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GfK-Studie: Konsumstimmung hat sich spürbar aufgehellt

Im Februar hat sich die Konsumstimmung deutlich verbessert. Die Verbraucher beurteilten die Chancen für einen Konjunkturaufschwung deutlich besser als noch im Januar.

Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich im Februar spürbar aufgehellt. Die Verbraucher beurteilten die Chancen für einen Konjunkturaufschwung deutlich besser als noch im Januar, berichtete der Marktforscher GfK in seiner monatlichen Konsumklima-Studie in Nürnberg. Auch die Erwartungen an die Entwicklung des eigenen Einkommens seien positiver geworden. Als Folge daraus sei die Bereitschaft gestiegen, in nächster Zeit größere Anschaffungen zu tätigen.

Angesichts der positiven Verbraucherstimmung hat der Chef der GfK, Klaus Wübbenhorst, vor neuen Steuerbelastungen gewarnt. "Eine Diskussion über die Erhöhung der Mehrwertsteuer wäre Gift für das steigende Vertrauen der Bürger in den Aufschwung", sagte Wübbenhorst in einem dpa-Gespräch in Nürnberg.

Positive Auswirkung der Steuerreform

"Die Verbraucher zeigen jetzt auch den Optimismus, der in der Wirtschaft schon seit längerem spürbar ist", sagte Wübbenhorst. Der am Dienstag bekannt gegebene Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex sei dazu kein Widerspruch, da er vor allem mit dem starken Euro zusammenhänge. "Den Verbraucher interessiert dagegen, ob er mehr in der Lohntüte hat." Die Steuerreform vom Dezember habe sich auf vielen Lohn- und Gehaltszetteln Ende Januar erstmals ausgewirkt.

Reformvorhaben müssen umgesetzt werden

"Die Voraussetzungen dafür, dass es aufwärts geht, sind gegeben", sagte Wübbenhorst. Dennoch stagniere das Konsumklima insgesamt noch. Der Wille, Anschaffungen zu tätigen, sei zwar gestiegen, er werde jedoch noch nicht in Käufe umgesetzt. "Erst muss man sich gut fühlen, dann greift man ins Portemonnaie", sagte der GfK-Chef. Entscheidend für eine Stabilisierung des Konsumverhaltens sei es daher, die politischen Reformvorhaben umzusetzen und die Arbeitslosigkeit zu senken.

DPA