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Wohnungsnot in Städten: Senioren blockieren große Wohnungen - so wollen Städte und Firmen das ändern

Senioren wohnen in Großstädten häufig in zu großen Wohnungen, in denen sie früher mit der ganzen Familie lebten. Doch ein Umzug ist durch die hohen Mieten kaum möglich. Städte und Unternehmen suchen nach Lösungen für das Dilemma.

Alter Mann im Wohnzimmer

Rentner wohnen mitunter in zu großen Wohnungen - aber scheuen den Umzug.

Getty Images

Walter wohnt im ersten Stock. Die Treppe schafft er noch, auch mit vollen Einkaufstüten. Seit Jahrzehnten wohnt der Rentner in seiner Wohnung, eingezogen ist er in den späten 1970er Jahren. Früher noch mit seiner Frau und dem Sohn. Jetzt lebt er allein. Und das nur einen Steinwurf vom Szeneviertel Schanze in Hamburg entfernt. Auf gut 100 Quadratmetern. 

Umziehen ist keine Alternative für ihn, denn die monatliche Miete beträgt nicht einmal 700 Euro. Warm wohlgemerkt. Selbst Wohnungen, die kaum halb so groß sind wie seine kosten inzwischen knapp das doppelte. Doch er will seine Nachbarschaft, sein Viertel nicht verlassen. Und viel mehr Miete könnte er sich auch gar nicht leisten. Also muss Walter bleiben. 

Senioren blockieren große Wohnungen

Gerade in Deutschlands Innenstädten und nachgefragten Lagen sind vor allem Familien auf der Suche nach größeren Wohnungen. Das Problem: Zum einen gibt es deutlich zu wenig große Wohnungen. Zum anderen sind es Menschen wie Walter, die diesen Wohnraum praktisch blockieren. Weil sie nicht anders können. Für Städte und Wohnungsunternehmen ein Dilemma.

In München haben nun Rentner einen Vorschlag erarbeitet. Der Seniorenbeirat in Unterföhringen hat ein Konzept entwickelt, dass es älteren Menschen erleichtern soll, in kleinere Wohnungen umzuziehen. Bis zu 5000 Euro könnte es an Umzugsprämie geben. Auch Hilfe beim Umzug könnte angeboten werden. Und: Ein direkter Wohnungstausch von Senioren und Familien wäre ebenfalls denkbar.

Auch in Berlin will man den Tausch von Wohnungen vorantreiben. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will im zweiten Halbjahr 2018 eine Online-Plattform starten, um tauschwillige Mieter zusammen zu bringen. Zunächst sollen die sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen eingebunden werden, aber auch privaten Vermietern soll die Plattform zugänglich sein. "Rein rechnerisch könnte Berlin ohne den Bau einer neuen Wohnung seine Wohnungsprobleme lösen", sagte Martin Burth (SPD), Bezirksverordneter in Charlottenburg-Wilmersdorf, auf der Tagesspiegel-Veranstaltung "Liquid City". Laut einer Senioren-Befragung in Berlin würden 60 Prozent gerne auf weniger Quadratmetern wohnen. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, ist die Idee einer Wohnungstauschbörse nicht neu - tatsächlich gab es die schon in der ehemaligen DDR. Damals konnten Eltern mit erwachsenen Kindern aus ihrer einen großen Wohnung zwei kleine machen und sich aufteilen. Oder Senioren konnten nach Erdgeschosswohnungen suchen, wenn es mit der Treppe nicht mehr so gut ging. 

Tauschwohnungen werden kaum angenommen

Gleich zweite Probleme stehen diesen Tauschideen im Weg. Zum einen ist der stark angezogene Mietpreis eine große Hürde. Denn gerade in nachgefragten Vierteln müssten die Senioren für ihre neue Unterkunft mehr bezahlen als für ihre alte Wohnung - obwohl die viel größer war. Doch die Altverträge sichern ihnen eine Mini-Miete zu. Die neuen Konditionen auf dem Mietmarkt könnten sie kaum stemmen. Zum anderen fürchten ältere Menschen den Umzug. Bei Berlins größtem Wohnungsverband BBU zeige die Erfahrung, "dass insbesondere ältere Menschen offenbar nicht mehr so gerne umziehen", so der "Tagesspiegel".

Genau diese beiden Probleme will das private Wohnungsunternehmen LEG umgehen. In Köln gehören dem Unternehmen rund 3900 Wohnungen, dort bietet LEG das Programm "Wohnen für Generationen" an, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Senioren bekommen dort kleinere Wohnungen zum gleichen Quadratmeterpreis. Wer bisher für seine 80 Quadratmeter-Wohnung 800 Euro bezahlt hat, bekommt nun 45 Quadratmeter zum Leben für 450 Euro angeboten. Laut der LEG war das Finanzielle oft ein Faktor, der die Senioren vom Umzug abgehalten hat. Und: Die LEG bietet den Senioren kleinere Wohnungen in ihren Heimatvierteln, so dass ihnen das bekannte Umfeld erhalten bleibt. "Das ist den allermeisten Senioren extrem wichtig", sagte LEG-Sprecher Thomas Feldmann zum "Kölner Stadt-Anzeiger".

In der Theorie sind die Pläne gut - doch in der Realität sieht das ganz anders aus. Bei der Wohnungsbaugenossenschaft Erbbauverein Köln bietet man so ein Tauschprogramm schon seit über zehn Jahren an - mit sehr mäßigem Erfolg. Durchschnittlich würde nur zweimal im Jahr eine Wohnung getauscht, sagte Werner Roche, Chef des Erbbauvereins, zum "WDR". Denn die älteren Leute würden sich mit alten Badezimmern und dem mühsamen Treppensteigen arrangieren. "Die meisten bleiben, so lange es geht, in ihrer Wohnung und wechseln von da aus oft direkt ins Pflegeheim", so Roche. 

Auch Walter will in seiner Hamburger Wohnung bleiben, ein Umzug wäre ihm viel zu aufwendig. Außerdem wüsste er gar nicht, was er mit den vielen Möbeln machen sollte. Die zwei hinteren Zimmer in seiner Wohnung nutzt er gar nicht mehr. Die Tür ist immer geschlossen, vor allem im Winter, denn heizen will er dort nicht. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.