. "Durch eine Übernahme würde sich Beate Uhse als internationaler Player auf dem weltweiten Erotik-Markt etablieren."

Das Flensburger Unternehmen hatte zuletzt im Dezember die niederländische Sexshop-Kette Christine le Duc gekauft und bezeichnet sich als Marktführer im europäischen Erotik-Geschäft. Mit 291 Shops ist Beate Uhse in zehn Ländern und unter der Versandmarke Pabo in neun Ländern präsent. Seit gut einem Jahr versucht Beate Uhse, den amerikanischen Markt mit einem Versandhandel zu erobern. "Mit dem Kauf würden die Aktivitäten im Medienbereich erweitert", sagte Lindemann. "Daraus ergeben sich vielversprechende Effekte für den Einzelhandel und den Versand."

General Media hatte im August Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts beantragt, was mit dem deutschen Insolvenzverfahren vergleichbar ist. Neben US-Investoren sei Beate Uhse der einzige europäische Interessent für das Medienhaus, hieß es. Beate Uhse plante im vergangenen Jahr einen Umsatz von 260 Millionen Euro und einen Gewinn vor Steuern von 18,8 Millionen Euro.

DPA / DPA
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